Landesstraße bei Bühlertal saniert

Seit Freitag herrscht wieder freie Fahrt ins Höhengebiet

Autor: 
Edith Fischer
Lesezeit 3 Minuten
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06. Juli 2020

Mittlerweile wieder freie Fahrt herrscht auf der L 83 zwischen Wiedenfelsen und Sand bei Bühlertal. ©Bernhard Margull

Freie Fahrt herrscht wieder auf der L 83 zwischen Wiedenfelsen und der Schwarzwaldhochstraße bei Bühlertal. Rund 5,5 Millionen Euro kostete der Bauabschnitt und damit mehr als geplant.

 Die langwierigen und aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Sandstraße in Bühlertal kommen in die Zielgerade. Das für die Dauerbaustelle zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe gewährt seit Freitag freie Fahrt für das knapp zwei Kilometer lange Teilstück der Landesstraße 83 zwischen Wiedenfelsen und Sand (B 500). Die Kosten für diesen Bauabschnitt belaufen sich auf rund 5,5 Millionen Euro. Ursprünglich veranschlagt waren 3,6 Millionen Euro.

Die Umleitungsstrecken über Unterstmatt, Omerskopfstraße (L 83a) oder die B 500 bis zum Zimmerplatz und von dort über die K 3753 Richtung Bühlertal/Bühl nahmen neben Geduld auch Zeit in Anspruch. In der Talgemeinde herrscht Erleichterung. „Wir sind sehr froh, und hoffen, dass die Zufahrt ins Höhengebiet eine Weile offen bleibt und beim dritten Abschnitt keine Überraschungen auftauchen“, sagt Tino Rettig, Tourismus-Chef der Ferienregion Bühl, Bühlertal, Ottersweier mit Blick auf die noch ausstehende letzte Ausbaustufe der Landesstraße. 

Durststrecke endet

Der Endpunkt der Gertelbachwasserfälle oberhalb des Wiedenfelsens, Sand, Hundseck und Mehliskopf, kurz das gesamte Wander- und Tourismusgebiet, seien nun wieder direkt erreichbar, freut sich der Leiter der Tourist-Information. Die Buslinien nach Sand und ins Murgtal genießen ebenfalls wieder freie Fahrt. Für Anwohner und Betriebe, die nun die kürzere Strecke nutzen können, endet eine längere Durststrecke. Über die gesamte Bauzeit betrachtet, habe die gut ausgeschilderte Umleitung aus Bühlertäler Sicht funktioniert, resümiert Rettig.

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Die stark frequentierte L 83 ist ein einziger Sanierungsfall. Und sie ist aufgrund des Untergrunds und ihrer Beschaffenheit als schwierige Baustelle bekannt und für Überraschungen gut. Die Arbeiten am zweiten, 1915 Meter langen Teilstück der Sandstraße begannen im April 2019 und sollten eigentlich Ende des Jahres beendet sein. Zwölf Stützmauern sollten in dieser Zeit saniert beziehungsweise komplett erneuert werden.

Schwierige Baustelle

Nach über 14-monatiger Bauzeit bilanziert das RP rund 5,5 Millionen Euro Kosten. „Die Verzögerungen ergaben sich durch unvorhergesehene Wasseradern sowie eine tiefe Baugrube zur gezielten Ableitung des Wassers und damit einhergehend die Verlängerung der Ausbaustrecke um 85  Meter inklusive Planung“, erklärt Sprecherin Clara Reuß. Daneben sei der Sanierungsaufwand teils größer gewesen als in den Voruntersuchungen festgestellt. Zudem sei der Einbau zusätzlicher Entwässerungseinrichtungen erforderlich gewesen. Nicht zuletzt setzten das Wetter und Corona dem Baufortschritt zu. Wegen schlechter Wetterverhältnisse vor allem im Dezember, Februar und März musste die Baustelle 35 Tage ruhen. 

„Es wurden insgesamt 482  Bodennägel beziehungsweise Verpressanker mit Längen zwischen vier und elf Meter eingebaut, die in Verbindung mit einer Spritzbetonwand oder Stützmauer die Standsicherheit der Bauwerke gewährleisten“, listet das RP auf, um die Komplexität deutlich zu machen. Andere Mauern seien durch Mauerscheiben oder Mauern aus Granitblöcken ersetzt worden. Daneben wurde eine große Anzahl an Wassereinläufen sowie die zur Entwässerung beitragenden, nicht sichtbaren Querungen an der Strecke saniert oder ergänzt. Zur Fahrbahndeckenerneuerung wurden auf 1,2 Kilometer die oberen zehn Zentimeter des Asphalts abgefräst und durch eine Binder- und Deckschicht ersetzt. Auf einem 660 Meter langen weiteren Abschnitt erfolgte ein Vollausbau.

Die nächste und letzte Sanierungsetappe befindet sich auf dem mittleren Drittel der stark befahrenen Bergstraße und ist rund zwei Kilometer lang. Ein konkreter Baubeginn sei noch nicht absehbar. Für dieses letzte Teilstück der Sandstraße rechnet das RP derzeit mit Kosten von rund sechs Millionen Euro.

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