Auftritt in Ullenburghalle

Seniorenband ist spielfreudig wie eh und je

Autor: 
Von Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
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19. Mai 2022
Einen gelungenen Auftritt in der Ullenburghalle zum 20-jährigen Bestehen feierte die von Manfred Bergmaier geleitete Ulmer Seniorenkapelle.

Einen gelungenen Auftritt in der Ullenburghalle zum 20-jährigen Bestehen feierte die von Manfred Bergmaier geleitete Ulmer Seniorenkapelle. ©Peter Meier

Vor 20 Jahren wurde in Ulm die Seniorenband, eine Abordnung des Musikvereins, gegründet. Dass sie nicht mehr aus dem Ortsgeschehen wegzudenken ist, wurde nun beim Geburtstagskonzert deutlich.

Renchen-Ulm. Zu einer großen Bereicherung der kulturellen Vielfalt im Musikverein ist die Seniorenband unter der Leitung von Manfred Bergmaier geworden. Mit einem großartigen Konzert feierte sie am Wochenende in der Ullenburghalle ihr 20-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt stand die böhmisch-mährische Blasmusik aus dem reichhaltigen Repertoire der Musiker. Mit viel Humor führte Helmut Dold ("De Hämme us Kuhbach") durch die musikalischen Beiträge.

Die Seniorenband bot einen bunten Strauß bekannter Melodien - vom Marsch "Mein Böhmerland" über die Polka "Gablonzer Perlen" von Ernst Mosch bis zum "Walzer-Perlen-Potpourri" von Walter Tuschla. Mit Gedichten, Liedern und Witzen über Kuhbacher Originale sorgte "de Hämme" für Heiterkeit beim Publikum.

Bekannte Melodien

Auch als Trompeten-Virtuose hatte er einiges zu bieten, und was er zur Funktion der Instrumente in der böhmischen Blasmusik berichtete, konnten die Besucher bei den Stücken gleich nachvollziehen. So erklangen nach "Wir Musikanten" von Kurt Gäble die Klassiker "Böhmischer Traum" von Norbert Gälle und "Rosamunde" von Ernst Mosch.

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Musikvereinsvorsitzender Johannes Baier ging auf die Bedeutung der Musik und der Vereine für die Stabilität der Gesellschaft ein. Der Seniorenband dankte er für die vielen Auftritte, mit denen sie das Dorfleben bereichert und den Musikverein auch auswärts vertritt. Besonders stellte er Manfred Bergmaier als ersten Ansprechpartner heraus, der die Gruppe zusammenhalte. Verbunden mit dem Wunsch, dass die Band mit Bergmaier noch lange erhalten bleibt, hatte er als Geburtstagsgeschenk einen Beitrag zur Kameradschaftspflege mitgebracht.

Mit dem Swing "Die Goldenen Zwanziger" zeigte die Seniorenband ebenso die Breite ihres Repertoires wie mit "Blue Spanish Eyes" von Al Martino, wobei auch die Gelegenheit zum Tanzen genutzt wurde. "De Hämme" begeisterte mit dem "Muggeseggeli-Blues" und mit seiner Diana mit "Leider spreche ich kein Badisch".

Nicht ohne Zugaben

Nach der "Kuschelpolka" von Peter Schad bedankte sich Waldemar Glaser im Namen der Seniorenband mit einem Geschenk bei Manfred Bergmaier, der als Dirigent und Organisator entscheidend zur Kameradschaft beiträgt und eindrucksvolle Auftritte ermöglichte. Blumen gab es für seine Frau Anneliese, die ihn in all den Jahren unterstützte. Mit dem "Ulmer Lied" von Leo Kammerer wurde das letzte Stück angekündigt, aber erst nach Zugaben wie der "Schwarzwaldmarie" kam die Seniorenband nach knapp drei Stunden von der Bühne.

Hintergrund

Zur Geschichte der Seniorenband

Bei den Vorbereitungen für das Jubiläums-Festwochenende „250 Jahre Musikverein Ulm“ im Oktober 2002 hatte der damalige Dirigent Leo Kammerer die Idee, auf einem der Motivwagen eine Probe der Ulmer Musikgemeinschaft von 1880 darzustellen. Sein Vizedirigent Manfred Bergmaier, der früher neun Jahre lang den Musikverein Rothaus geleitet hatte, sollte dazu einige ehemalige Ulmer Musiker reaktivieren. Das gelang, die Mitwirkung beim Festumzug mit 36 Kapellen sowie 26 Fest- und Motivwagen war für alle Beteiligten und die rund 15.000 Zuschauer ein tolles Erlebnis.

Bergmaier lud daraufhin die zehn Musiker in seinen Partykeller ein, und hier war sich die kleine Mannschaft rasch einig, dass das gemeinsame Musizieren viel Spaß macht und deshalb fortgesetzt werden soll. Die Seniorenband war gegründet - und ist seither aus dem Leben der Ortschaft und der Gesamtstadt nicht mehr wegzudenken.m

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