Beschilderung aufgestellt

Silvesterknallerei nicht überall in Großweier möglich

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 2 Minuten
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12. Dezember 2019

Im Bereich Kirchplatz, Rathausplatz und Schulhof ist nun die Silvesterknallerei nicht mehr möglich. ©Reinhard Brunner

Schwerpunkt der Ortschaftsratssitzung in Großweier war die Beratung über ein Verbot des Abbrennens von pyrotechnischen Gegenständen. In den vergangenen Jahren gab es im Bereich des Kirchplatzes, Rathausplatzes und Schulhofes untragbare Zustände über Lärm bis in die Morgenstunden und überbordende Hinterlassenschaften von Papier, Knallkörpern, Plastik- und Glasflaschen.

 In den vergangenen zwei Jahren wurden, so Ortsvorsteher Helmut Huber ibn der Sitzung am Dienstag, extrem viele Feuerwerkskörper, Raketen und dergleichen auf dem Kirchplatz und Schulgelände abgefeuert. Die Hinterlassenschaften mussten dann von Hausmeister Matthias Hodapp aufgeräumt werden. Auch stellen die Feuerwerkskörper und Raketen eine erhöhte Brandgefahr, besonders bei brandempfindlichen Gebäuden dar. 

In der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, Paragraph 23, steht, so Helmut Huber, im ersten Absatz, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen verboten ist. Auf dem Schulgelände ist der Aufenthalt und Spielen außerhalb der Schulzeit nur werktags von 17.30  bis 20 Uhr gestattet, ab 20 Uhr ist ein Aufenthalt nicht gestattet, ebenso an Sonn- und Feiertagen. Hier erwähnte ein Bürger, dass es im vergangenen Jahr massive Einschnitte gab, bis um 4.30 Uhr wurde geböllert und geknallt und laute Musik schallte über den Platz. So etwas sei nicht mehr hinnehmbar. Er erwähnte, dass in Ettenheim in der Kernstadt und Ortschaften ein Verbot des  Abbrennens von Feuerwerk – aktuell –  ausgesprochen worden sei. 

Umsetzung überwachen?

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Diskussionen gab es im Gremium dann auf den Bürgerhinweis, dass der Ortschaftsrat vor Ort die Umsetzung überwachen solle. Dies rief Ortschaftsrat Thomas Beck auf den Plan, der deutlich machte, dass so etwas nicht Aufgabe eines Ortschaftsrates sein kann, Ansprechpartner sei hier die Polizei. 

Erfreuliches konnte Ortsvorsteher Helmut Huber verkünden. Am Dienstag sind vier Schilder unter anderem am Eingang des Schulhofes aufgestellt worden. 

Neben dem Verbot und Aufenthalt ab bestimmten Uhrzeiten ist auch Rauchen und Alkoholkonsum verboten. Auch ist der Müll ordnungsgemäß zu entsorgen.

Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen sind Ordnungswidrigkeiten und werden nach der Polizeilichen Umweltschutz-Verordnung der Stadt Achern geahndet. „Durch diese Schilder haben wir nun die Handhabe bei Zuwiderhandlungen gegen die Jugendlichen vorzugehen“, so Helmut Huber.

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