Oberkirch

Viertklässler im Einsatz für Kinder in Nepal

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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14. Dezember 2017
Viel Einsatz zeigt die Klasse 4a, um das Asha-Projekt in Nepal zu unterstützen. Mit dabei sind Betreuerin Raissa Ponomarev (hintere Reihe, links) und Klassenlehrerin Elisabeth Haupt (hintere Reihe, rechts). Josef Erdrich (hinten, 2. v. rechts) vom Asha-Freundeskreis hat den Kindern einiges über da Projekt erzählen können.

(Bild 1/2) Viel Einsatz zeigt die Klasse 4a, um das Asha-Projekt in Nepal zu unterstützen. Mit dabei sind Betreuerin Raissa Ponomarev (hintere Reihe, links) und Klassenlehrerin Elisabeth Haupt (hintere Reihe, rechts). Josef Erdrich (hinten, 2. v. rechts) vom Asha-Freundeskreis hat den Kindern einiges über da Projekt erzählen können. ©Katharina Reich

Im Klassenzimmer der 4a der Oberkircher Johann-Wölfflin- Grundschule wurde geklebt, gemalt und gebohrt. Entstanden sind dabei Weihnachtsdekorationen, die die Schüler am Sonntag auf dem Oberkircher Weihnachtsmarkt  verkaufen werden. 

 Die Verkaufsaktion unternehmen die Viertklässler nicht für sich, sondern für ihre Altersgenossen  in Nepal, für die sie den Erlös spenden werden. Im Klassenzimmer der 4a sieht es aus wie in der Weihnachtswerkstatt. Dort tummeln sich Weihnachtswichte aus Socken genauso wie hübsch verzierte Windlichter, adventlich dekorierte  Holzstücke und Weihnachtskarten. Um für ihren Stand am Weihnachtsmarkt ein umfangreiches  Sortiment zusammen zu bekommen, zeigen die Schüler der 4a viel Engagement. 

Am Freitagnachmittag, der eigentlich schulfrei ist, sind sie zusammengekommen, um zu basteln.  Entstanden ist die Idee, sich für die Asha-Grundschule in Nepal einzusetzen, bereits im  Oktober. »Im Deutschunterricht haben die Kinder Länder-Steckbriefe erstellt. Darunter war auch  Indien. Dass Mädchen dort nur bis zur 4. Klasse in die Schule gehen dürfen, hat die Schüler sehr  beschäftigt«, berichtet Klassenlehrerin Elisabeth Haupt. Im Sachkundeunterricht ging es  schließlich um Kinderrechte, darunter auch das Recht auf Bildung und das, nicht arbeiten zu  müssen. »Den Viertklässlern ist dabei klar geworden, wie gut es ihnen geht«, schildert Haupt. Ein  Kind habe spontan beschlossen, von seinem Taschengeld etwas spenden zu wollen. So ist die  Idee der Klasse entstanden, gemeinsam für ein Projekt Geld zu sammeln. 

Schulprojekt ausgesucht

Herausgesucht haben  sich die Kinder das Schulprojekt des Asha-Freundes- und Förderkreises. Um etwas über die  Schule im nepalesischen Lalitpur zu erfahren, hat Josef Erdrich vom Asha-Freundeskreis die  Kinder besucht, ihnen einen Film gezeigt und zahlreiche Fragen beantwortet. Die Kinder haben dabei gut aufgepasst, denn sie können genau erklären, um was sich das Projekt  dreht. 

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»Bildung statt Arbeit« – dieser Slogan fällt Emilia Moncho Calvente spontan ein und ihre  Mitschülerin Janine Schade erklärt: »Dort gib es eine Schule, einen Kindergarten und ein  Wohnheim.« Dass sich viele Familien einen Schulbesuch ihrer Kinder schlicht nicht leisten  können, berichten Sophie Thiede und Yara Langhammer. »Uns geht es so gut. Da wollen wir den  Kindern dort helfen«, erläutert Lena Käding die Motivation. Und an der mangelt es nicht: Die  Kinder sind eifrig bei der Sache. 

Hoffen auf Käufer

»Von Anfang an haben die Kinder fast alles selbst gemacht«, berichtet Lehrerin Elisabeth Haupt. Das reichte von der Ideenfindung, was alles gebastelt wird,  über die Materialsammlung, bis hin zur Bewerbung der Aktion mit selbst entworfenen Flyern und  Plakaten.  

Jetzt hoffen die Kinder auf viele Käufer, die Ihnen die Bastelarbeiten und das weihnachtliche  Gebäck abnehmen. Die Viertklässler sind mit ihrem Stand am Sonntag von 11 bis 16 Uhr am Eingang des Weihnachtsmarkts in der Kirchgasse zu finden. 

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