Wegen Trockenheit

Sojaernte bleibt hinter Erwartungen zurück

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 2 Minuten
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12. September 2018

Auch wenn die Erntemenge wegen der Trockenheit nicht so hoch ausgefallen ist, bleibt Soja eine interessante Alternative für die Ackerbauern in der Region, wie hier in Fautenbach, wo nun geerntet wurde. ©Michael Karle

Bei der nun begonnenen Sojaernte zeichnet sich eine geringere Menge als im Vorjahr ab. Grund dafür ist vor allem die Trockenheit. Ganz unzufrieden sind die Landwirte dennoch nicht.

Zu den auch im Ortenaukreis weiter expandierenden Getreidesorten gehört der Soja, weiß Pflanzenbauberater Volker Heitz vom Landwirtschaftsamt des Ortenaukreises. Nicht alle Landwirte haben in diesem Jahr jedoch nur gute Erfahrungen damit gemacht. »Standortbedingt gab es deutliche Mindererträge. Tendenziell hat die lange Trockenheit dazu geführt, dass Schoten und Körner relativ klein geblieben sind.«

Zufrieden ist Heitz gleichwohl, dass die Anbaufläche im Ortenaukreis mittlerweile schon auf 1100 Hektar gestiegen ist. Das Landwirtschafts­amt setzt auch darauf, dass diese Entwicklung fortgesetzt wird. Die Fruchtfolgeregelung des Ortenaukreises, derzufolge Mais nur in zwei von drei Jahren auf derselben Fläche angebaut werden darf, kommt dem Soja zugute. Gleichzeitig ist Soja der weltweit am stärksten gefragte Einweißträger. Auch dies trägt zur besseren Positionierung auf der Hitliste der Getreidearten bei.

Dass in der Vorbergzone die Niederschlagssituation im Sommer 2018 noch etwas günstiger war als in der Rheinebene, brachte immerhin einen kleinen Standortvorteil. »Aber Erträge wie im letzten Jahr hat es eben auch in der Vorbergzone nicht gegeben«, sagt Volker Heitz.

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Dass Soja in wirtschaftlicher Hinsicht jedoch mithalten kann, habe sich in den vergangenen Jahren bestätigt. Je nach Niederschlagssituation und Bodenqualität waren immerhin auch in diesem Jahr noch 15 bis 30 Doppelzentner je Hektar Ertrag drin.

Ohne Gentechnik

Ein Plus für den Sojaanbau für den hiesigen Bereich sieht Heitz auch darin, dass hierzulande Soja keinesfalls gentechnisch verändert wird. Importware aus den USA ist immer, solche aus Südamerika sehr häufig gentechnisch verändert. »Da haben wir hier eine durchaus bessere Situation.«

Rainer Ganter, Biobauer und Vorsitzender des BLHV Fautenbach-Önsbach, bestätigt die Angaben von Volker Heitz. »Im Schnitt ist der Ertrag noch einigermaßen o.k., wenn auch geringer. Es waren mehr grüne Bohnen dabei, die eine sogenannte Notreife erreicht haben. Für die Tofu-Herstellung sind die dann weniger geeignet.«

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