Falkner Franz Ruchlak führte seine Tiere vor

Weißkopfadler ist der Star im Hornisgrindestadion Achern

Autor: 
red/aci
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14. August 2019
Falkner Frank Ruchlak sorgte im Hornisgrindestadion mit seinen Tieren für Aufmerksamkeit, darunter auch ein Uhu.

Falkner Frank Ruchlak sorgte im Hornisgrindestadion mit seinen Tieren für Aufmerksamkeit, darunter auch ein Uhu. ©Daniela Busam

Beim städtischen, für Acherns Schulkinder veranstalteten Programm »Bärenstarke Ferientage« war am Sonntagnachmittag Berufsfalkner Franz Ruchlak zu Gast. 

Die Präsentation der Greifvögel von Franz Buchlak im Hornisgrindestadion begeisterte auch eine große Anzahl Erwachsener, die sich das spannende Spektakel nicht entgehen lassen wollten. »Eigentlich habe ich nur einen Haufen Kinder erwartet«, erklärte Franz Ruchlak verdutzt. Dass am Ende über 200 Besucher die Tribüne des VfR Achern stürmten und vor der Abgrenzung des Rasenplatzes alle erreichbaren Bänken und Stühle besetzen, verblüffte auch Ute Götz-Bannert, die Organisatorin des Ferienprogramms. 

Mit dem Wetter hatten die Acherner Glück gehabt, regnete es doch erst eine Stunde nach dem Abschluss der rund 50-minütigen Darbietung. Den Anfang machte der kleine, unscheinbare wirkende Steinkauz. Göttin Athenes heiliger Vogel galt im antiken Griechenland als Symbol der Weisheit. 

Echtes Erlebnis

Für die vor der Tribüne sitzenden Besucher gestaltete sich das Herzeigen des Käuzchens als eines echtes Erlebnis, ließ sich doch der handzahme, 180 Gramm schwere Vogel problemlos streicheln. Der geräuschlos fliegende Steinkauz ist nachtaktiv, erklärte Ruchlak. Leider wurden seine über Lautsprecher übertragenden Ausführungen aus technischen Gründen im Laufe der Show für Teile der Besucherschar immer schwerer verständlich. Der Wermutstropfen ließ sich verschmerzen, versöhnten doch die mit viel Applaus bedachten Flugdarbietungen der Greifvögel und ihre hautnahe, unkomplizierte Präsentation. 

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Als Erstes ließ der Falkner zwei Wüstenbussarde fliegen. Beide flatterten zügig auf und machten sich anfangs auf dem Tribünendach gemütlich. Danach steuerten sie zwei weit auseinander liegende Bäume in der Nachbarschaft an. Eine Schar Krähen protestierte lautstark und vertrieb den wohl unerwünschten Besuch des männlichen Bussards. Der ist immer um einiges kleiner wie das Weibchen, erläuterte Ruchlak das ungleiche Größenverhältnis des Paares. 

Einige Fleischhäppchen

Am Ende war der Falkner froh, dass sich beide Tiere wieder auf dem empor gestreckten Lederhandschuh des Vogelkenners niederließen. Natürlich wurden sie, wie alle anderen von Ruchlak vorgeführten Greifvögel, mit ein paar Fleisch­häppchen belohnt. Die ließ sich auch das elfjährige Weißkopfadler-Weibchen nach ihrem Freiflug schmecken. Das imposante Tier, das Ruchlak als »junges Mädel« bezeichnete, war der ungekrönte Star der Schau. Der Beutegreifer packte das vom Falkner spielerisch in die Luft geworfene Federspiel blitzschnell im Flug und bewies so seine hoch geschätzte Geschicklichkeit. 

Ganz besonders gefiel auch ein mächtiger Uhu. Auf dem Speisezettel der größten, nachtaktiven Eulenart stehen neben Ratten und Mäuse, auch Kaninchen, Hasen, Tauben und Enten. In Achern starrte er unbewegt aus seinen weit aufgerissen Knopfaugen und machte sich anscheinend nichts daraus, herumgezeigt und von Dutzenden Handykameras fotografiert zu werden. Am Ende der Darbietung nutzen viele Besucher die Gelegenheit Fragen zu stellen und die auf der Wiese auf ihrem Abtransport wartenden Tiere zum Abschied noch einmal aus der Nähe zu bewundern.

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