Mördersuche mit Musik

Stadtkapelle Freistett bietet Krimi-Theater-Konzert

Autor: 
Josef Budai
Lesezeit 3 Minuten
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18. April 2019
Autor und Regisseur Christian M. Schulz und Schauspielerin Nicole Djandji-Stahl in Stadtkapellen-Uniform bei den Proben zu »Der Tote mit der Trommel«. Sie stand schon mit Götz George vor der Kamera. Hobbydetektiven sei gesagt, dass Schulz hier zwar mit der Trommel zu sehen ist, allerdings nicht der Tote mit der Trommel sein wird.

Autor und Regisseur Christian M. Schulz und Schauspielerin Nicole Djandji-Stahl in Stadtkapellen-Uniform bei den Proben zu »Der Tote mit der Trommel«. Sie stand schon mit Götz George vor der Kamera. Hobbydetektiven sei gesagt, dass Schulz hier zwar mit der Trommel zu sehen ist, allerdings nicht der Tote mit der Trommel sein wird. ©privat

Tatort Stadthalle Frei­stett. So könnte man das Szenario umschreiben, das die Besucher am Samstag, 27. April, zu einer Uraufführung beim Jahreskonzert der Stadtkapelle Freistett  erwartet. Mit einem Krimi-Theater-Konzert, was es bisher im deutschsprachigen Raum nicht gibt, geht man auf Mördersuche.

Anders als bei Krimi-Dinnern oder Lesungen mit Musik stehen beim Jahreskonzert der Stadtkapelle am 27. April Profi-Schauspieler und Orchester auf einer Bühne. Sie gestalten mit einem Mix aus Theaterszenen und »Kriminal-Musik« das noch nie dagewesene Krimi-Theater-Konzert »Der Tote mit der Trommel«.

Geschrieben hat es Christian M. Schulz, Leiter des Freistil-Theaters Freiburg. Gerd Keck, Vorsitzender der Stadtkapelle Freistett, hatte mal angefragt, ob man zusammen einen Krimi spielen könnte. »2018 habe ich seine Idee aufgegriffen«, erzählt Schulz, »und ein Stück mit Blasmusikorchester geschrieben«. Es ist sein siebtes Krimi-Theaterstück nach zuletzt sechs Dinner-Krimis.

Sehr empfänglich

Dirigent Roland Wolf ist für neue, pfiffige Ideen sehr empfänglich. Als man mit »Freistil« das Konzept entwickelte, stellte man fest, »dass es so etwas wie ein Krimi-Theater-Konzert noch gar nicht gegeben hat. Dies hat uns natürlich noch mehr angespornt«, sagt Wolf. Dass nun die Stadtkapelle den »Toten mit der Trommel« uraufführen wird, »macht uns natürlich sehr stolz, zumal die Idee auch in Freistett geboren wurde«, sagt Wolf.

Bei den aufwändigen Proben betritt auch der Dirigent Neuland. Die Gesamt- und intensiven Registerproben seien zwar mit einem normalen Konzert absolut vergleichbar, doch zusätzlich seien viele Details abzustimmen, wie die Aktionsbereiche auf der Bühne oder die Integration der Musiker in die Spielszenen. Es gebe vor allem nachdem der Mord passiert ist einen ständigen Wechsel von Musik und Schauspiel, »der Abend wird spannend und kurzweilig«, weiß Roland Wolf. »Musiker und Dirigent sind ebenfalls in die Handlungen einbezogen«. Wolf weiß nicht, wer der Mörder ist, behauptet er. Zwischen den Szenen wird immer wieder die »Schnittmusik« als fließender Übergang der Szenen gespielt. Das bedeutet: höchste Konzentration. 

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Schnell umkleiden

Das gilt auch für die Profi-Schauspieler von »Freistil«, die in ganz Europa auf der Bühne stehen, wie Christian Schulz berichtet. Die Proben haben im November mit vier Schauspielern angefangen. Besonders seien der stetige Wechsel mit der Musik und die vielen Rollenwechsel. »Wir haben immer nur wenig Zeit zum Umziehen und zum Wechsel der Rolle. Einige finden sogar auf der Bühne statt. »Da muss jeder Handgriff sitzen«, erklärt der Regisseur.

Zwei Generalproben

Laut Roland Wolf ist die Zusammenarbeit »absolut professionell« beim musikalischen Ablauf zu den Handlungen oder bei der schauspielerischen Beteiligung der Stadtkapelle. Bis zur gemeinsamen Generalprobe am Freitag üben Schauspieler und Musiker getrennt. Am Mittwoch gibt es für die Stadtkapelle eine rein musikalische Generalprobe.

Das Besondere ist, dass vier der Figuren aus dem Stück Mitglieder der Stadtkapelle Freistett sind (zwei Schlagzeuger, eine Querflötistin und eine Trompeterin).
Wenn am Samstag, 27. April, das Konzert mit dem Titel »Tatort« um 19 Uhr beginnt, ist in Freistett Krimi-Zeit angesagt«, verspricht der musikalische Leiter dem Publikum. Und das darf sich dann auch aktiv am Geschehen beteiligen: »Die Zuschauer dürfen in der Pause Tipps abgeben, wer der Mörder sein könnte. Die Tipps werden danach ausgewertet und am Ende wird ein Sieger unter allen richtigen Tipps ausgelost.« Man erfährt auch, wie viele Tipps auf welchen Täter abgegeben wurden  – wie bei den herkömmlichen Krimi-Dinnern. Nur eins wird verraten: Der Mörder ist auf jeden Fall nicht der Gärtner.
Karten gibt es im Vorverkauf bei Fahrzeugteile Hänssel, Postagentur Rheinau und Bauerngarten/Blumen, alle in der Rheinstraße in Freistett.

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