Amtsgericht schuld?

Wagshurst beklagt weitere Verzögerung bei Baugebiet

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 2 Minuten
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22. September 2018
Beim geplanten Wagshurster Baugebiet Langmatt Rötz II gibt es weitere Verzögerungen, wie am Mittwoch im Ortschaftsrat zu erfahren war.

Beim geplanten Wagshurster Baugebiet Langmatt Rötz II gibt es weitere Verzögerungen, wie am Mittwoch im Ortschaftsrat zu erfahren war. ©Archivfoto: Reinhard Brunner

Im Wagshurster Ortschaftsrat herrscht Verärgerung darüber, dass es beim geplanten Baugebiet Langmatt Rötz II einfach nicht vorwärts geht. Diesmal im Zentrum der Kritik: das Acherner Amtsgericht

»Mir reicht’s, das Baugebiet Langmatt Rötz II raubt mir noch den letzten Nerv«, meinte Ortsvorsteher Ulrich Berger am Mittwoch in der Sitzung des Wagshurster Ortschaftsrates. Eigentlich hätten im Frühjahr die ersten Baumaschinen anrücken sollen, dann habe es Verzögerungen wegen der Zauneidechsen gegeben und nun, wo das geregelt sei, bekomme man es nicht hin, dass wegen einer kleinen Fläche, bei der die Erben ermittelt werden müssten, mit der Erschließung begonnen werden könne. 

Bei der besagten Problemfläche handelt es sich um rund 32 Quadratmeter; sie liege aber in der Zufahrt zum Baugebiet, wo es um die Belange von 42 Eigentümer gehe. Bereits beim Stadtteilgespräch mit Oberbürgermeister Klaus Muttach habe er nochmals auf die Dringlichkeit hingewiesen, erklärte Berger. Zunächst beeinflussten die Zauneidechsen und deren Umsiedlung die Freigabe für die Erschließungsarbeiten, nun behindert dieser Geländeteil alles. »Es reicht jetzt, jetzt muss etwas passieren«, so der Ortsvorsteher. 

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Frage derZuständigkeit 

Derzeit liege alles beim Amtsgericht in Achern – das wiederum bereits vor Wochen mitgeteilt habe, dass das Landgericht zuständig sei: 42 Eigentümer beziehungsweise Erben müssen ausfindig gemacht werden; für diese solle ein Verwalter bestellt werden, der für alle spreche. »Das ist sicherlich nicht einfach«, so Berger. Für Verärgerung sorgte, dass das Landgericht in Baden-Baden die Angelegenheit wieder an das Acherner Amtsgericht übertragen habe – und dieses nicht in die Pötte komme. 

»Wenn dieses Jahr die Baumaschinen nicht kommen, habe ich die Faxen dicke«, meinte der enttäuschte Ortsvorsteher Berger und fügte Hinzu: Nächste Woche soll es nun eine Entscheidung geben. »Unser Oberbürgermeister hat ein Machtwort gesprochen, das Amtsgericht Achern muss dann Stellung beziehen, was Sache ist.« 

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