Das Landratsamt bietet jetzt auch Rückkehrberatung an

Treffen des Kommunalen Netzwerks Integration in Appenweier

Autor: 
Redaktion
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17. November 2018

Amtsleiterin Alexandra Roth (vorne, rechts) informierte Mitglieder des Kommunalen Netzwerks Integration im Ortenaukreis in Appenweier über aktuelle Themen der Zuwanderung im Landkreis. ©Landratsamt

Das Migrationsamt im Landratsamt Ortenaukreis hat die Mitglieder des Kommunalen Netzwerks Integration über aktuelle Themen der Zuwanderung und Integration informiert und sie zum Austausch ins Rathaus Appenweier eingeladen.
 

80 Interessierte aus der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, den Verwaltungen sowie freien Wohlfahrtsverbänden und Bildungsträgern sind zu den dezentralen Netzwerktreffen nach Appenweier, Gengenbach und Lahr gekommen.
Im Mittelpunkt der Herbstveranstaltungen stand die neu eingerichtete Rückkehrberatungsstelle des Ortenaukreises in Kooperation mit dem Landesverband Badisches Rotes Kreuz, die durch EU- und Landesmittel gefördert wird. Seit September würden die drei Mitarbeiterinnen des Migrationsamts – Lara Schaub, Ingeborg Zechmeister und Regina Zeferer – Geflüchtete, die zur Rückkehr in ihr Heimatland aus eigenem Entschluss bereit oder rechtlich verpflichtet sind, beraten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. »Dabei klären sie die Rückkehrperspektive, unterstützen bei der individuellen Rückkehrplanung und helfen die Ausreise zu organisieren. Zudem vermitteln sie die Ausreisewilligen auch an Behörden und Konsulate und beantragen mögliche Fördermittel. Außerdem informieren sie über Reintegrationsangebote vor Ort.«
Im Rahmen der Treffen in Appenweier hat die Leiterin des Migrationsamts, Alexandra Roth, auch über den Abbau der Kapazitäten in den vorläufigen Unterkünften und die Entwicklungen bei den Zuweisungen in die Anschlussunterbringung der Städte und Gemeinden berichtet. 
Natascha Kaiser, Sachgebietsleiterin des Sozialdiensts, präsentierte erfolgreiche Projekte im Integrationsmanagement, insbesondere für Frauen und Jugendliche. Integrationsbeauftragte und Ehrenamtskoordinatorin Ursula Moster ging auf Schulungen für Ehrenamtliche eingegangen.

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"Keine Einbahnstaße"

Integration sei keine Einbahnstraße, so der Tenor der Netzwerkpartner. Es sei wichtig, dass Zugewanderte und Einheimische sich gegenseitig besser kennenlernen und aufeinander zubewegen.
Das Kommunale Netzwerk Integration wurde 2014 vom Ortenaukreis ins Leben gerufen und wird durch Mittel des Landes Baden-Württemberg gefördert, teilt das Landratsamt mit, das darauf verweist, dass die Austauschtreffen halbjährlich stattfinden.

Stichwort

Entwicklungen und Nationalitäten

Wohnten laut Landratsamt in den Gemeinschaftsunterkünften des Ortenaukreises zu Beginn des Jahres noch über 1600 geflüchtete Menschen, seien es inzwischen weniger als 900 Personen. Die rückläufige Belegung entwickele sich parallel zu den geringeren Zugängen in Baden-Württemberg und insgesamt in Deutschland. Zudem habe das Landratsamt 2018 bislang rund 1000 Menschen einer Anschlussunterbringung zugewiesen. »Aktuell machen mit einem Fünftel die Gambier die größte Gruppe der Bewohner in den Gemeinschaftsunterkünften des Ortenaukreises aus gefolgt von knapp 16 Prozent Nigerianern und rund elf Prozent Irakern«, teilt das Landratsamt Ortenaukreis mit. Syrien, das in den zurückliegenden Jahren auf den vorderen Rängen stand, nehme im Ortenaukreis mittlerweile den vierten Platz ein. Das Herkunftsland Somalia sei auf Platz fünf gerückt.

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