OB Muttach erklärt sich bei Seniorenfeier

Startet der Krankenhausbau in Achern bereits im Jahr 2024?

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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15. Dezember 2018

(Bild 1/2) Allein im Wald unter Bäumen und Sternen sitzt das Sterntaler-Kind, bevor es für sein großes Herz belohnt wird. Die Grundschüler der Antoniusschule sangen und spielten das Märchen der Brüder Grimm beim Seniorennachmittag zeitgemäß und berührend. ©Michaela Gabriel

Viel Musik, bezaubernde Auftritte von Kindergarten- und Schulkindern und ein bisschen Magie gab es bei der Adventsfeier für die Oberacherner Senioren am Donnerstag. Dazu gab es wichtlge Neuigkeiten vom Klinikbau in Achern. 
 

Die Stadtverwaltung hatte die Senioren in die Festhalle Oberachern eingeladen und bewirtete mit Kaffee, Torte, Kuchen und Wein.

Rund 200 Oberacherner ab 75 Jahren folgten der Einladung und verbrachten mehr als drei unbeschwerte Stunden bei guter Unterhaltung. Eine von ihnen feierte in diesem Rahmen ihren 82. Geburtstag. Oberbürgermeister Klaus Muttach stellte fest, dass in der Welt viel aus dem Lot geraten sei, es uns in Deutschland aber »ziemlich gut« gehe. Er wünschte den älteren Mitbürgern Gesundheit und eine gutes neues Jahr.

Für Oberachern sei 2018 ein ereignisreiches Jahr gewesen, so Muttach. Er erinnerte an die Sanierung des Wasser-Hochbehälters am Bienenbuckel für mehr als eine Million Euro und an die Verkehrsfreigabe für den neuen Kreisverkehr und die Oberacherner Straße. Der Ort habe sich durch die Umgestaltungen seit 2012 stark verändert. Nun sollte es auch auf dem Areal Lott bald voran­gehen.

Seit Donnerstag seien die Verhandlungen mit dem Ortenaukreis für den Neubau eines Krankenhauses in Achern abgeschlossen, verkündete das Stadtoberhaupt. Man habe einen fertigen Vertragsentwurf in der Tasche, der 2019 im Kreistag und im Gemeinderat beraten werden könne. Damit sei man weiter als die Stadt Offenburg, die ebenfalls ein neues Klinikum bekommen soll. Er hoffe, dass der Bau in Achern 2024 starten könne.

»Viele gute Dinge«

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Der katholische Pfarrer Martin Karl sprach zum letzten Mal im Rahmen dieser Feier zu den Oberacherner Senioren und überbrachte Grüße auch von der evangelischen Gemeinde. 2019 wechselt er in eine kleine katholische Gemeinde im Dekanat Wiesental in Südbaden (wir berichteten). Er wolle eigene Verantwortung tragen und möglichst alle beim Namen kennen lernen. Den Weggang bedauere er auch ein Stück weit. In der Kirchengemeinde Achern gebe »so viele gute Dinge und gute Leute«. Er erfreute die Oberacherner mit der hintergründigen Geschichte von Max Bolliger »Ich bin gerettet.«

Eine auf Achern und Ober­achern zugeschnittene Adventsgeschichte trug Stadtrat Bernhard Keller vor. Darin kamen Acherner Geschäfte und alte Oberacherner Originale sowie Weihnachtsbräuche von früher vor. Für gute Unterhaltung zu Beginn und während der Kaffeezeit sorgte die Seniorenkapelle Oberachern unter der Leitung von Peter Hund.

Nicht ganz freiwillig wurde Bürgermeister Dietmar Stiefel zu einem Höhepunkt des Programms. Der als Meister von Harry Potter angekündigte Monsieur Martinique holte ihn auf die Bühne und machte ihn mittels einer Luftballon-Krone zum Häuptling. 
Dabei schaute er mehrmals zu ihm auf und staunte: »Mein Gott, ist der groß!« Auch Pfarrer Karl und Stadträtin Rosa Karcher gingen dem Unterhaltungskünstler zur Hand. Mit Susanne Wittlage geriet er an eine weitere große Person. Sie trug den Senioren nach der Zauberei noch eine Geschichte vor.

Kinder der gelben und grünen Gruppe der Kita St. Stefan unter der Leitung von Sabine Halili sangen von einem »Hauch von Heimlichkeit«, der im Advent der Luft liegt. Sie trugen im Chor ein Gedicht und ein bezauberndes Lied von der schönen Laterne vor, die verträumt tanzt. Bei »Oh Tannenbaum« und »Ihr Kinderlein kommet« gab es Gelegenheit zum Mitsingen. 

Grundschüler der Antoniusschule unter der Leitung von  Brigitte Schwarz-Fleury beeindruckten mit dem gesungenen und gespielten Märchen »Sterntaler«. Eine fröhliche Sportgruppe unter der Leitung von Sandra Bosselmann führte vor, was Zumba ist. Nach ihrem Tanz setzte die Seniorenkapelle den Schlusspunkt unter das gelungene Programm, das Sabine Sauer und Bettina Huber organisiert hatten.

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