Oberkirch

Umbau des Altenpflegeheims St. Josef beginnt Ende 2020

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red/rüd
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09. November 2019

Kristiane Schmalfeldt und Karl Bähr verabschieden Pfarrer Lukas Wehrle (Mitte) als Vorsitzenden des Vereins Altenpflegeheim Oberkirch. ©Verein Altenpflegeheim

Der Verein Altenpflegeheime Oberkirch berichtete seinen Mitgliedern über das  abgelaufene Vereinsjahr im Pflegeheim St. Josef. Vorsitzender Pfarrer Lukas Wehrle  konnte neben Bürgermeister Christoph Lipps auch Fraktionsvorsitzende des  Oberkircher Gemeinderates begrüßen.

In seinem Tätigkeitsbericht zeigte er sich erfreut  über die gute und erfolgreiche Arbeit der Geschäftsführerin, der Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter und dem gesamten Vorstandsteam. Als Kassierer berichtete Karl-Heinz  Teuscher über einen positiven Jahresabschluss des Vereines. Auch die  Geschäftsführerin der Wohnen und Pflege Oberkirch gGmbH stellte eine   zufriedenstellende wirtschaftliche Entwicklung fest. Beide Einrichtungen sind sehr  gefragt und vollbelegt. 

Große Nachfrage

Es können nicht immer alle Anfragen bedient werden. Probleme  bereitet der Fachkräftemangel. Der Pflegenotstand betrifft auch die Oberkircher  Häuser. So ist es notwendig, dass Fachkräfte von Leiharbeitsfirmen beschäftigt werden, um die vorgeschriebene Fachkräftequote zu erfüllen. Eine große Herausforderung  seien auch die ständig neuen Vorschriften. Diese binden immer mehr Arbeitskraft  welche dann in der Pflege der Bewohner fehle. 

Hier seien insbesondere die neuen  Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen und die  geänderte Ausbildung von Fachkräften zu nennen.  Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Bericht zum geplanten Umbau von St. Josef.  Kristiane Schmalfeldt informierte dazu, dass der Umbau durch die  Landesheimbauverordnung vorgeschrieben sei. Da St. Josef inzwischen in die Jahre  gekommen ist, sei die Veränderung aber auch notwendig. 

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Durch den Umbau wird es  künftig nur noch Einzelzimmer geben. Die Betreuung und Versorgung der Bewohner  erfolgt künftig in sechs Hausgemeinschaften. In jeder Hausgemeinschaft wird dann  das Essen vor Ort zubereitet und die Bewohner essen auch in der jeweiligen  Hausgemeinschaft. Durch den Umbau fallen einige Pflegeplätze weg. Nach sehr  aufwendigen Planungen und Ausschreibungsverfahren könnte der Baubeginn im  Spätjahr 2020 sein. 

Der Umbau wird rund zwei Jahre dauern. In dieser Zeit wird der Betrieb  des Hauses mit einer um 22 Plätzen reduzierten Belegung weiterlaufen.  Der Umbau des Altenpflegeheims erfolgt durch den Spital- und Gutleuthausfonds.  Wie bisher verpachtet dieser die Einrichtung weiterhin an die Wohnen und Pflege  Oberkirch gGmbH. Alleiniger Gesellschafter der gGmbH ist der Verein Altenpflegeheim  Oberkirch. 

Hohe Investitionskosten

Durch die Gesamtsanierung der Einrichtung stehen erhebliche  Investitionskosten an. Zur Teilfinanzierung der anstehenden Umbaumaßnahmen hat  der Verein beschlossen, dem Spital- und Gutleuthausfonds ein Trägerdarlehen zu  gewähren.  Da Pfarrer Lukas Wehrle die Seelsorgeeinheit Oberkirch im Dezember verlässt, wurde  er in seiner letzten Sitzung als Vorsitzender des Vereins verabschiedet. Sein  Stellvertreter Karl Bähr dankte Pfarrer Wehrle für die sehr vertrauensvolle und  wertschätzende Zusammenarbeit in den zurückliegenden zwölf Jahren.

Im Namen des  gesamten Vorstandes, aller Mitglieder und Mitarbeiter sowie der Bewohner der beiden Häuser sprach er dem scheidenden Vorsitzenden Dank und  Anerkennung für seine hervorragende und einfühlsame Arbeit für den Verein und die  beiden Häuser aus. „Es war schön Sie in Oberkirch, in unseren Pflegeheimen, ja in  unserer Mitte gehabt zu haben“ so Bähr.  Mit einem herzlichen „Vergelts Gott“ und guten Wünschen für die neue Aufgabe  überreichte  Bähr ein Geschenk des Pflegeheimvereins.  

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