Die Ortsoberhäupter hielten Versprechen und stiegen hinab in den Narrenkeller

Top-Auftritte bei "Abbewihr im Narrenspiegel"

Autor: 
Stephanie Rohn
Lesezeit 3 Minuten
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05. Februar 2018
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(Bild 1/7) Die Ortsoberhäupter Wendel, Manuel und Klaus (von links) stiegen hinab in den Narrenkeller. ©Stephanie Rohn

Mit dem Brauchtumsabend »Abbewihr im Narrenspiegel«  fiel am Samstag der Starschuss für die Dorffasent in Appenweier. In der Schwarzwaldhalle wurde charmanter Witz und Dorftratsch vom Feinsten serviert. 

 »Schon in den letzten Wochen haben wir Appenweier auf Umzügen vertreten, aber jetzt freuen wir uns besonders, zu Hause loszulegen«, begrüßte Zunftmeister Marc Huber die Gäste. Gemeinsam mit Jan Wiedemer führte er durch das dreieinhalbstündige Programm.
Ihr Versprechen vom vergangenen Jahr mit Bravour eingelöst, das hatten die drei Ortsoberhäupter. Manuel (Tabor), Wendel (Huschle) und Klaus (Sauer) stiegen gemeinsam in die Bütt bzw. in den Ratskeller und ließen ihre »Untertanen« an einer Sitzung teilhaben. Dabei ging es um die badische Weinprinzessin aus Urloffen, »wo doch gar kein Rebstock wächst«, um die Lösung des Parkproblems mit dem »fleißigen Bienchen« Gemeindemitarbeiter Bernd Hummel oder aber um die Überlegung, das Klinikum Offenburg »uf Appewier« zu verlegen. Nicht nur mit ihren Sprechbeiträgen, sondern auch musikalisch überzeugten die drei mit ihrem Song: »Wir sind die drei von Abbewihr«.

»Decker-Tratsch«

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Weitere Highlights des politischen Jahres präsentierten die Alde-Damen beim Edeka-Decker-Tratsch. So sinnierte man beispielsweise über das neue Nesselrieder Feuerwehrauto, das nicht in die Garage passte oder aber über die armen Oberkircher, die nach Appenweier müssen, um im Drogeriemarkt einkaufen zu können. 
Die beiden Sandwängst Martin und Sandra luden wieder zu einem Wettbewerb ein. Diesmal in den australischen Dschungel bei »Ich bin ein Urloffer, holt mich hier raus«. Die auserwählten Camper waren keine Geringeren als die drei Zunftmeister aus dem Meerrettichdorf. Oberzunftmeister Sascha Nico Hartmann, der Meerrettichdämonen machte den Anfang. Souverän meisterte er einen Gardetanz. Auch Claudia Michel, Chefin der Zimmeria Hornussia, bekam einen Stern, nachdem sie drei Kostüme mit verbundenen Augen ertastet hatte. Narrenkönig, ermittelt durch den Applaus der Zuschauer, wurde aber Joel Belmonte. Der Vertreter der jüngsten Urloffener Zunft »Stongebach-Hopser«  überzeugte durch seine Performance.
Das Ehepaar Anette und Wendelin Huschle ließ das Publikum an ihrem in Reim verfassten Streitgespräch teilhaben. Mit den Weisheiten: »Scheidung kommt für mich nicht in Frage, ich gönn dir doch nicht noch ein paar schöne Jahre«, oder »Muffin-Jeans, Hosen, bei denen der Teig über das Bündchen geht«, strapazierten die beiden die Lachmuskeln der Zuhörer. Tödliche Weisheiten brachten die vier Damen Doris, Angela, Christine und Inge zu Gehör. In ihrem Lied »Wir sind wiedermal zu haben« verrieten sie, wie sie ihre Männer zur Strecke gebracht haben.

»Sister Act«

Auch tänzerisch wurde einiges geboten. Während die Hornussen einen Showtanz präsentierten und die Jugend der Sandwangst erstmals einen Tanz im Häs auf die Bühne brachte, entführten die großen Sandwängst die Gäste in die Steinzeit zu den Flintstones und in den Film »Sister Act«.
Die Sandwangstmänner performten mit Ganzkörperanzug und Krönchen zu „Guten Morgen, Sonnenschein“. Einen Ausschnitt aus ihrem jüngst aufgeführten Musical „König der Löwen“ zeigte die Einrad-Gruppe des TVA.

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05.02.2018
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