Beratung im Gemeinderat Seebach

Was wird aus dem einstigen Traditionsgasthaus Grüner Baum?

Autor: 
Hilmar Walter
Lesezeit 3 Minuten
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20. Mai 2019

Das ehemalige Traditionsgasthaus Grüner Baum im Grimmerswald wird nun teilweise abgerissen und zu einem Dreifamilienhaus umgebaut. ©Hilmar Walter

Was wird aus dem einstigen Traditionsgasthaus Grüner Baum im Grimmerswald? Damit beschäftigte sich am Freitag der Gemeinderat Seebach.
 

 Nach dem neuerlichen Bauantrag auf Teilabbruch eines vorhandenen Gastronomiegebäudes und Erweiterung zu einem Dreifamilienhaus war dem Gemeinderat klar, dass es, wie einmal geplant, keine Wiedereröffnung des Traditionsgasthauses »Grüner Baum« im Grimmerswald geben wird. Trotzdem hat der Gemeinderat aufgrund der Gesamtsituation dem Bauantrag zugestimmt. 

Der Bauherr hat das Anwesen »Grüner Baum« im Dezember 2013 erworben mit dem Ziel, gemeinsam mit seiner Familie die Wiedereröffnung dieses Gasthauses zu erreichen. Der Bauantrag auf Sanierung und Umbau des Gasthauses zur Wiedernutzung wurde im Dezember 2015 genehmigt. Weitere Nachtragsplanungen wurden im Dezember 2017 genehmigt. Für die Sanierung und den Umbau des ehemaligen Gasthauses versuchte der Bauherr, über verschiedene Förderprogramme Zuschüsse zu erhalten. Leider zeigte sich zwischenzeitlich von statischer Seite, dass weite Teile des alten Gebäudes für eine Sanierung nicht mehr tragbar waren. Das südliche Obergeschoss musste komplett abgetragen werden. Für den Bauherrn waren dadurch weitere Sanierungs- und Umbaumaßnahmen nicht mehr möglich. Die ursprünglich beabsichtigte Wiedernutzung des Gebäudes zum Gasthaus konnte nicht weiter verfolgt werden. Das Bauvorhaben liegt innerhalb des Geltungsbereiches der Außenbereichsatzung »Grimmerswald«. Die Wohnfläche beträgt insgesamt 255 Quadratmeter, verteilt auf drei Wohnungen. Das Gebäude erhält ein Sparrendach mit Ziegeleindeckung, die Dachneigung beträgt 45 Grad. In Anlehnung an das örtliche Dorfentwicklungskonzept und das bestehende Gebäude wurde ein rotes Ziegeldach empfohlen.

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Weiter hat der Gemeinderat zu dem Bauantrag auf Büroanbau am bestehenden Bauhofgebäude in der Ruhesteinstraße sein Einvernehmen  erteilt. In Folge des Baues des Nationalparkinformationszentrums und des Verwaltungsgebäudes am Ruhestein wird, so Bürgermeister Reinhard Schmälzle, die Ver- und Entsorgung mittels öffentlicher Infrastruktur, mit Ausnahme der Hauptstromversorgung, an die Systeme der Gemeinde Seebach angebunden. Dabei ist die öffentliche Wasserversorgung von zentraler Bedeutung. Zur Versorgung des Ruhesteines mit Trinkwasser aus dem Hochbehälter »Schwarzenkopf«  müssen zwei Pumpwerke betrieben werden. Die Standorte sind der Hochbehälter »Schwarzenkopf« sowie ein neues Zwischenpumpwerk an der Alten Ruhesteinstraße.

Neue Infrastruktur

Weitere umfangreiche Technik ist im neuen Hochbehälter am Ruhesteinberg installiert. Die Herstellung dieser neuen Infrastruktur einschließlich der Leitungen, der Technik und der zentralen Steuerung erfolgt auf Kosten des Landes Baden-Württemberg. Hierzu zählt auch ein internes Glasfasernetz zu allen Bauwerken für die zentrale Steuerung und Überwachung dieser neuen Betriebsanlagen aus einer Zentrale im Bauhof der Gemeinde Seebach. In diese Zentrale werden künftig auch die Steuerung der Wasserversorgung Grimmerswald und weitere noch in der Ausbauplanung befindlichen Wasserversorgungserweiterungen eingebunden. Die Steuerungszentrale im Bauhof Seebach erfordert einen zusätzlichen Platzbedarf. 
Die Verwaltung hat den Anbau eines Büros an das Bauhofgebäude vorgeschlagen. Das Land Baden-Württemberg hat für diese Maßnahme einen Baukostenzuschuss von 10 000 Euro zugesagt. 

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