Lesung in der "Bücherinsel"

Wie Autorin Petra Hülsmann in Oberkirch begeistert

Autor: 
Manuela Bijanfar
Lesezeit 3 Minuten
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15. September 2018

Spannende Geschichten erwarteten die Besucher am Mittwochabend bei der Lesung von Petra Hülsmann. Sie signierte in der »Bücherinsel« ihr neuestes Werk. ©Manuela Bijanfar

Eine quirlige Autorin und eine lebhafte Lesung erwartete die Zuschauer am Mittwochabend in  der Bücherinsel. Petra Hülsmann aus Hamburg las aus ihrem neuen Buch »Wenn´s einfach wär,  würd´s jeder machen«.
 

Geballte Frauenpower erwartete den Veranstalter Georg Börsig am Mittwochabend in seiner  Buchhandlung: Außer ihm selbst war nur noch ein anderer Mann erschienen, »über den ich mich  besonders freue, weil ich mich dann nicht mehr so allein fühle«, sagte Börsig bei seiner  Begrüßung. Die Autorin Petra Hülsmann fand quasi sofort den Kontakt zum Publikum, indem sie  erzählte, als Kind jeden Sommer die Ferien im Achertal verbracht zu haben. Schöne  Kindheitserinnerungen seien für sie mit dem Schwarzwald verbunden.
Dann stellte Hülsmann die Hauptfigur ihres neuen Romans vor: »Die Lehrerin Anni Paulsen ist  eine facettenreiche Figur, schrullig und verschroben, aber durchaus sympathisch. Da sie sich in  ihrem Leben bequem eingerichtet hat und keine Veränderungen mag, reiße ich sie doch etwas  unsanft aus ihrer Komfortzone.« Was konkret bedeutet: Vom Elite-Gymnasium im Stadtteil der Wohlhabenden hinein in das Problem-Stadtviertel Ellabruck an die Astrid-Lindgren-Schule mit  hohem Migranten-Anteil.
Perspektivlosigkeit und »Null-Bock-Mentalität« prägen die neue Schule und ihre Schüler. Was also tun, um die uninteressierten Schüler zu motivieren? Lehrerin Anni  beschließt, ein Musical vorzubereiten und aufzuführen. Und natürlich darf auch eine  Liebesgeschichte nicht fehlen: Zwischen dem angehendem Regisseur Tristan und dem Maler Sebastian muss Anni sich im Laufe der Handlung entscheiden.

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Erinnerungen an »Fackju  Göthe«

Die Charaktere und die Handlung  des Romans, aus dem Hülsmann drei Szenen vorlas, erinnern doch stark an den Film »Fackju  Göthe«: So ist die von sich sehr überzeugte »Heaven Tanita« eindeutig an die Figur »Chantal« angelehnt, und auch das restliche Personal wie Mesut, Meikel, Jo, Maryam und Hamed scheint  mit seinem Ghetto-Slang direkt aus dem Film ins Buch gesprungen zu sein. Nichtsdestotrotz ist  Hülsmann eine spannende und amüsante Geschichte gelungen. Ihre heitere Vortragsweise kam beim Publikum gut an, das im Anschluss auch noch etliche Fragen stellte. So erzählte die Autorin,  dass sie ein Jahr lang für das Schreiben eines Buches benötigt, dass sie viel Zeit für Planung und  Recherche braucht, und dass sie ohne feste Arbeitszeiten schreibt. »Um die Umgangssprache  unter Jugendlichen zu studieren, habe ich mich in die U-Bahn und ins McDonalds gesetzt und  einfach nur zugehört«, schilderte sie den Zuschauern. Diese Studien scheinen sehr erfolgreich  gewesen zu sein, da die Autorin die Jugendsprache gut nachahmen konnte.
Und mit der Autorin  Hülsmann hat die Figur Anni etwas Grundlegendes gemeinsam: Die Schwäche für überflüssige  Haushalts-Gegenstände. Als Beweis dafür hatte sie einen »Bananenschneider« mitgebracht.  

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