Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Top-Bewertung für Ulm: Rang eins

Autor: 
Kerstin Handsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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12. Oktober 2017

Ende September hatte die Bewertungskommission vom Kreisentscheid »Unser Dorf hat Zukunft« Ulm besucht und offenbar einen sehr guten Eindruck gewonnen, sodass dem Ort nun ein 1. Preis verliehen wurde. ©Peter Meier

Ulm hatte sich neben Schutterzell beim Kreisentscheid des 26. Landeswettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« einer fachkundigen Jury gestellt. Gestern gab das  Landratsamt das Ergebnis bekannt: Die Ulmer bekamen einen 1. Preis.

»Der Renchener Stadtteil Ulm erhielt einen 1. Preis, in Neuried wurde dem Ortsteil Schutterzell ein 2. Preis zugesprochen«, teilte das Landratsamt gestern mit. Ulm werde damit den Ortenaukreis im Landesentscheid 2018 vertreten. Landrat Frank Scherer habe gratuliert und für das vielfältige und nachhaltige Engagement gedankt, mit dem die Dörfer für die Zukunft attraktiv und lebenswert gehalten werden. 

Engagierte Bürger

Während einer zweistündigen Begehung (wir berichteten) hätten die Ortsvorsteher und Bürgermeister zusammen mit engagierten Bürgern ihre Gemeinden der Bewertungskommission ausführlich und  –  ablesbar am Ergebnis – überzeugend präsentiert, heißt es in dem Schreiben des Ortenaukreises weiter. »In Ulm zog das sanierte Rathaus als ortsbildprägendes Gebäude die Blicke auf sich. Gewürdigt wurden aber auch die Anstrengungen der letzten Jahre, das Dorf und die Straßenräume zu gestalten und etliche Projekte mit ehrenamtlichem Engagement zu stemmen. Auch die vielfältigen, ländlichen Hausgärten ebenso wie der Kräutergarten an der Kirche fanden Anerkennung«,  wird Hansjörg Haas von der Beratungsstelle für Obst-, Gartenbau und Landespflege zitiert. 

»Wir sind natürlich stolz darauf, was im Ortsteil Ulm geleistet wird, insbesondere, wie gut das Ehrenamt hier funktioniert«, sagte Bürgermeister Bernd Siefermann auf Anfrage der Acher-Rench-Zeitung   und verwies auf das insgesamt gute Miteinander in der Gesamtstadt.  

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Weiterentwicklung

Der Gemeinderat habe »Unser Dorf hat Zukunft« symbolisch mit einem kleinen Haushaltsansatz von jährlich 5000 Euro, hauptsächlich für ehrenamtliche Aktionen,  unterstützt. Doch damit könne man keinen Wettbewerb gewinnen, so der Bürgermeister, nach dem es nicht darum gehe, dass man einzelne Maßnahmen ergreift und finanziell unterstützt, sondern dass sich der Ort kontinuierlich weiterentwickelt. Bewertet worden seien auch Gesamtzusammenhänge.   »Man sieht ja, dass Ulm seit der Teilnahme 2008 kontinuierlich weitergearbeitet hat«, so Siefermann. So habe man durch die Ausweisung mehrerer Baugebiete etwas für junge Familien getan. Die Wirtschaft sei bei Betriebserweiterungen oder Umsiedelungen unterstützt worden.  »Da hilft natürlich die Gesamtstadt mit«, verwies der Bürgermeister auf einen »ganz wichtigen Punkt« und dass man hier auch weiterhin aktiv sein werde.

Nicht Sinn und Zweck

»Der Erfolg der Ulmer strahlt nach außen, wodurch die Wirkung der Gesamtstadt in positiver Hinsicht steigt«, ist Siefermann überzeugt, fügt allerdings an: »Wir werden jetzt nicht speziell auf den Landeswettbewerb hin Geld einstellen. Das ist auch nicht Sinn und Zweck des Wettbewerbs, sondern man hat die ganze Zeit über diese neun Jahre Ulm  weiterentwickelt, genauso wie Erlach und den Stadtteil Renchen.« 

Allerdings: Die Daumen des Bürgermeisters sind für die weitere Runde »natürlich fest« gedrückt. »Ulm ist sehr gut aufgestellt und hat auch da beste Chancen, ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen. Ich glaube, dass Ulm wiederum ganz vorne mit dabei sein wird«, sagte Bernd Siefermann. 

Stichwort

Der Wettbewerb

»Im Gegensatz zu früheren Wettbewerben ist der Kreiswettbewerb nicht mehr eigenständig, sondern in den Wettbewerb des Regierungsbezirks Freiburg eingebunden«, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts, in der die Bewertungskriterien Leitbild und Entwicklungskonzepte, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung sowie Grüngestaltung und -entwicklung aufgeführt werden. 

Bewertet wurden diese von der Kommission mit Sonja Schuchter, Bürgermeisterin von Sasbachwalden, Rosa Karcher, Präsidentin des Landfrauenverbands Südbaden, Hans-Jürgen Treppe und Hardy Happle, freie Architekten, Andrea Ganter, stellvertretende Leiterin des Amts für Landwirtschaft im Landratsamt Ortenaukreis und Hansjörg Haas, Leiter der Kommission. Begleitet wurden sie von Michael Würth vom Referat Gartenbau im Regierungspräsidium Freiburg, der dort für die Durchführung des Bezirkswettbewerbs verantwortlich ist. 

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