Hobby-Brauer

Thomas Bäuerle aus Lauf ist Hobby-Brauer

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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04. Mai 2021
Baut seinen Hopfen selbst an: Thomas Bäuerle.

Baut seinen Hopfen selbst an: Thomas Bäuerle. ©Michaela Gabriel

Thomas Bäuerle hat sich in Lauf unter die Brauer begeben. Seine Erzeugnisse aus Hopfen und Malz sind zwischenzeitlich mit Preisen dekoriert und auch in anderen Teilen der Region erhältlich.

Knapp drei Jahre nach dem Start seiner kleinen Brauerei ist Thomas Bäuerle aus Lauf um viele Erfahrungen reicher. Und auch schon reich dekoriert: Zwei Preise waren bereits Lohn seiner nebenberuflichen Anstrengungen. In die Gewinnzone zu kommen, fällt zwar in der Pandemie schwer, doch das ändert nichts an der Liebe der ganzen Familie zu handgemachtem Bier.

In Lauf, in Bühl und in Lahr sind die Erzeugnisse des Laufer Familienunternehmens inzwischen erhältlich. Thomas Bäuerle braut sie und füllt sie ab, seine Frau Helga Bäuerle und die Kinder Anna und Johannes sorgen für Etiketten und Marketing. Auch im Kinzigtal hat schon mancher das besondere Bier aus dem Laufbachtal entdeckt. Es wird in der Marktscheune Berghaupten als Spezialität der Region angeboten.

Brauwerkstatt Bäuerle

Vom reinen Braubetrieb, der seine Erzeugnisse direkt vertreibt und auf Festen im eigenen Dorf anbietet, hat sich die Brauwerkstatt Bäuerle inzwischen weiterentwickelt. Investiert wurde in eine Ausrüstung, um das Bier im Außenbereich des Braukellers am ehemaligen Gasthaus „Glashütte“ ausschenken zu können und um sich bei Verkostungen und anderen Veranstaltungen präsentieren zu können. Dazu gab es 2020 einen finanziellen Zuschuss aus dem Regionalbudget der Leader-Kulisse Mittelbaden.
2020 bewarb sich Bäuerle erstmals um eine Auszeichnung bei der European Beer Challenge in London. Dort fand man seine Kreation „Hopfen. Honig. Heiterkeit” besonders gut und verlieh ihr eine Goldmedaille. Weil sie mit Honig verfeinert ist, nennt der Brauer sie nicht Bier, sondern „Fisimatente”, was so viel wie Flausen oder Faxen bedeutet. Es sind die kleinen Experimente, die dafür sorgen, dass das Brauen für den Diplom-Betriebswirt spannend bleibt.

Weiches Wasser

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Entstanden ist die Brauwerkstatt aus seinem Hobby. 2010 fing Thomas Bäuerle zusammen mit Bekannten an, zu brauen. Eine Brauereibesichtigung hatte ihnen Lust dazu gemacht. Inzwischen sind seine Kontakte zu „Genussmenschen”, wie er sagt, und in die Brauerszene sehr gut: „Da gibt es kein Konkurrenzdenken. Man hilft sich.”
Eine Besonderheit seiner Biere ist das ungewöhnlich weiche Wasser, das aus dem Spitzbuckel-Quelle im Laufer Ortsteil Glashütte sprudelt. Nach ihr hat der Brauer seine Werkstatt benannt.

Und dann ist da noch seine Leidenschaft für Hopfen. „Ich liebe Hopfen!”, sagt er und hopft seine Erzeugnisse großzügig. Um die Vielfalt an Hopfensorten zu zeigen, hat der 57-Jährige am Fuß des Spitzbuckels neben der Brauwerkstatt einen Hopfengarten angelegt. Zwölf Sorten wachsen hier in den Himmel. Aus ihren Dolden macht er einmal im Jahr ein Grünhopfen-Pils: „Das ist ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.”
Eine kräftige Malznote hat der im Hauptberuf als Projektmanager und Berater tätige Laufer seinem neuen Hellen Bockbier gegeben. Mit einem Alkoholanteil von 6,6 Prozent ist es sehr gehaltvoll. Bei der Frankfurt International Trophy wurde es kürzlich zusammen mit 700 anderen Biere bewertet und erreichte in der Kategorie „Lagerbier German Style Heller Bock” das beste Ergebnis: „Grand Gold”.

„Wir freuen uns riesig. Das ist für uns Bestätigung und Motivation”, kommentiert Thomas Bäuerle dieses Ergebnis. Besondere Freude hat der Brauer daran, Menschen von seinem Bier zu überzeugen, die eigentlich kein Bier trinken. Man könne es genauso genießen wie einen guten Wein, erklärt er ihnen.

Neben dem preisgekrönten hellen Bockbier hat er neu auch ein leichtes Bier für den Sommer mit 3,5 Prozent Alkohol kreiert. Gelegenheit zum Probieren gibt es beim ersten Online-Genussabend in Zusammenarbeit mit dem Feinkostladen „Dreikäsehoch“ in Bühl, der am 22. Mai stattfindet.

Internet: www.spitzbuckel.beer

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