Dialog der Acherner Stadtverwaltung

Städtische Mitarbeiter zum Frühstück bei OB Muttach

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red/hei
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26. April 2019
OB Klaus Muttach (Mitte) hatte zum Mitarbeiterdialog eingeladen.

OB Klaus Muttach (Mitte) hatte zum Mitarbeiterdialog eingeladen. ©Stadtverwaltung

Bei der Stadtverwaltung Achern gibt es jedes halbe Jahr einen Mitarbeiterdialog. Schon zum dritten Mal stellte sich OB Klaus Muttach acht städtischen Mitarbeitern im Gespräch.

»Bei der Stadt Achern ist jeder Mitarbeiter wichtig und jede Arbeit wertvoll. Deshalb suche ich neben den üblichen Arbeitsbesprechungen oder auch geselligen Anlässen wie Weihnachtsfeier oder Betriebsausflug das Gespräch mit den Beschäftigten aus allen Bereichen«, so Oberbürgermeister Klaus Muttach beim dritten Mitarbeiterdialog.

Dieses Format des besonderen Gedankenaustauschs hat der Oberbürgermeister vor einem Jahr eingeführt und lädt dazu im Halbjahresrhythmus ein, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Bei einem guten Frühstück besprechen die eingeladenen Mitarbeiter zwanglos untereinander und mit dem OB ihre Arbeitssituation, tragen Wünsche vor und geben Anregungen, heißt es weiter. 

Die Namen aller 460 städtischen Bediensteten sind in einer großen Lostrommel, acht Namen werden von einem Auszubildenden gezogen. So ergibt sich eine bunte Mischung aus langjährigen Mitarbeitern bis hin zu Neulingen. Dieses Mal war ein Hausmeister ebenso dabei wie ein Bauhofmitarbeiter, eine für Kindertageseinrichtungen wie auch für die Leichenhalle zuständige Raumpflegerin, eine Erzieherin sowie Verwaltungsmitarbeiter vom Bauhof, einer Ortsverwaltung, der Stadtplanung und der Finanzverwaltung.  

Manches hat sich in den vergangenen Jahren verändert, wissen beispielsweise Gabriele Bohnert von der Verwaltung im Bauhof und Jurij Pigalew zu berichten. Früher haben die Menschen eher noch das eine oder andere selbst im öffentlichen Bereich in Ordnung gebracht, heute geht der Griff schneller zum Telefon mit einem Anruf im Bauhof. 

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Und leider lassen heute Menschen in öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Sanitäranlagen in einem Zustand zurück, der von wenig Rücksichtnahme und Wertschätzung gerade gegenüber Reinigungskräften zeugt, berichtet Ulrike Maxim von ihrer Arbeit als Raumpflegerin. Für Ruth Stech ist Erzieherin mit der spannenden Arbeit mit Kindern nach wie vor ein wunderschöner Beruf, allerdings finden sich heute in einem Kindergarten schon einmal 15 verschiedene Sprachen wieder, weshalb die Vermittlung von Sprachkompetenz eine Aufgabe ist, die es noch vor 20 Jahren in dieser Form nicht gab.

Spannende Arbeit

Jessica Faißt ist erst seit wenigen Monaten bei der Stadtverwaltung, plant aktuell verschiedene Baugebiete in den Stadtteilen von Achern und ist erstaunt, dass offensichtlich die Mentalität der Menschen selbst zwischen den verschiedenen Stadtteilen unterschiedlich ist, was die Arbeit interessant und spannend macht. Dies bestätigt auch Heike Hensel, die früher in der Ortsverwaltung Wagshurst tätig war und seit ihrer Rückkehr aus der Elternzeit vor wenigen Monaten in die Ortsverwaltung Sasbachried wechselte. Das Aggressionspotenzial mancher Bürger erlebt man selbst im Fachbereich Finanzen, wenn sich beispielsweise ein Bürger über den Grundsteuerbescheid furchtbar aufregt, weiß Melanie Roß zu berichten. 

Gerade aber auch ein korrekter Umgang mit den Anliegen, Geduld beim Erklären von Möglichkeiten und Grenzen der Leistungen einer Stadt oder auch konkrete Dienstleistungen werden aber auch oft von den Bürgern der Stadt geschätzt und gewürdigt, freuten sich die Acherner Beschäftigten. 

Die Gelegenheit des direkten Gesprächs mit dem OB wurde auch genutzt, um das ein oder andere Anliegen persönlich oder auch von einem Kollegen vorzutragen, heißt es in der Pressemitteilung. 

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