Essen auf Rädern in Seebach und Ottenhöfen

Warmes Essen und warme Gespräche im hinteren Achertal

Autor: 
Christiane Ringwald
Lesezeit 2 Minuten
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22. Januar 2020

Ehrungen bei Essen auf Rädern in Ottenhöfen (von links): Pfarrgemeinderatvorsitzender Bernd Kopp, Seebachs Bürgermeister Reinhard Schmälzle, Irmgard Sackmann, Schriftführer und Kassier Hans Fischer sowie Bürgermeister Hans-Jürgen Decker. ©Christiane Ringwald

Irmgard Sackmann ist Organisatorin und Leiterin von „Essen auf Rädern“ in Ottenhöfen und Seebach. Auch etliche frühere Fahrer hatte sie zu einer Feierstunde zum 45-jährigen Bestehen des Teams eingeladen.

45 Jahre „Essen auf Rädern“, das waren 14 100 Ausfuhrtage, an denen 215 388 Essen ausgeliefert wurden, dabei waren die 43 Fahrer in 28 200 ehrenamtlichen Stunden 560 960 Kilometer unterwegs. Für 2019 bedeutete dies 8384 Menüs für 57 Personen von zwölf Fahrern in Ottenhöfen und Seebach. 

Welche Anforderungen das manchmal je nach Wetter an den Fahrer stellt, wenn etwa in Furschenbach der obere Bach, in Ottenhöfen der Bosenstein oder in Seebach die Legelsau bei Eisglätte angefahren werden müssen, können wohl nur Ortskundige ermessen.

Angeboten werden zehn Menüarten für verschiedensten Bedürfnisse, etwa für Diabetiker oder Dialyse-Patienten, für Vegetarier oder auch in gluten- oder laktosearmer Form. Diese Variationen verlangen von der Küche des Klinikums Achern und auch von den Fahrern einigen Aufwand.

Warm ankommen

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Wichtig, so Kassierer und Schriftführer Hans Fischer, sei dabei, dass auch noch beim letzten Abnehmer das Essen warm ankommt, auch wenn man sich unterwegs gerne mit den Senioren unterhält.
Was Charlotte Fuchs 1974 aus der Caritasgruppe ins Leben rief, entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte, so Hans Fischer. Damals habe sie mit Georg Baßler und Pfarrer Karl Funk beschlossen, sich der Acherner Organisation anzuschließen, zu der 16 Gemeinden gehören. Dankbar ist Fischer, dass sich immer wieder Freiwillige finden, die Mitmenschen helfen. 

Seit 20 Jahren ist nun Irmgard Sackmann für die Organisation zuständig. Was das bedeutet, schilderte sehr anschaulich Werner Schnurr in seiner Laudatio. Er bezeichnete die Geehrte als „gute Seele des Teams“, die den Kontakt zu den Fahrern und zum Team aus Achern, zur Krankenhausküche und zu den Fahrern aus Kappelrodeck aufrecht erhält. Sie erstellt das Wochenprogramm und die Bestelllisten, greift zum Telefonhörer, wenn es kurzfristig Änderungen gibt und hat für alle ein offenes Ohr. Für die viele ehrenamtliche Arbeit sprach ihr Schnurr Anerkennung aus.

Verdient großen Respekt

Die Berichte aus der Gruppe beeindruckten Pfarrgemeinderatschef Bernd Kopp und auch die Bürgermeister aus Ottenhöfen und Seebach, Hans-Jürgen Decker und Reinhard Schmälzle. Alle waren sich einig, dass dieser Dienst großen Respekt verdient, auch weil er für viele der einzige Kontakt im Laufe eines Tages ist. 

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