Nach Fund toter Tiere im Mai

Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehl gegen Linxer Halter

Autor: 
Redaktion
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04. Dezember 2019
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Aus diesem Stall in Linx wurden im Mai völlig verwahrloste Ziegen, Schafe und Hühner gerettet. Für einige Tiere kam jede Hilfe zu spät. ©Tierhilfs- und Rettungsorganisation

Ein juristisches Nachspiel gibt es für den Linxer Tierhalter, in dessen Stall im Mai mehrere tote Ziegen und Schafe gefunden wurde. Allerdings kommt er mit einer Geldstrafe davon. Ebenfalls belangt werden soll eine weitere, damals mit der Pflege der Tiere beauftragte Person.

Im Mai dieses Jahres waren auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Linx mehrere verendete Tiere aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Offenburg hat nun gegen den Halter der Tiere und eine mit der Pflege der Tiere betraute Person Strafbefehle wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz beantragt.

Den mittlerweile 40 und 33 Jahren alten Männern legt sie zur Last, die Tiere sich selbst überlassen und nicht ausreichend gepflegt und mit Futter versorgt zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Offenburg. Dies hatte nach den Ermittlungen, in die auch Sachverständige eingezogen waren, zur Folge, dass acht Schafe, zwei Ziegen und ein Huhn nach längerer Leidenszeit verendeten.

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Strafbefehle erlassen

Die Strafbefehle wurden antragsgemäß durch das Amtsgericht Kehl erlassen. Gegen den Halter der Tiere wurde eine Geldstrafe von 120 Tagessätze verhängt. Da dieser gegen den Strafbefehl keinen Einspruch eingelegt hat, ist die Verurteilung rechtskräftig geworden. 

Gegen die mit der Pflege der Tiere betraute Person wurde eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen festgesetzt. Diese hat Einspruch erhoben, sodass es insoweit aller Voraussicht nach zu einer gerichtlichen Hauptverhandlung kommen wird, heißt es.

Hintergrund

Was damals geschah

Drei tote, teils schon von Ratten angefressene Ziegen, ein toter Hahn und ein toter Vogel in einer Voliere fand Anfang Mai eine Tierrettungsorsganisation in dem völlig verwahrlosten Schopf in Linx vor. Den Stall beschrieb diese als eine Mischung aus Mülldeponie und Schrottplatz. Weitere tote und verscharrte Tiere fanden die Behörden später bei näherer Begutachtung im Garten. Ein Schaf, eine Ziege, sieben Heidschnucken und drei Hühner überlebten ausgehungert die Zustände und wurden in Obhut genommen.

Den Behörden war die prekäre Tierhaltung bekannt; sie hatte eigenen Angaben zufolge am 25. April eine unangekündigte Kontrolle vorgenommen. Damals seien die Verhältnisse aber nicht so gravierend gewesen und der Halter habe zugesagt, die angeordneten Maßnahmen umzusetzen, so das Landratsamt. (bru)

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