Abschied von Dirigent Rüdiger Müller

Was beim Galakonzert der Acherner Stadtkapelle geboten war

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 3 Minuten
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03. Dezember 2019

©Picasa

Die Acherner Stadtkapelle präsentierte am Sonntag ihr Galakonzert in der Mensa des Acherner Gymnasiums. Zum Abschied von Dirigent Rüdiger Müller nahm sie die Besucher musikalisch auf die Reise eines Seefahrers und Weltenbummlers.

Seefahrer und Weltenbummler kamen beim Galakonzert der Stadtkapelle in der Mensa des Acherner Gymnasiums restlos auf ihre Kosten. Zunächst ehrte Jürgen Schmid, Vorsitzender der Kapelle, zwei engagierte Jugendliche. „Jana Quast und Anna Quast durften jüngst in Baden-Baden einen Bambi entgegennehmen. Zusammen mit vielen hundert Jugendlichen haben sie sich an der 72 Stunden-Aktion der katholischen Kirche beteiligt“, sagte der Vorsitzende.

„Abenteuer erleben“ 

Fortan konnte Moderator Frank Stemmle ein vitales und frisches Programm der Kapelle ankündigen. „Lassen Sie sich mitnehmen, werden Sie Weltenbummler und erleben Sie Abenteuer, die es einst nur in der Welt der griechischen Götter, in Spanien oder bei den Iren gab“, motivierte der rundfunkbekannte Ansager, ehe die Kapelle von Stück zu Stück zeigte, wie viele Herausforderungen sie dank solider Ausbildung und gutem Zusammenhalt im Verein auf sich nehmen und bestehen kann.   

Mit den „English Folk Songs“ spielte das Orchester zwei rasante Märsche voller Witz und Humor, die von einem ruhigen und bunten Intermezzo unterbrochen sind. Knisternde Spannung ließen die Musiker mit der sagenumwobenen Viper in Thomas Doss „La Voivre“ erleben, ehe sie mit „Cassiopeia“ von Carlos Marques mitten in die griechische Mythologie führten. Mit „The Legend Of Maracaibo“ präsentierten die Musiker unter souveräner Leitung von Rüdiger Müller die lange zurückliegende Seeschlacht bei Vigo und die Suche nach einem legendären Silberboot. 

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Leidenschaftliches Temperament legte die Stadtkapelle auch nach der Pause an den Tag. Ob Haydn Woods „The Seafarer“ oder Terry Kennys „Suite On Russian Dances“, die sinfonischen Werke wurden ein- wie ausdrucksvoll entfaltet. Besonders fesselten die alten russischen Tänze. Ein wundervolles Epos bot man auch mit Johan de Meijs „Celtic Classics“. 

Der letzte Marsch

„Rüdiger Müller brachte zu Beginn seines Acherner Engagements Johan de Meijs ›Songs Of Catskills‹ zur Aufführung. Heute dürfen wir die direkte Fortsetzung des Albums genießen“, erläuterte Frank Stemmle. Müller kündigte als letztes Abschiedsgeschenk den „Marcha de Libertad“ an, den Gerold Ronacher mit feurigem Ausdruck geschrieben hatte und die Stadtkapelle mit Schwung und Charakter bot. 

„Lieber Rüdiger, ich habe vergeblich versucht, dich umzustimmen. Deine Gründe sind zu verstehen und ich darf dir für alles wertvolle Engagement hier Danke sagen“, fasste Jürgen Schmid zusammen. Von Orchestermitgliedern und aus dem Publikum in der nahezu vollbesetzten Mensa gab es lang anhaltenden Beifall. „Wir sind eine stabile Gruppe. Es wird auch mit neuem Leiter gut weiter gehen“, zeigte sich ein Musiker hoch motiviert für eine weiterhin gute Zukunft der Acherner Vorzeigekapelle. 

Schmid verkündete indes, dass bei der nächsten Jahresversammlung ein Nachfolger für die Position des Vorsitzenden gewählt werden muss: „In meinem Alter ist der Ruhestand dann auch verdient.“   
 

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