Rückflug gelingt nicht immer

Weshalb die Borkies nach der Landung den Daumen ausstrecken

Autor: 
red/bru
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2018
Kommen die Borkies außerhalb des vorgesehenen Landesplatzes runter, sind sie auf Autofahrer angewiesen, die sie ein paar Kilometer mitnehmen.

Kommen die Borkies außerhalb des vorgesehenen Landesplatzes runter, sind sie auf Autofahrer angewiesen, die sie ein paar Kilometer mitnehmen. ©Gleitschirmfliegerclub Borkies

Zwischen Frühjahr und Herbst findet man sie vermehrt wieder an Land- und Bundesstraßen im ganzen Ländle stehen: Seltsame Gestalten mit riesigen Rucksäcken auf ihren Schultern, die den vorbeifahrenden Autofahrern hilfesuchend einen Daumen entgegenstrecken. Was ist geschehen?

Streckenflug nennt der Paraglider die Disziplin, die ihn weit von seinem Startpunkt fortträgt, aber oft nicht mehr dahin zurück, schreiben der Gleitschirmfliegerclub Borkies. Beim Gleitschirm handelt es sich um ein Fluggerät, was aus einem stabilen Gewebe genäht wird und seine Flügelform durch die in die Zellen einströmende Luft erhält. Luftleer lässt sich dieser Flügel auf die Größe eines Rucksacks zusammenfalten. Mit Helm und Gurtzeug kommt das Gewicht auf bis zu 25 Kilogramm. 

Einmal gestartet, sucht der Gleitschirmflieger nach aufsteigender Warmluft, in der er sein Fluggerät in kreisenden Bewegungen höher und höher steuert. Im Idealfall und mit viel Erfahrung und Geschick kurbelt man eine Thermik bis zur sogenannten Basis aus. Darunter versteht man die Wolkenuntergrenze, wo die aufsteigende Warmluft zu kondensieren beginnt und sich zu den beliebten »Schäfchenwolken« formiert. Und dann geht es auf Reisen, so die Borkies. 

Mit der gewonnenen Höhe fliegt man nun los, um im Gleitflug möglichst die nächste Warmluftblase zu erreichen und dort wieder Höhe zu erarbeiten. Im Gleitflug und ohne die aufsteigenden Luftmassen verliert der Gleitschirm natürlich wieder an Höhe. 

Thermik ausnutzen

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Der Spaß am Sport besteht nun darin, nur mit Hilfe der Aufwinde, geschickter Streckenplanung und unter Einbeziehung der sich änderten Windrichtungen so lange und weit wie möglich zu fliegen. Die Königsdisziplin besteht darin, auch wieder an den Ausgangsort zurück zu fliegen. Profis legen Strecken von 200 bis 300 Kilometer bei einer Flugdauer von acht Stunden zurück.

Und hier kommen die Autofahrer ins Spiel: Nicht immer gelingt es, die geplante Strecke hin und zurück zu fliegen. Eine Fehlentscheidung in der geflogenen Strecke und man steht sehr schnell wieder am Boden – nicht selten an den abgelegendsten Stellen. Ohne Zug oder Busverbindung, außerhalb von größeren Ortschaften oder einfach mitten im Schwarzwald freuten sich die Borkies umso mehr über die Hilfsbereitschaft der vielen Autofahrer dem Startpunkt wieder etwas näher bringen.

Im einfachsten Fall dreht es sich nur um den Rücktransport vom Landeplatz zum Startgelände, wo meist das Fahrzeug abgestellt wurde. So auch beim Gleitschirmclub Borkies. Dank der vielen hilfsbereiter Einwohner Sasbachwaldens, die die bunten Schirme am Himmel ins Herz geschlossen haben, gelingt es hier immer wieder, schnell zum Start beziehungsweise Parkplatz zurück zu kommen, so die Borkies abschließend.

 www.borkies.de

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