Werbung um Spenden

Speerwurf-Asse besuchen Berufliche Schulen Achern

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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04. Dezember 2021
Schulleiter Ralf Schneider (rechts) nahm von Johannes Vetter und Christina Obergföll Trikots mit Autogrammen entgegen.

Schulleiter Ralf Schneider (rechts) nahm von Johannes Vetter und Christina Obergföll Trikots mit Autogrammen entgegen. ©Michaela Gabriel

Die Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter und Christina Obergföll statteten den Beruflichen Schulen Achern einen Besuch ab. Sie sprachen über ihren Sport, den Wert der Gesundheit und warben für die Unterstützung des Fördervereins krebskranker Kinder in Freiburg.

Hunderte Schüler empfingen am Freitagvormittag zwei Speerwurf-Weltmeister an den Beruflichen Schulen Achern. Ihr Spalier war so lang, wie der weiteste Speerwurf von Christina Obergföll: 70,20 Meter. Die beste Weite von Johannes Vetter ließ sich im Schulhof gar nicht darstellen: 97,76 Meter. Die beiden Spitzensportler werben um Spenden für den Förderverein krebskranker Kinder in Freiburg.

Die Beruflichen Schulen Achern haben sich vorgenommen, den Förderverein mit Spenden zu unterstützen. 1600 Euro kamen bei einer Sammlung unter Lehrern und Mitarbeitern zusammen. Aktionen der einzelnen Ausbildungsbereiche und Klassen sollen folgen, darunter auch sportliche Aktivitäten.

Die Motivation, kreative Ideen für den guten Zweck zu entwickeln, ist nach dem Besuch der beiden Weltmeister im Speerwurf sehr hoch. Sie treten als Kuratoriumsmitglieder des Fördervereins auch selbst für die gute Sache ein.

In einem Interview mit Schulleiter Ralf Schneider sprachen die Weltmeisterin und Sportlerin des Jahres 2013 und der Weltmeister 2017 über ihre Motivation zu helfen und die Bedeutung von sportlicher Betätigung für die Gesundheit. Das Gespräch in der Aula wurde in alle Klassenzimmer übertragen.

Sitzen ist schädlich

„Wir sitzen zu viel und das ist schädlich”, appellierte Christina Obergföll. Wer sich viel bewege und eine gute Fitness habe, der sei in der Schule leistungsfähiger und kreativer. Obwohl ihre Karriere als Leistungssportlerin beendet sei, führe sie selbst weiter ein bewegtes Leben.

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Johannes Vetter, der auch Mitglied des Gemeinderats in Offenburg ist, erklärte einige Faktoren seines Erfolgs. Er erreiche eine Anlaufgeschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde und eine Kraft von 10 bis 11 PS. Im Moment des Speerwurfs fange sein Stemmbein fast 1,1 Tonnen ab.

Neben seinem Besuch an der Acherner Schule standen am Freitag noch Training, Physiotherapie und ein Besuch der Kältekammer im Vitalhaus an der Rennwiese in Achern auf seinem Programm. 2022 will er an der Weltmeisterschaft in den USA, der Europameisterschaft in München und der Deutschen Meisterschaft in Berlin teilnehmen. Hautnah erleben könne man ihn und den Sport auch beim jährlichen Offenburger Speerwurf-Meeting.

Wie wichtig es ist, Eltern zu unterstützen, die ein krebskrankes Kind haben, machte die zugeschaltete ärztliche Direktorin der Uni-Kinderklinik Freiburg deutlich. Charlotte Niemeyer erklärte die Ursachen für Krebserkrankungen bei Kindern und dass ihnen bei der Behandlung sehr viel zugemutet wird. Sie ging auf Behandlungsmethoden und die Forschung nach neuen Medikamenten ein.

Spenden für Elternhaus

Aktuell entstehen in Freiburg eine neue Kinderklinik und ein neues Elternhaus. Das Haus, in dem die Eltern der kranken Kinder wohnen können, wird komplett aus Spenden finanziert.

„Das ist für uns die Aufforderung, möglichst viel Geld zusammen zu bekommen”, so Schulleiter Ralf Schneider. Die beiden Sportler hatten Trikots mit Autogrammen mitgebracht. Die Schule überreichte ihnen Schul-T-Shirts und handgemachte Geschenke aus der hauswirtschaftlichen und technischen Abteilung.

Ab sofort hängt in der Schule eine von den Speerwurf-Weltmeistern unterschriebene Patenschaftsurkunde. Sie besiegelte die Zusammenarbeit der Beruflichen Schulen Achern mit dem Förderverein krebskranker Kinder.

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