Aktion der Biomusterregion

Staffellauf feiert seine Premiere im Renchtal

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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21. April 2021
Frank Späth übergab den Staffelstab an Sylvie Mayer im Beisein von Regine C. Henschel und Oberbürgermeister Matthias Braun (rechts).

Frank Späth übergab den Staffelstab an Sylvie Mayer im Beisein von Regine C. Henschel und Oberbürgermeister Matthias Braun (rechts). ©Peter Meier

Die erfolgreiche Aktion der Biomusterregion Mittelbaden macht in Oberkirch Station, dessen Stadtverwaltung mit ihrer frühen Initiative einen wichtigen Grundstein zur Gründung legte.

Eine der jüngsten von 14 Biomusterregion in Baden-Württemberg ist die Region „Mittelbaden +“, sie wurde vom Ministerium für den Ländlichen Raum im Dezember genehmigt. Sie umfasst die Landkreise Rastatt und den Ortenaukreis sowie den Stadtkreis Baden-Baden, das „+“ im Namen steht dafür, dass auch ökologische Aktivitäten und Projekte im Elsass einbezogen werden. Als eine der Aktivitäten haben die Initiativgruppe Bioregion-Mittelbaden und der Freundeskreis Natuviva den „Staffellauf der Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen. Die fünfte Station in der Ortenau war die Ölmühle Walz in Oberkirch. Über den Biohof Späth in Achern-Wagshurst kam der Staffelstab nun auch erstmals ins Renchtal.

Bio-Wein für den OB

Auftakt war vergangene Woche auf dem Wochenmarkt in Oberkirch, wo Frank und Katharina Späth mit ihren Bio-Produkten vertreten sind. Das Staffelholz wurde von dort von Frank Späth per Fahrrad vom Markt aus zur Ölmühle Walz getragen und an Sylvie Mayer übergeben, die diese Mühle mit ihrem Bruder Jochen Hättig betreibt. „Wir sehen uns als Verantwortungsgemeinschaft für den ökologischen und nachhaltigen Landbau und für die entsprechende Nutzung unserer regionalen Produkte“, betonte Raphaela Riedmiller-Kuttnick-Wicht, Mitglied der Initiativgruppe für die Biomusterregion. Sie hieß auch Oberbürgermeister Matthias Braun willkommen, ebenso Anschi Waldschütz-Hetzel und Wolfgang Hetzel als Stifter-Betreuer. Dieser machte deutlich, dass die Stadt Oberkirch als eine der ersten Gemeinden die Initiative als Stifter unterstützte und damit zur Gründung der Musterregion entscheidend beitrug.

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Verbunden mit Worten der Anerkennung überreichte er Braun eine Flasche Bio-Wein des Weinguts Liebich in Sinzheim-Ebenung. Helga Decker vom Demeter-Hof Bühl-Weitenung als Mitbegründerin der BMR „Mittelbaden+“ bezeichnete die Ölmühle als „Juwel“ im Hinblick auf Regionalität und Nachhaltigkeit, aber auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit dem Elsass. In seinem Grußwort dankte OB Matthias Braun den Teilnehmern der Veranstaltung für ihren Einsatz für die Biomodellregion und war vom Erfolg dieses Projekts überzeugt.
Die Ölmühle Walz bezeichnete er als Sympathieträger weit über die Region hinaus. Mit Regine C. Henschel und Jochen Morlock stießen zwei der Initiatoren dieses Staffellaufs zu der Gruppe dazu.

Geführt von Sylvie Mayer folgte eine Besichtigung der Anlage, die in Verbindung von traditioneller handwerklicher Ölpressung mit zeitgemäßer Technik und Nachhaltigkeit eine schonende Ölgewinnung mit bester Qualität ermöglicht. Gezeigt wurden die über hundert Jahre alten hydraulischen Pressen, die noch heute in den Produktionsablauf integriert sind und durch die Kraft des Wasserrads mit fünf Metern Durchmesser betrieben werden. Auch der benötigte Strom wird mit dem Wasserrad erzeugt. Je nach Wasserstand des Mühlbachs können über 90 Prozent des Energiebedarfs so gedeckt werden. Die Wärme, die für das Vorwärmen der Saaten benötigt wird, erzeugt ein Blockheizkraftwerk und kann so seit 2006 mit modernster Heizungstechnik individuell eingestellt werden.

Mayer machte deutlich, dass durch die handwerklich traditionelle Kaltpressung die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe erhalten bleiben und berichtete auch vom Walnussöl Dafür kommen Kunden aus Baden und dem Elsass, um ihre Walnusskerne zu bringen.

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