Neubaugebiet in Önsbach

Städtebauliches Konzept für „Feldmatt West“ steht

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
27. Februar 2021

Das künftige Baugebiet „Feldmann West“ von der Bronnmattstraße/Bahnlinie aus gesehen. ©Peter Meier

Der Ortschaftsrat Önsbach befasste sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit dem Bebauungsplan Feldmatt West. Die Erschließung wird des Gebiets wird von Osten her erfolgen.

Vor 14 Monaten beschloss der Ortschaftsrat die Aufstellung des Bebauungsplans Feldmatt West. Die erste Realisierungsskizze des Bauamtes wurde inzwischen  überarbeitet, um den Schallschutzbestimmungen gerecht zu werden, den erforderlichen Retentionsraum für das Oberflächenwasser auszuweisen und als Ergebnis der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung auch einen Rückzugsraum für die Mauereidechse vorzusehen. Mit dieser Überarbeitung wurde das Büro BHM Planungsgesellschaft“ (Bruchsal) beauftragt.

Von Osten her

Von diesem Büro hieß Ortsvorsteherin Christine Rösch am Donnerstag als Planer Daniel Walter willkommen, der das erste Konzept überarbeitet hatte, vom Bauamt der Stadt nahm Jessica Feißt an der Beratung teil. In dem vorliegenden städtebaulichen Konzept machte Ingenieur Walter deutlich, dass eine Erschließung des Baugebiets nun nur von Osten her über den Feldmattweg erfolgen soll. Nach Westen Richtung Bahnhofstraße ist aus Gründen des Schallschutzes eine geschlossene Bebauung vorgesehen. Dahinter zur Bahnhofstraße wird  der Retentionsraum entstehen. Das Konzept soll kleinere Grundstücke und eine dichtere Bebauung möglich machen. Das genaue Volumen der Retentionsfläche, die eine verzögerte Abgabe des Oberflächenwassers an die Vorfluter ermöglichen wird, muss noch auf der Grundlage des Generalentwässerungsplans noch errechnet werden. Diese Fläche soll gleichzeitig als Rückzugsraum von der vom Aussterben bedrohten Mauereidechse genutzt werden. Die Erschließungsstraße wird im Westen mit einer Wendemöglichkeit enden.

- Anzeige -

Es folgte eine sehr intensive Diskussion. Nicht zufrieden war Klaus Pflüger mit der geschlossenen Bebauung Richtung Bahnhofstraße als „baulichen Schallschutz“ und regte außerdem an, auf den Baugrundstücken Zisternen zur Rückhaltung des Regenwassers und als Bewässerungsmöglichkeit für die Gärten vorzusehen. 

Kritische Anmerkungen von Thomas Köninger galten dem „großen Loch“ der Retentionsmulde, die für die Eidechsen ungeeignet sei und dem Wendehammer am Ende der Stichstraße. Dieser werde, so seine Erfahrung, meist mit Fahrzeugen zugeparkt sein. Auch Markus Schindler verwies auf die Topografie des Geländes und befürchtete, dass bei Starkregen das Oberflächenwasser nicht abfließt. Es handle sich um kein Überschwemmungsgebiet, hielt Walter entgegen und machte deutlich, dass sowohl die Erschließungsstraße als dann auch die Häuser deutlich höher liegen werden als das derzeitige Gelände. Die konkrete Erschließungsplanung werde erst dann erstellt, wenn das städtebauliche Konzept als Grundlage beschlossen ist. Von Reinhard Renner und Achim Stiefel wurde auch die Erschließung von Grundstücken außerhalb des künftigen Baugebiets angesprochen – darauf wurde im Hinblick auf die zusätzlichen Kosten verzichtet. 

Auf das weitere Vorgehen wies Jessica Feißt hin. Auf der Grundlage des Konzepts werden die Erschließungskosten berechnet, die Größe der Baugrundstücke werde im Rahmen des Umlegungsverfahrens festgelegt. Bis zur Sommerpause, so das Ziel, werde der Entwurf des Bebauungsplans samt Erschließungs- und Entwässerungsplanung erarbeitet, so dass dann die Offenlage und die Anhörung der Behörden und Träger öffentlicher Belange folgen kann.

In Erklärungen machten Klaus Pflüger und Eva König deutlich, dass sie das künftige Baugebiet nicht befürworten und sich deshalb bei der Abstimmung enthalten. Mit sechs Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme von Köninger wurde das städtebauliche Konzept „Feldmatt West“ mehrheitlich beschlossen.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Die in Privatbesitz befindliche Nesselrieder Tennishalle soll künftig zum Teil auch durch ein benachbartes Unternehmen genutzt werden. Zudem soll auf dem Parkplatz davor privater Wohnraum geschaffen werden.
vor 32 Minuten
Raumaufteilung geplant
Eine Bebauungsplanänderung soll es ermöglichen, dass die Nesselrieder Tennishalle künftig teilweise von einem Industriebetrieb genutzt wird. Im Ortschaftsrat sieht man das kritisch.
OB Klaus Muttach (links) und Kämmerer Rolf Schmiederer können zufrieden sein mit der Prüfung der Gemeindeprüfungsanstalt.
vor 33 Minuten
Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt
Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach freut sich über das Prüfungsergebnis der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese nahm die Acherner Finanzen unter die Lupe.
OB Klaus Muttach (links) und Kämmerer Rolf Schmiederer können zufrieden sein mit der Prüfung der Gemeindeprüfungsanstalt.
vor 33 Minuten
Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt
Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach freut sich über das Prüfungsergebnis der Gemeindeprüfungsanstalt. Diese nahm die Acherner Finanzen unter die Lupe.
Auch in diesem Jahr wird Erdbeerkönigin Anne Obrecht eine Woche lang auf dem elterlichen Hof in Bottenau bei der Erdbeerernte helfen.
vor 3 Stunden
Bottenauerin zieht Bilanz
Zwei Jahre lang war Anne Obrecht aus Bottenau als baden-württembergische Erdbeerkönigin die erste Repräsentantin der Königin der Früchte. Nun gibt sie ihren beruflichen Plänen den Vorrang.
Seit Montag steht fest: Annalena Baerbock (links) soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl führen.
vor 6 Stunden
Kanzlerkandidatin
Acherner Grüne äußern sich zufrieden zum Ausgang der eigenen Kanzler(-innen)-Frage.
Begeistert sich für Technik: Auszubildende Maria Hund am 3D-Drucker der Firma Franz H. Bruder GmbH. 
vor 7 Stunden
Sie lernt den Beruf der Feinwerkmechanikerin
Technische Berufe sind auch für Mädchen eine echte Option. Maria Hund lernt bei der Firma Franz H. Bruder GmbH in Oppenau den Beruf der Feinwerkmechanikerin.
Die ersten Stellwände für die provisorischen Büros der Verwaltung des Pflegeheims St. Josef sind gestellt. Unser Bild zeigt von links Michael Waltersbacher (Hochbauamt Stadt Oberkirch), Geschäftsführerin Kristiane Schmalfeldt) und Architekt Stefan Wisniowski.
vor 8 Stunden
Millionenteure Arbeiten beginnen
Im Oberkircher Pflegeheim St. Josef haben die Umbauarbeiten begonnen: Die Doppelzimmer sollen in Einzelzimmer umgebaut und Wohngemeinschaften eingerichtet werden. Das Sieben-Millionen-Euro-Projekt startete mit Verzögerung.
Der Mösbacher Kirschblütenzauber lockt gewöhnlich Tausende Wanderer in den Acherner Stadtteil. Coronabedingt fällt die Veranstaltung nun zum zweiten Mal aus.
vor 8 Stunden
Kein Wandertag in der Pandemie
Zum zweiten Mal in Folge entfällt diesen Sonntag der Mösbacher Kirschblütenzauber. Eine Ausrichtung unter Corona-Bedingungen war keine Option, weder rechtlich, noch planerisch.
Freuen sich über das gute Abschneiden der Frühlings- und Sommerweine, insbesondere über die Traumbewertung für den Sauvignon Blanc aus dem Winzerkeller Hex vom Dasenstein, Kellermeister Thomas Hirth (links) und Geschäftsführender Vorstand Markus Ell.
vor 8 Stunden
Selektion der Frühlings- und Sommerweine
Vier Weine der Oberkircher Winzer eG und des Winzerkellers Hex vom Dasenstein zählen zur Spitze der Badischen Frühlings- und Sommerweine. Das hat die Oberkircher Winzer eG mitgeteilt. Die Anforderungen bei der Prämierung waren hoch.
Im vergangenen Jahr war die Welt von Oberkirchs Qualitätsmanager Frank Männle noch in Ordnung: Die Auswirkungen des Frosts im April auf die Reben im Rench- und Achertal haben ihm die Laune aktuell erheblich verdorben. 
vor 15 Stunden
Qualitätsmanager Frank Männle besorgt
Die Rückkehr von Frost und Schneefällen Anfang April haben in den Reben des Rench- und Achertals immense Schäden angerichtet. Bei manchen Sorten wird es keinen Ertrag geben.
Hannah Spraul lernt bei der Oberkircher Winzer eG und bei Rebveredelung Kiefer und Sester Winzerin. Unser Foto zeigt von links Ralf Sester, Markus Ell, Hannah Spraul und Frank Männle.
vor 15 Stunden
Nachwuchskaderschmiede
Die Oberkircher Winzer eG kooperiert mit dem Betrieb Rebveredelung Kiefer und Sester bei der Ausbildung von Hannah Spraul zur Winzerin und spricht von einem Glücksfall.
In der Union hat man sich nach zähem Ringen auf Armin Laschet  geeinigt.
vor 18 Stunden
Kanzler-Duell
Söder gegen Laschet: Nicht bei allen CDU-Politikern in und um Achern stößt die gewählte Form der unionsinternen Kanzlerkandidaten-Kür auf ein positives Echo.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Von der Straße aufs Binnenschiff oder auf die Schiene: Klumpp + Müller gilt als größter Logistikspezialist am Oberrhein.
    21.04.2021
    Der starke Partner für sämtliche Logistikprojekte
    Der Kehler Hafen gilt als Warenumschlagplatz der Oberrheinregion: Heimat der Klumpp + Müller GmbH und Co. KG. Die Spezialisten schicken täglich Tausende Lastwagenladungen auf Schiene und Wasser in alle Länder Europas.  
  • Ines Grimm und Julian Schrader begrüßen ihre Kunden im freundlichen Ladengeschäft in der Acherner Hauptstraße.
    16.04.2021
    hörStudio Schrader in Achern: Inhabergeführt, modern und unabhängig
    Hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen: Jeder der fünf Sinne sorgt für viel Lebensqualität. Besonders das Hören ist elementar. Lässt es nach, ist das meist ein schleichender Prozess und kann ein Weg in die Einsamkeit sein. Wenn das Hörvermögen Unterstützung benötigt, helfen die Experten des...
  • azemos-Firmensitz in Offenburg im Senator-Burda-Park/BIZZ.
    15.04.2021
    azemos Newsroom: Hintergründe zu Börse, Finanzpolitik und die Arbeit von Experten
    Die Pandemie hat die Welt fest im Griff. Allein die Börsen scheinen „Inseln der Glückseligen“ zu sein. Drohen neue Blasen? Im Newsroom klärt die azemos vermögensmanagement gmbh auf.
  • Patrick Kriegel ist Steuerberater und Geschäftsführer.
    14.04.2021
    Steuerberatungsgesellschaft Patrick Kriegel GmbH: Die aktiven Berater und Gestalter
    Die Kanzlei wurde vor 14 Jahren gegründet und besteht mittlerweile aus einem 25-köpfigen Team, das die Mandanten in allen Themen rund ums Steuerrecht und darüber hinaus unterstützt. Im Vordergrund stehen die individuelle Betreuung und Beratung der Mandanten. Dies ist die Philosophie der Kanzlei.