Pfarrfest für Jung und Alt

Wagshurs willt mehr Beteiligung von Frauen in Kirchenämtern

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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10. September 2019
Ein tolles Singspiel mit dem kleinen roten Krokodil, vielen Tieren und einem dicken Pfannkuchen präsentierten die Kindergartenkinder beim Wagshurster Pfarrfest.

Ein tolles Singspiel mit dem kleinen roten Krokodil, vielen Tieren und einem dicken Pfannkuchen präsentierten die Kindergartenkinder beim Wagshurster Pfarrfest. ©Roland Spether

Beim Wagshurster Pfarrfest wurde nicht für fröhlich gefeiert, sondern sich auch kritisch mit der Frage nach der Beteiligung von Frauen in Kirchenämtern auseinandergesetzt

Nur ein Traum beim Pfarrfest in Wagshurst? Frauen werden zu Priesterinnen geweiht, das Dritte Vatikanische Konzil tagt von 2025 bis 2027 und Papst Franziskus hört nicht mehr auf die Traditionalisten in der Kirche! »So könnte es sein – und dann schreckt man auf und merkt, dass man nur eingenickt war«, meinten Beatrix Althoff und Beate Schütt während des Festgottesdienstes zum Thema »Miteinander Kirche sein – Für eine neue Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche«. Denn die Reformbewegung »Maria 2.0« hat auch bei kirchlich engagierten Frauen und in der Johannes-Pfarrei längst ihren Einzug gehalten und dies wurde in einem interessanten Zielgruppen-Gottesdienst thematisiert mit den Leitfragen, ob Frauen in den Anfängen des Christentums auch als Apostelinnen unterwegs waren, ob sie gar Gemeinden leiteten und welche Rolle sie in den Evangelien oder bei Paulus spielten. 

Das Rad zurückgedreht

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Ein Team um Pfarrer Ludwig Hönlinger hatte den Gottesdienst mit Musik der Pfarrband Laudate inhaltlich vorbereitet. Es wurde für die selbst verfassten liturgischen Texte viel diskutiert, studiert und formuliert, während der Seelsorger den Text für eine »Dialogpredigt« schrieb, die Beatrix Althoff und Beate Schütt vortrugen. Der »rote Faden« war, dass bereits zu Lebzeiten Jesu und danach in der Ur-Kirche immer wieder Frauen vorkommen, die Zeuginnen des Auferstandenen sind, an entscheidenden Stellen wichtige Dienste wahrnehmen, den Glauben verkünden, Gemeinden leiten und gleichberechtige Aufgaben ausführen. Doch im Laufe der Zeit wurden Frauen von Diensten und Ämtern ausgeschlossen. 

Seit 1971 ist es in Wagshurst guter Brauch, dass zwei Tage rund um die Pfarrkirche gefeiert wird und viele fleißige Leute aus der Pfarrei und dem Dorf mithelfen, um miteinander gemütliche Stunden zu erleben und für einen guten Zweck zu essen und zu trinken. Der dringend nötige Regen hätte zwar noch etwas warten können, dennoch kamen viele Gäste auf das Festgelände zwischen Pfarrheim und Kirche, wo die Verantwortlichen um die Festwirte Rosa König und Nikolaus Berger ein buntes Programm vorbereitet hatten. 

Zum Auftakt gab es einen Fassanstich, den Pater Rijesh Mathew treffsicher vornahm, während die Jugendkapelle der Trachtenkapelle für die musikalische Würze sorgte. Mit einem gemütlichen Abend und fröhlicher Musik ging es weiter mit der Schlechtwetterkappelle. Zum Auftakt am Sonntag präsentierte der Musikverein ein klasse Frühschoppenkonzert. Viel Spaß hatten die Mädchen und Jungen vom Kindergarten, die schöne Lieder sangen und die Geschichte vom dicken, fetten Pfannkuchen spielten, den allerlei Tier verspeisen wollten. Doch allen hüpft er davon, bis er dem kleinen roten Krokodil direkt zwischen die Zähne hüpfte. 
Musikalisch ging es weiter mit dem Vororchester des Musikvereins, den Handharmonika-Freunden und einem offenen Singen.

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