Unabhängige Wählervereinigung Oppenau

UWO will das Bauen im Außenbereich erleichtern

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red/all
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22. Mai 2019
Im Rahmen von Flurbereinigungsmaßnahmen wurden am vergangenen Freitag Leerrohre für Glasfaserkabel von Ramsbach über den Rinken nach Lierbach verlegt. Das teilt die Unabhängige Wählervereinigung Oppenau (UWO) mit. Die Maßnahme sei von der Breitband Ortenau GmbH beauftragt worden. »Dies ist ein erster Schritt, um das Lierbachtal mit Breitband zu versorgen«, heißt es in der Mitteilung.

Im Rahmen von Flurbereinigungsmaßnahmen wurden am vergangenen Freitag Leerrohre für Glasfaserkabel von Ramsbach über den Rinken nach Lierbach verlegt. Das teilt die Unabhängige Wählervereinigung Oppenau (UWO) mit. Die Maßnahme sei von der Breitband Ortenau GmbH beauftragt worden. »Dies ist ein erster Schritt, um das Lierbachtal mit Breitband zu versorgen«, heißt es in der Mitteilung. ©Theo Saathoff

Kindergartenausbau, Offenhaltung und das Bauen im Außenbereich waren einige Themen, die von der Unabhängigen Wählervereinigung Oppenau (UWO) in Ibach zur Sprache kamen.

Die Kandidaten der Unabhängigen Wählervereinigung Oppenau (UWO) hatten zum Bürgergespräch ins Gasthaus »Finken« in Ibach eingeladen. Im Vorfeld hatte die UWO laut einer Mitteilung den Ortsvorsteher Martin Springmann besucht, um sich vor Ort über den Fortgang der Erweiterungsarbeiten im Ibacher Kindergarten zu informieren. Für zuschussfähige Baukosten von weniger als 150 000 Euro wird der ehemalige Ratssaal zu einem dritten Gruppenraum umgebaut. Dieser Raum werde in wenigen Wochen fertig sein; die offizielle Eröffnung erfolge allerdings erst in Verbindung mit dem Ibacher Fest am 27. Juli. 

»Für die UWO war es sehr interessant mit den Anwesenden die sehr komplexe Situation der Landwirtschaft zu diskutieren und die Problematik der Nebenerwerbslandwirtschaft zu thematisieren«, heißt es in der Mitteilung. Ibach habe sehr viele steile Hanglagen, deren Freihaltung zeit- und kostenintensiv ist. »Und das ehrenamtlich und weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit«, wie Andreas Springmann anmerkte. Er bemängelte auch, dass kleinere Höfe mit Weidetierhaltung heutzutage fast keine Unterstützung mehr bekämen.  

Abwanderung stoppen

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Ein laut Mitteilung »weiteres ärgerliches Thema« sind Baumaßnahmen im Außenbereich, die eine bürokratische Herausforderung bedeuten. Jede Dachgaube, sogar Innenausbauten und zusätzlicher Wohnraum für junge Familien erforderten im Außenbereich eine Baugenehmigung. »Die Richtlinien sind sehr streng, weil der Vorrang von Natur und Landschaftsschutz geprüft werden muss«, erklärte Wolfgang Groth. In diesem Zusammenhang wurden auch die großflächigen Folientunnel für Erdbeeren angesprochen, »die sich nicht ins Landschaftsbild einfügen, aber genehmigungsfrei erstellt werden können«.

Gerhard Rauscher betonte, dass die Gefahr bestehe, dass durch Richtlinien und mangelnde Unterstützung junge Familien die angestammten Höfe nicht mehr übernehmen. Zu Gunsten der Existenzsicherung für die Landwirtschaft und damit für den Erhalt der Heimat und zur Förderung des Tourismus sei ein nachhaltiges Umdenken auf allen politischen Ebenen erforderlich. Andreas Springmann berichtete, dass das alte Schulhaus in Löcherberg sehr intensiv durch sieben Vereine genutzt wird. Um hier mehr Platz zu schaffen, prüfe man aktuell den Ausbau des Dachgeschoßes. Auf die Frage, ob diese Räume nicht als Ausweichquartier für die Schule Oppenau dienen könnten, solange diese umgebaut wird, betonte Klaus Huber, dass es besser wäre, die Schulräume in Bad Peterstal zu nutzen. Die Entfernung ist unwesentlich weiter, aber dort wäre die notwendige Ausstattung schon vorhanden. 

Für die beiden Bahnübergänge in Ibach wurde ein Neubau/Renovierung der Bahnhöfe/Warteräume genehmigt. Diese Baumaßnahmen sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Offen ist das Thema Beschrankung der Übergänge. Eine Schranke ist nur dann vorgeschrieben, wenn die Zugfrequenz auf über 40 pro Tag ansteigt. Eine höhere Zugfrequenz, insbesondere in den Abendstunden wünscht sich auch Hans Kimmig, das würde vor allem den Jugendlichen zu Gute kommen.

Nicht fehlen durfte das Thema unechte Teilortswahl. Die Kandidaten der UWO betonen, dass ihnen eine echte demokratische Wahl mit Gegenkandidaten deutlich lieber wäre. Die UWO sei schon lange für die Abschaffung dieses Wahlverfahrens und werde dieses Thema nach der Wahl mit dem neuen Stadtrat aufgreifen. 

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