Weder notwendig noch umweltverträglich

Umweltverbände zählen Umfahrung Zusenhofen an

red/pak
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26. September 2022
Der Schatten des Wegkreuzes am östlichen Nußbacher Ortseingang zeigt es an: Hier soll die Umfahrung Zusenhofen /Nußbach auf die alte B 28 treffen. Umweltverbände kritisieren den geplanten Bau der Straße.

Der Schatten des Wegkreuzes am östlichen Nußbacher Ortseingang zeigt es an: Hier soll die Umfahrung Zusenhofen /Nußbach auf die alte B 28 treffen. Umweltverbände kritisieren den geplanten Bau der Straße. ©Patric König

Die geplante Umfahrung Zusenhofen-Nußbach stößt bei den Umweltverbänden BUND, Nabu und LNV auf scharfe Kritik. Sie mahnen, den Eingriff in die Natur zu überdenken.

Nach Ansicht der Umweltverbände BUND, NABU und LNV steht der Bau der Ortsumfahrung Zusenhofen, der "voraussichtlich mehr als 20 Millionen an Steuergeldern verschlingen wird", im Widerspruch zu allen politischen Lippenbekenntnissen und öffentlichen Vorgaben zur Eindämmung des Flächenverbrauchs. Die dafür notwenigen Eingriffe in die Natur stehen im Gegensatz zu den Bemühungen um mehr Schutz für die biologische Vielfalt und den notwenigen Schritten gegen die Klimakrise.

Verbände: Vorhaben gehört genauestens auf den Prüfstand

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Der Kreis will beantragen, beim Bau der Kreisstraße auf ein Planfeststellungsverfahren zu verzichten. Das sehen die Umweltverbände nicht so: Da erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind, könne auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht verzichtet werden. Markus Kauber vom Nabu erklärt: „Bisher werden Flächen, die versiegelt werden, leider nie in gleichem Maße an anderer Stelle entsiegelt oder revitalisiert. Die Zerstörung von Boden schreitet somit trotz rechnerischer Ausgleichsmaßnahmen immer weiter fort. Das oft in der Argumentation für ein Bauprojekt angebrachte „überwiegende öffentliche Interesse“ kann in heutiger Zeit nicht mehr die Zerstörung unserer Lebensgrundlage, sondern muss deren Erhalt sein.“ BUND-Geschäftsführerin Petra Rumpel ergänzt: „Auch aufgrund des fortschreitenden Verlustes von landwirtschaftlicher Fläche sollte das Vorhaben genauestens auf den Prüfstand.“

Umweltbelange in Zusenhofen nicht ausreichend berücksichtigt

Ortsumfahrungen befürworten die Naturschützer nur in Ausnahmefällen mit extrem hoher Verkehrsbelastung und nachweislich großem Entlastungspotenzial. Im Falle der Planung von Zusenhofen und Nußbach halten BUND, Nabu und LNV jedoch weder eine dringende Notwendigkeit, noch eine ausreichende Berücksichtigung von Umweltbelangen und Alternativenprüfungen für gegeben. Bei der betroffenen Strecke sei insbesondere der LKW-Verkehr im Fokus gestanden, der inzwischen bereits durch geänderte Verkehrsführung und Verlegung der Produktion stark habe  reduziert werden können. Eine Entschärfung der als potenziell gefährlich erachteten Kurve an der Bestandsstrecke käme ebenfalls in Betracht. Darum mahnen die Vertreter der Umweltschutzverbände, den Eingriff zu überdenken und zumindest zu minimieren. Die betroffenen Felder, Wiesen, Hecken und Streuobstbestände sollten weiterhin der Landwirtschaft als wertvolle Fläche, den Menschen als Erholungs- und Tieren und Pflanzen als Lebensraum zur Verfügung stehen.

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