Butschbach-Hesselbach

Trachtenkapelle will Musiker vor Überlastung schützen

Autor: 
Roman Vallendor
Lesezeit 4 Minuten
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26. März 2019

Auf zwei Jahre neu gewählt wurde der Vorstand der Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach (von links): Katharina Sester, Friedrich Sester, Klaus Huber, Joachim Kimmig, Dirigent Torsten Fritsch, Karin Vogt, Lisa-Marie Schwenk, Martin Vogt. © Roman Vallendor

Mit Klaus Huber an der Spitze geht die Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach  in eine weitere zweijährige Amtsperiode. Neu überdacht im Verein wurde die  musikalische Ausrichtung. Dies und die Bündelung der Kräfte waren Thema bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag in der Maieckle-Halle Hesselbach. 
 

»Hinter uns liegt ein arbeitsreiches Jahr. Wir haben alle zusammen  wahnsinnig viel geleistet«, resümierte der Vorsitzende der Trachtenkapelle  Butschbach-Hesselbach, Klaus Huber, im Rückblick.  Erfolgreich wurden die Feste veranstaltet. Mit dem Wetter beim Butschbacher  Straßenfest hatte man richtig Glück. Aus musikalischer Sicht war indessen  eine  »gewissen Unzufriedenheit« zu spüren. Die Auswertung einer anonymen Umfrage im Verein habe ergeben, dass die Belastung der Musiker im Spätjahr  deutlich zu hoch gewesen sei.
Nach dem anstrengenden Butschbacher Straßenfest  habe man  intensive Probearbeit auf das Jahreskonzert im Dezember aufgenommen. Die Konsequenz daraus:  Man verzichtete auf das Jahreskonzert im Dezember und entschied sich für einen  komplett anderen musikalischen Höhepunkt. Die musikalische Änderung wurde zum vollen Erfolg. Unter dem Motto »Musik vereint« konnte die  Jugendkapelle der Trachtenkapelle Butschbach-Hesselbach mit verschiedenen,  teilweise extra für diesen Tag einstudierten Ensembles vor voller  Maiecklehalle glänzen.

Arbeitsgruppen gebildet

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In organisatorischer Hinsicht wurden in der Saison  2018/2019 außerdem grundlegende Dinge überdacht. Um die Musiker bestmöglich vor Überlastung zu schützen, habe man zur Ausrichtung des Butschbacher Straßenfestes Arbeitsgruppen gebildet, um alle Bereiche zu besprechen und  gegebenenfalls zu verbessern. Beispielsweise wurden Bereiche für die Dekoration  umgestaltet oder zusammengelegt. »Wir sind  auf einem guten Weg. Die Rückmeldungen nach unserem ersten Auftritt beim  diesjährigen Patrozinium waren durchweg positiv. Wir können uns richtig auf die Saison freuen«, sagte Huber.
Dirigent Torsten Fritsch wagte einen Blick  über den Tellerrand. »Was machen wir anders als andere Dorfvereine?««, fragte  er in die Runde. Ausschlag gebend sei die sehr gute Jugendabteilung, die  »frisches Blut« und eigenen Nachwuchs in die Kapelle bringe. Hinzu komme ein  Stamm von Musikern, der regelmäßig zur Probe komme. Fritsch verhehlte  allerdings nicht die Veränderungen in unserer Zeit. Konkurrenz beim Üben auf dem Instrument seien die modernen Kommunikationsmedien, die Jugendliche stets  in der Tasche zur Verfügung hätten. Als übergeordnete Aufgabe stellte er fest,  dass der Musikverein Kulturträger sei, und jeder einzelne Musiker dafür sorgen  müsse, dass es den Verein weiterhin gebe. Der Zuhörer müsse in Bann gezogen  werden und man müsse spüren, dass das Musizieren Spaß mache. Voraussetzung sei  eine konzentrierte Probearbeit.  Bürgermeister-Stellvertreter Georg Wolf lobte  das gute Miteinander und Füreinander im Verein. »Die Stimmung im Verein passt super. Vorstand und Mitglieder sind eine Einheit. Ich gratuliere zur vorbildlichen Jugendarbeit«, sagte er.

43 Gesamtproben

Der Tätigkeitsbericht von  Schriftführerin Vanessa Ebert umfasste die Ereignisse im Berichtszeitraum. Musikalische Höhepunkte waren neben dem Konzert »Musik vereint« die Auftritte bei Dorffesten in Seebach, Mösbach und  Ottenheim, die Teilnahme am »Spektakel im Bürgerpark« in Schutterwald und vieles mehr.  Zur Aufbesserung der Kasse diente eine Alteisensammlung.  Insgesamt habe man sich zu 43 Gesamtproben, 16 Auftritten und sechs Vorstandssitzungen getroffen.
Der Verein hat 46 aktive Musiker, 167 passive  Mitglieder. 32 Kinder sind in Ausbildung, zehn Kinder nehmen am Blockflötenunterricht teil, sechs Kinder sind in der Gruppe  »Blockflötenspiel/Percussion«.
Schriftführerin Jugend, Nele Sester, berichtete  über die Arbeit in der Jugendkapelle. 35 Proben und zwei Auftritte hätten die 23 Jugendmusiker absolviert. Das Konzert »Musik vereint« wurde ausgerichtet.  Jugendmusizierabzeichen wurden gemacht. Man half beim Aufbau des  Straßenfestes, um nur einiges zu nennen.
Die finanzielle Lage des Vereins bilanzierte Kassiererin Katharina Sester. 
Der neugewählte Vorstand der Trachtenkapelle  Butschbach-Hesselbach besteht aus:  Vorsitzender Klaus Huber, 2. Vorsitzender Joachim Kimmig, Schriftführerin  Vanessa Ebert, Kassiererin Katharina Sester, Jugendleiter sind Karin Vogt und   Lisa-Marie Schwenk, aktive Beisitzer sind Martin Vogt, Friedrich Sester,  Tobias Huschle, passive Beisitzer sind Jürgen Kimmig, Konrad Huber. Kassenprüfer sind Martin Vogt und Klaus Kimmig. Vorsitzender Klaus Huber dankte Alexandra Ebert für ihre Arbeit als Dirigentin  der Jugendkapelle und als Vizedirigentin der Trachtenkapelle. 
Am 11. Mai findet unter dem Motto  »Horche uns zu ... im Freie« die Vorstellung des Jahresprogramms im Hof der  Maiecklehalle statt.

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