Spiritual im Kloster Erlenbad

Werner Ruschil schenkt seit 40 Jahren christliche Hoffnung

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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19. Mai 2018
Eine lebendige Beziehung zu Gott ist Werner Ruschil sehr wichtig. Am Pfingstmontag feiert er sein 40-jähriges Priesterjubiläum.

Eine lebendige Beziehung zu Gott ist Werner Ruschil sehr wichtig. Am Pfingstmontag feiert er sein 40-jähriges Priesterjubiläum. ©Roland Spether

»Eine lebendige Beziehung zu Gott kann eine tragende Grundlage für das Leben sein.« Diese Überzeugung lebt Spiritual Werner Ruschil. Dies durften viele Menschen in den vergangenen 40 Jahren erfahren, in denen der Priester, Seelsorger und Spiritual im Kloster Erlenbad sie begleitet hat.

Am Pfingstmontag, 21. Mai, darf Werner Ruschil um 10 Uhr  in der Kirche des Klosters Erlenbad sein 40-jähriges Priesterjubiläum feiern. Die Bevölkerung ist zu dem festlichen Gottesdienst eingeladen, Konzelebrant ist Pfarrer Jens Bader. Frühere Ministranten, Freunde und Wegbegleiter sind dabei. Dazu gehört Professor Josef Hafner (München), der die Festpredigt zum Thema »Das Priestertum des Neuen Testaments« hält. 

Perspektive geben

»Ich wollte immer nah dran sein an den Entwicklungen der Menschen und das Leben mit der Frohen Botschaft Jesu in Verbindung bringen, weil dort oft Antworten und die Kraft zum Leben liegen«, sagt Ruschil. Sehr wichtig sind ihm die Gottesdienste. Viele Menschen aus der Region kämen ins Kloster, um mit ihm Eucharistie zu feiern und aufbauende Worte vor allem für das konkrete Leben zu hören. »Die Gottesdienste, die wir feiern, sollen Freude und Perspektive geben in eine neue Woche hinein«, sagt Ruschil. Die Mitfeiernden spüren das auch, vor allem die Franziskanerinnen von Erlenbad. 

In all den Jahren war ihm sehr wichtig, dass die Menschen vom Glauben viel verstehen und Gott erfahren oder wenigstens etwas von seiner Liebe erahnen können wie bei den Erlenbader Taizé-Gebeten. 

Pfarrer Werner Ruschil ist in Ludwigsstadt geboren und wuchs in Karlsruhe auf. Nach Schule und Lehre trat er in das Spätberufenenseminar St. Pirmin in Sasbach ein und legte 1971 das Abitur ab, 2004 sollte er als Spiritual nach St. Pirmin zurückkehren. Nach dem Studium der Theologie und der Priesterweihe 1978 in Freiburg folgten Kaplansjahre in Brühl (1978-1980) und Waldkirch (1980-1981), bevor er in der Erzdiözese Freiburg (1981-1983) das Amt des Geistlichen Leiters der KJG innehatte. Das war eine sehr politische Zeit im Jugendverband, denn es wurden Friedensdemos organisiert, die mit einer heiligen Messe im Freiburger Münster und dem Prediger Werner Ruschil begannen.

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Ab 1983 war Ruschil zehn Jahre Pfarrer in Rammersweier und Dekanatsjugendseelsorger, woran er sich sehr gerne erinnert. »Damals war mir die Ökumene schon wichtig und es war selbstverständlich, dass evangelische Christen bei uns zur Kommunion gingen und es eine sehr gute Zusammenarbeit gab«.

Eine Herausforderung

Ab 1993 war er Geistlicher Leiter im Bildungshaus Junger Christen in Weiterdingen und Ortspfarrer. Es war eine Herausforderung, Angebote für junge Leute zu machen und ein Bildungshaus auf 7000 Übernachtungen jährlich aufzubauen. »Leider wurde es drei Jahre nach meinem Weggang wieder geschlossen, was heute noch viele bedauern«. 

2004 wechselte er ins Sasbachtal, war von 2004 bis 2016 Spiritual in St. Pirmin und ist bis heute Spiritual im Kloster Erlenbad und im Bildungshaus Hochfelden. Dort hat sich das Netzwerk, das sich in Weiterdingen gebildet hatte, nun als »35 plus« etabliert und wird weiter zusammen bleiben.

Vor allem auch die Erlenbader Schwestern haben viel Freude an ihrem Spiritual, der ihr geistliches Leben begleitet und viel Hoffnung schenkt.

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