V8-Oldstars-Benefiz-Festival in Oberkirch

V8-Fans füllten den Spendentank

Autor: 
Stephanie Rohn
Lesezeit 3 Minuten
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03. Juli 2018
Rund 200 US-Cars konnten beim ersten V8-Oldstars-Benefiz-Festival am Sonntag in Oberkirch bewundert werden.

(Bild 1/2) Rund 200 US-Cars konnten beim ersten V8-Oldstars-Benefiz-Festival am Sonntag in Oberkirch bewundert werden. ©Stephanie Rohn

Das erste V8-Oldstars-Benefiz-Festival fand am Sonntag in Oberkirch statt. Der Erlös des Events geht an den Ortenauer Kinder- und Jugendhospizdienst (KiJu). Veranstalter Stefan Späth und seine Crew zeigten sich über die Resonanz sehr zufrieden.

Am Sonntag strahlten in Oberkirch nicht nur die Augen der Autoliebhaber, auch die Sonne spiegelte sich in den üppigen Chromteilen der amerikanischen Straßenkreuzer. Rund 200 US-Old- und Youngtimer und etwa 100 Motorräder wurden von ihren Besitzern präsentiert und konnten den ganzen Tag rund um das Festival-Gelände begutachtet werden. Eine Bühne, ein umfangreiches Angebot an Essen und Trinken und eine Händlermeile rundeten das Angebot ab – alles im Stil der 50er-Jahre. Von der Musik bis hin zum Publikum, das sich auf der weiblichen Seite größtenteils mit bunten Petticoats und Sonnenbrillen und auf männlicher Seite trotz Hitze mit schwarzem Leder in Schale geworfen hatte, war alles aufeinander abgestimmt. 

Ideen für Kleider im Stil der 50er-Jahre schauten sich die Besucherinnen auch bei der Modenschau, moderiert von Susanna alias »Rheinmaidle«, ab. Nach dem Laufstegauftritt konnten sich die Besucherinnen am Stand der Vintage-Mode-Spezialistin eindecken oder mit Make-Up und Haarstyling verwöhnen lassen. Natürlich bot die Händlermeile auch Wohlbefinden für den Mann. Marco Volz und sein Team verstehen sich auf die Kunst der klassisch althergemachten Nassrasur. Dass diese »Barberkunst« gut ankam, verriet der frequentierte Friseurstuhl. Die »Fettstube« nebenan bot passend dazu eine ganze Serie an Bartpflege und Pomade an. Wellness der ganz anderen Art gab es im Tattoo-Truck. Dort stach Rene Schlitzohr aus Achern den Kunden direkt unter die Haut. Sattler Uwe Kirste kam aus Bayern angereist, im Gepäck eine überdimensionale Industrienähmaschine, mit der er sein Kunsthandwerk vorführte. 

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Als »Bereicherung für die Stadt« beschrieb Bürgermeister Christoph Lipps in seiner Eröffnungsrede das in seiner Form noch nie vorher dagewesene Festival. Veranstalter Stefan Späth erinnerte an die vorangegangene neunmonatige Vorbereitungszeit, in der er gemeinsam mit seiner dreiköpfigen Crew, bestehend aus Marco Greber, Erkan Metin und Marius Reichert, die Weichen für den Tag gestellt hatte. Im Anschluss war ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geboten. Die Mädels vom Tanzstudio Oberkirch legten verschiedene Tänze im Hip-Hop-Style aufs Parkett. 

Am Nachmittag sorgte die Band »Galazzos« für Stimmung. Im Anschluss zeigte »Lantana« alias Anja Glaser eine heiße Feuer-Show. Musikalisch begleitet von der Band tanzte sie zusammen mit »Mr. Big« auf der Bühne. Der vier Meter lange, gelb weiß gestreifte Tanzpartner, ein über 30 Kilogramm schwerer Albino-Python, machte seine Sache gut und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als die Gäste nach der Show auf Tuchfühlung mit der Würgeschlange gehen durften. Den Abschluss auf der Bühne machte am frühen Abend die Band »The Ryth’ m Kings«, die die Besucher noch einmal von den Bänken riss.

Am Ende war der große Spendentank, der an der Bühne stand, schon ziemlich voll. Auch die Versteigerung eines Skateboards wurde zugunsten des KiJu veranstaltet. Zwar muss der genaue Spendenerlös für den Kinderhospiz noch ermittelt werden, aber Stefan Späth ist sich sicher, dass es ein großer Erfolg war. »Die Rückmeldungen waren der Wahnsinn«, bilanzierte der Veranstalter, selbst überwältigt vom unerwarteten Erfolg.

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