Vortrag bei der SPD

Thema »Fairer Umgang am Arbeitsplatz«

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
17. März 2018
Rechtsanwalt Michael Wirlitsch (Konstanz). Mediator Patrik Schneider und Moderator Bastian Kloiber bei der Veranstaltung der SPD.

Rechtsanwalt Michael Wirlitsch (Konstanz). Mediator Patrik Schneider und Moderator Bastian Kloiber bei der Veranstaltung der SPD. ©Regina de Rossi

 Mit dem Thema »Fairer Umgang am Arbeitsplatz« setzte die SPD Achern die Reihe »Zukunft unserer Arbeit« fort. In der Gaststätte Zur Hoffnung hatten sich neben eigenen Mitgliedern zahlreiche Interessenten aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen eingefunden. 
 

Patrik Schneider, ausgebildeter Mediator, konnte den  Konstanzer Fachanwalt für Arbeitsrecht, Michael Wirlitsch,  für diese Veranstaltung gewinnen. Michael Wirlitsch erläuterte das Thema aus juristischer Sicht. Fairer Umgang am Arbeitsplatz bedürfe daher der Einhaltung zwingender Gesetze als Grundvoraussetzung.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit sei im Paragraph   2, Absatz 1, des Betriebsverfassungsgesetzes definiert. Anständiger Umgang untereinander, persönliche Wertschätzung und Sensibilisierung des Führungspersonals sei unabdingbar. Ein Betriebsrat sei eine gute Möglichkeit, auf Grundlagen des Arbeitsrechtes aufzubauen. Dabei sei ein Betriebsrat nicht ausschließlich Vertreter von Arbeitsnehmerinteressen. Es gehe immer um das Wohl des ­Arbeitnehmers und des Betriebes.

Fairer Umgang

»In Konzernen gehören sie zwischenzeitlich zum guten Ton«, so Patrik Schneider, »die Compliance,  Vereinbarungen, die den Willen zum fairen Umgang am Arbeitsplatz als Bestandteil der Unternehmenskultur nach innen und außen dokumentieren«. 

- Anzeige -

Eine Vorstellungsrunde machte deutlich, wie es in Wirklichkeit in vielen Arbeitsbereichen aussieht. Man unterschreibe diese Vereinbarungen bei Betriebsantritt, doch fehle allein ein Konfliktbewusstsein in manchen Betrieben. Schnell steht zudem das Thema Mobbing im Raum und dies seitens der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber. »Ellenbogendenken und Mobbing sind nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem, das ungelöst – neben der Gesundheit der Arbeitnehmer – auch Milliardenverluste als Löcher betriebswirtschaftlich in den Bilanzen erzeugen und unnötig verschlingen«, so der erfahrene Wirtschaftsmediator. 

Auch volkswirtschaftlich treffe es die Gesellschaft, wenn Menschen durch Erkrankungen die Sozialkassen belasten. Männer, so erfährt man,  mobben laut Umfrage deutlich mehr als Frauen. Diese würden einfach mehr reden und im Reden loslassen, erörtern und somit vieles lösen. Gesprächsbereitschaft, Wertschätzung des Einzelnen, Konflikte rechtzeitig erkennen, das sind Lösungsansätze aus der Wirtschaftspsychologie. Auch in den Schulen. 

Mediation in der Schule

Hier berichtete die Jugendgemeinderätin Ines Nüssel von Möglichkeiten der Mediation in den Schulen, der Vertrauenspersonen und Begleiter in älteren Schülern etwa. In der Wirtschaft wurde eine Stufenkonfliktberatung erstellt, spezielle Konfliktberatungen am Telefon angeboten, doch wird im regen Austausch der Anwesenden klar, letztendlich liegt es an der Führungskraft, Konflikten entgegen zu steuern und durch Wertschätzung jedes einzelnen Mitarbeiters Vertrauen zu schaffen.

Die Reihe »Zukunft unserer Arbeit« wird am 12. April mit dem Thema »Frau und Arbeit« im Festsaal der Illenau fortgesetzt. Dazu ist die SPD-Vorsitzende Baden-Wüttembergs Leni Breymeier eingeladen.

Kommentare

Damit Sie Kommentare zu diesem Artikel lesen können, loggen Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten ein.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Ein erheblicher Platzmangel herrscht im Freistetter Kindergarten Schwimmbadstraße (Foto). Die Stadt löst das Problem durch die Aufstellung einer Containeranlage.
Freistett
vor 1 Stunde
Rheinau setzt bei der Erweiterung des Kindergartens Schwimmbadstraße in Freistett auf eine Containerlösung. Das Raumklima soll darunter nicht leiden.
Franziska Müller von der Acherner Bürgerinitiative (rechts) übergab am Donnerstag vor der Sitzung des Krankenhausausschusses in Offenburg 26 000 Unterschriften für den Erhalt des Acherner Klinikums an die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen (von links): Landrat Frank Scherer, Klaus Muttach (CDU), Günter Gorecky (SPD), Alfred Baum (Grüne), Jürgen Nowak (Freie Wähler) und Christian Keller, Geschäftsführer der Ortenau-Kliniken.
Neubau des Acherner Krankenhauses?
vor 2 Stunden
OB Klaus Muttach nimmt Stellung zum Strukturgutachten von Lohfert & Lohfert und zur Zukunft des Acherner Klinikums. Er glaubt, dass es sehr gute Argumente gibt, in Achern auf das Krankenhaus zu setzen, vielleicht sogar auf einen Neubau.
Polizei-Bilanz 2017
vor 3 Stunden
Die Anzahl der Delikte im Polizeirevier Achern-Oberkirch nahm 2017 um über neun Prozent ab. Die mit Abstand meisten Straftaten im Polizeirevier registrierte die Polizei wieder in Achern.  
Die Kreuzung Untere Grendelstraße/Appenweierer Straße in Oberkirch soll verschmälert werden.
Kreuzung wird zurückgebaut
vor 6 Stunden
 Mehr Platz will die Stadt in der Unteren Grendelstraße schaffen. Möglich machen soll es die Umgestaltung der Kreuzung mit der Appenweierer Straße. Profitieren sollen Fußgänger und Parkplatzsucher.  
Gemeinderatssitzung
vor 9 Stunden
Die aktuelle Verkehrssituation mit der Vollsperrung im Bereich der südlichen Hauptstraße, die der Neubau der Rench- und Mühlbachbrücke erforderlich macht, war ein Schwerpunktthema in der Gemeinderatssitzung am Montag.
Polizeistatistik 2017
vor 15 Stunden
Die Polizei verzeichnete im Jahr 2017 Erfolge im Kampf gegen Fahrraddiebe. Auch die Zahl der Sachbeschädigungen und der Gewaltdelikte ging zurück. Das zeigt die Statistik, die Revierleiter Guido Kühn gestern im Oberkircher Rathaus vorgelegt hat. Eine Serie verzerrt sie aber noch immer.  
Obwohl dieser Seitenarm der Kronenstraße offiziell eine Sackgasse ist, wird er als Durchgangsstraße genutzt.
Freistetter Kronenstraße
vor 17 Stunden
Weil in einem Seitenarm der Freistetter Kronenstraße eine offizielle Sackgasse als Durchgangsstraße genutzt wird, fordert eine Anwohnerin die Aufstellung eines entsprechenden Verbotsschildes. Jetzt ist das Verkehrsrechtsamt am Zug.
Oberkirch beißt in »sauren Apfel«
vor 17 Stunden
Binnen kürzester Zeit verdoppelt haben sich die Kosten für eine Brückensanierung am Finsterbach zwischen Zusenhofen und Erlach. Der Oberkircher Bau- und Umweltausschuss votierte dennoch für die Arbeiten – auch weil Besserung nicht in Sicht ist.  
Dieser kleine Hause hat aber gar keine Angst vor Zauberer Kotzmotz: Das Theater Radelrutsch zeigte am Dienstag in der Illenau eine märchenhafte Geschichte.
Kindertheater in Achern
vor 17 Stunden
In zwei mitreißenden Aufführungen verfolgten am Dienstag im Festsaal der Illenau in Achern vor allem Kinder die erwärmende Geschichte von Zauberer Kotzmotz. Der grimmige Mann lernt einiges, die Kinder auch.
Ist der Kunstrasenplatz in Fautenbach nun für alle nutzbar oder nicht? Darüber debattierte der Ortschaftsrat.
Debatte im Ortschaftsrat
vor 17 Stunden
Am Dienstag entwickelte sich eine heftigere Diskussion im Fautenbacher Ortschaftsrat. Es ging darum, ob der Kunstrasenplatz allen offen steht.
Ein kritischer Zeitgenosse aus dem Schwabenländle: Eckard Grauer alias Leibssle gastierte am Freitagabend im Frei- stetter »Ku-Stall«.
Schwäbische Weisheiten
vor 17 Stunden
Er kommt aus dem Schwabenländle und weiß Bescheid: Eckhard Grauer gab auf der Ku-Stall-Bühne Lebensweisheiten zum Besten. Und das offensichtlich ziemlich gut, denn das schwäbische Kabarett fanden auch die Badener gut.
Menschenrettung stand bei der Feuerwehrübung in Nußbach im Vordergrund.
Oberkircher Abteilungen
vor 17 Stunden
Ein interessantes Übungsobjekt hatte sich die Feuerwehr Nußbach für ihre Frühjahrshauptübung am Samstagnachmittag herausgesucht. In einem Brennhaus im eng bebauten  Bereich im Ortskern hatte sich der Annahme zufolge eine Verpuffung ereignet, zwei Personen wurden als vermisst gemeldet.