Ortschaftsrat stimmt klar dafür

Waldulm behält die Unechte Teilortswahl

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 2 Minuten
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15. September 2018

Der neue Dorfplatz und sein Zugang in Waldulm nehmen Formen an. Der nächste Schritt wird die Bepflanzung sein. ©Berthold Gallinat

Der Ortschaftsrat Wald­ulm befasste sich am Donnerstag mit der unechten Teilortswahl und mit dem neuen Dorfplatz. Die Haushaltsmittel für 2019 meldete er auch an.

Professor Jürgen Fleckenstein von der Fachhochschule Kehl stellte im Ortschaftsrat Waldulm die Vor- und Nachteile der unechten Teilortswahl dar. Als Vorteil sah er vier sichere Vertreter aus Waldulm im Kappelrodecker Gemeinderat. Nachteilig sei eine »ungleiche Wahl«, ein kompliziertes und fehleranfälliges Verfahren, die Integrationshemmnis und die erschwerte Kandidatensuche. 

Keine Rolle spielten für ihn die Ausgleichssitze in Kappelrodeck. »Von der Entwicklung her«, sagte Fleckenstein, »ist der Anteil der unechten Teilortswahl in den Gemeinden von 1989 bis 2014 von 61 auf 40 Prozent gesunken. Im Schnitt schaffen in jeder Wahlperiode zehn Gemeinden die Teilortswahl ab«. Ortschaftsrat Erich Laber sagte: »Kappelrodeck wächst stark und somit vermute ich bei einer Abschaffung der unechten Teilortswahl, dass Waldulm auf Dauer nicht mehr auf vier Gemeinderäte kommen wird.« 

Ortsvorsteher Johannes Börsig ließ geheim abstimmen. Der Ortschaftsrat empfahl dem Kappelrodecker Gemeinderat mit 7:1 Stimmen, die unechte Teilortswahl beizubehalten.

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Neuer Dorfplatz gebaut

Von Ende Mai bis zu den Sommerferien war bei der Pfarrberghalle der neue Dorfplatz hergerichtet worden. Zugang und Platz sind gepflastert und möbliert, die hinführenden Bögen stehen, die Kontur von Platz und Zugang sind deutlich zu erkennen. »Die Bepflanzung der Rabatte ist der nächste Schritt«, sagte Ortsvorsteher Johannes Börsig, »wenn es aus Sicht der ausführenden Firma Sinn macht«. 

Unschöner Parkplatz

Ortschaftsrat Günter Hanser wies darauf hin, dass die alten Randsteine noch säßen und dass der Parkplatz nicht mehr gut aussehe. Auch würden die alten Lampen aus der 70ern und die neuen Lampen entlang des Zugangs zum Dorfplatz nicht zueinander passten. »Unser Förderantrag bezog sich nur auf den Dorfplatz. Ein neuer Asphaltbelag war darin nicht enthalten«, antwortete Börsig, »das lässt sich vielleicht einmal in einem neuen Projekt zum Vorplatz der Pfarrberghalle realisieren«. Nicht zuletzt stehe der bau der Multifunktionsportstätte auf dem Hartplatz an. Diese werde noch einmal Baustellenverkehr mit sich bringen. Daher mache es wenig Sinn, jetzt Platz und Asphaltbelag vor der Halle zu erneuern. 

Hintergrund

Wünsche für den Haushalt

Als Projekt für den Haushalt 2019 meldete der Ortschaftsrat Waldulm am Donnerstag die Neugestaltung des Kirchplatzes vor St. Albin an. Die Maßnahme ist mit 280 000 Euro veranschlagt und eine ELR-Förderzusage liegt vor. 
Weiter stehen Sanierungen für die Pfarrberghalle an: Sanitäranlagen, Küchenbereich, Einrichtung einer öffentlichen Toilette, energetische Sanierungen und neue Schließanlage für die Außentüren.
Wunsch ist es, den Obstlehrpfad vom Kurgarten bis zum »Kreuz« zu verlängern und die untere Schwenderstraße zu sanieren.

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