Aufführungen verschoben
Dossier: 

Sommersaison der Burgbühne Oberkirch fällt aus

Autor: 
Johanna Graupe
Lesezeit 3 Minuten
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30. April 2020

Burgbühne und Junge Bühne hoffen auf einen guten Ausgang der Corona-Krise und auf ihr treues Publikum. ©Johanna Graupe

Die Sommersaison 2020 der Burgbühne und der Jungen Bühne entfällt. Genuss von „Currywurst mit Pommes“ wird auf später verschoben, „Die rote Zora“ im nächsten Jahr aufgenommen.

„Was Mitte März, als zum ersten Mal Versammlungsverbote wegen Corona  ausgesprochen wurden, noch als vorübergehende Erscheinung betrachtet werden konnte, ist nun  zu einer Wirklichkeit geworden, wie wir sie uns damals niemals vorstellen konnten. Nicht nur  unser privates Leben ist massiv eingeschränkt worden, sondern auch das öffentliche und vor  allem auch das kulturelle“, bedauert Arthur Hilberer, Regisseur des  geplanten Freilichtstücks  2020 und erster Vorsitzender der Burgbühne. 

Der kreative Prozess, Spielfreude und vor allem der  Austausch mit dem Publikum fehlen. „Selbst wenn es bis Mitte Mai Lockerungen gäbe, wäre  eine Aufführung nicht mehr möglich, weil eine sinnvolle Probenzeit fehlen würde“, ist er  überzeugt. „Deshalb müssen wir leider die ‚Currywurst mit Pommes‘ zurück ins Regal stellen  und sie – eventuell als Innenstück – später wieder herausholen.“  

Auch die geplanten  „Wunderübung“-Aufführungen im Herbst stehen im Moment noch auf dem Prüfstand, weil die  Aufführungssituation im „freche hus“, was Hygiene- und Abstandsregelungen betrifft, nicht einfach einzuhalten sind. Ein Verschieben von „Currywust mit Pommes“ auf die Freilichtsaison 2021 ist deshalb nicht  möglich, weil die Burgbühne für diese Saison den Regisseur Thomas Höhne verpflichtet hat (weiterer  Bericht). Die Junge Bühne war schon sehr weit in ihren Vorbereitungen: Die Regisseure Stefan Kowalsky  und Arthur Hilberer haben an einer interessanten und spannenden Fassung für „Die rote Zora“  gefeilt, viele Kostüme waren  fertig gestaltet und schon beim Abend der offenen Tür der  Realschule Oberkirch machte die Theatergruppe Lust auf die Aufführungen. 

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Nichts außerschulisches

Das  Kultusministerium hat jedoch alle „außerunterrichtlichen Veranstaltungen und die Mitwirkung  außerunterrichtlicher Partner am Schulbetrieb  bis zum Schuljahresende ausgeschlossen“.  „Das  ist für die 60 Schauspieler, Techniker und Organisatoren ein harter Schlag. Es wird kaum  möglich sein, die Besetzung bis 2021 genauso aufrechtzuerhalten. Unsere Rote Zora (Amelie  Englert) zum Beispiel wird mit der Mittleren Reife die Realschule verlassen und in der Ausbildung eingebunden sein. Wir hoffen auf einen guten Ausgang der Krise, auf die  Freilichtsaison 2021 und auf unser treues Publikum“, so Stefan Kowalsky, Leiter der Jungen  Bühne, der den bisherigen Einsatz mit allen Mitgliedern  definitiv  weiterführen und die „Rote  Zora“  in der nächsten Freilichtsaison 2021 zur Aufführung bringen will. 

Was die Wiederaufnahme von „Der Räuber Hotzenplotz“ (Regie: Graupe/Hilberer) der Jungen  Bühne betrifft, wird von der Aufführungssituation im „freche hus“ abhängig sein. 

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