Bekannter Maler

SWR dreht in Sasbachwalden zum »Grindemoler« Otto Eckart

Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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20. Oktober 2018

Der »Grindemoler« Otto Eckert sen. »erzählt« eine Gipfel-Geschichte, die in der SWR-Doku zu sehen ist – hier das Kamerateam an dem Platz, von dem aus Otto Eckert den Glöckelshof malte (von links): Harold Woetzel, Otto Eckert junior, Valentin Doll und Detlef Koßmann. ©Roland Spether

Wer war der bekannte Grindemoler« Otto Eckart senior? Dieser Frage ging ein Team des SWR-Fernsehen in Sasbachwalden nach. Dabei hatte auch der ehemalige Bürgermeister Valentin Doll einiges zu berichten.
 

»Wie viele 1000er Gipfel gibt es im Schwarzwald?« Eine interessante Frage, die der SWR-Redakteur Harold Woetzel dem früheren Bürgermeister Valentin Doll und Otto Eckert junior, dem Sohn des bekannten »Grindemolers« Otto Eckert senior beim Glöckelshof auf der Brandmatt stellte. Ob Harold Woetzel selbst die Gipfel zählte, hat er nicht verraten. Wohl aber, dass einige der 102 Schwarzwald-Gipfel mit 1000 Metern Höhe eine Hauptrolle in seiner mehrteiligen Dokumentation spielen, die 2019 ausgestrahlt werden soll. 

»Unter jedem Gipfel steckt eine Geschichte«, meinte er in Abwandlung des Heinrich-Heine-Wortes »Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte« und diese Tatsache wird ein wichtiges Element der Fernseh-Doku über Gipfel wie Feldberg, Kniebis, Herzogenhorn, Seebruck, Schauinsland und Hornisgrinde sein. »Wir wollen Geschichten von Gipfeln und Menschen erzählen«, meinte Harold Woetzel, der mit Detlef Koßmann an drei Drehorten Aufnahmen machte. Es waren dies der Gedenkstein für Otto Eckert auf der »Grinde« und der Glöckelshof von Rosemarie und Valentin Doll. Auch ein Besuch bei Willy Scheurer vom Kunstverein Conrad Kayser und dessen Eckert-Bildern stand auf dem Drehplan.  

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Freie Natur als Atelier 

Über eine Recherche wurde Harold Woetzel auf den »Grindemoler« aufmerksam. Dessen »Atelier« war die freie Natur. An einem seiner Lieblingsplätze mit Blick auf den Biberkessel hat der Kunstverein Conrad Kayser 2017 mit der Gemeinde einen Gedenkstein errichtet, an dem Aufnahmen gemacht wurden und Otto Eckert und Valentin Doll über den Maler und dessen Liebe zum Schwarzwald erzählten. 

Er war ein sportlicher Typ und ein richtiger Naturbursche, der fast nie krank wurde, der aber mit seiner Kunst die Familie mit sechs Kindern kaum ernähren konnte. So arbeitete er als medizinischer Bademeister in den Kurkliniken Wagner in Sasbachwalden. Seine große Liebe gehörte aber der Malerei und so entstanden viele Bilder wie der Mühlbach bei Großweier und der Blick vom Bienenbuckel auf Kappelrodeck. Eine Auftragsarbeit war der Glöckelshof und Valentin Doll hatte viel zu erzählen über das Bild, das »Brandmatter Tessin« und den Hof, der 1814 real durch die Geschwister Andreas Lehmann und Brigitta Lehmann (Heirat am gleichen Tag) geteilt wurde und von dem heute immer noch um 11 Uhr die Glocke läutet.  

Zur Person

Otto Eckart senior

Otto Eckert
Der »Grindemoler« wurde am 7. Februar 1898 in Eriskirch am Bodensee geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Graveur, Ziseleur und Modeleur in Esslingen. Mit 18 Jahren wurde er eingezogen und erlebte im Baltikum die Schrecken des Krieges. Danach besuchte er von 1920 bis 1923 die Kunstschulen in München und Ulm. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung bei den bekannten »Lehrherren« Hermann Dischler und Léo Schnug. 
1924 lernte er persönlich und künstlerisch die Hornisgrinde kennen und lieben. Während des Zweiten Krieges musste er 1942 nach Russland und es entstanden an der Front Zeichnungen und Aquarelle von den Menschen und deren Leben. 1945 floh er aus der russischen Gefangenschaft und gelangte zu Fuß nach Hamburg.
Ab 1948 bis zu seinem Tod am 3. August 1980 arbeitete er in Achern als Maler und Grafiker. Er restaurierte auch die Altarbilder von Gamshurst, Lauf und Lautenbach. sp

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