Renchtäler Segelflieder im Aufwind

Wie ein Surfer auf der perfekten Welle

Autor: 
red/RK
Lesezeit 2 Minuten
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09. März 2018
Starker Nordostwind und Väterchen Frost ermöglichen Traumflüge Im Segelflugzeug bis 3650 Meter Flughöhe.

Starker Nordostwind und Väterchen Frost ermöglichen Traumflüge Im Segelflugzeug bis 3650 Meter Flughöhe. ©Martn Kiefer

In den vergangenen Tagen brachte eine stabile Nordostwindlage mit extrem starken Wellenaufwinden den Renchtäler Segelfliegern unvergessliche Eindrücke. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h an der Hornisgrinde und am Feldberg war die perfekte Mischung geboten, da die Luft ins Tal hinabstürzte und sich folgend in starken Wogen wieder aufschaukelte und sich so seltene Wellenwindsysteme bildeten.

Der Pilot gleitet mit seinem Segelflugzeug in einer Windwelle, ähnlich einem Surfer auf der Wasserwelle. Bei solchen Wetterlagen wie zuletzt wurden rund um die Hornisgrinde bereits Höhen bis zu 7600 Meter erreicht. Mehrere Piloten der Fliegergruppe Renchtal nutzten die einmalige Wetterlage um in Offenburg abzuheben. Im Fokus stand das Einfliegen auf die neue Saison, wobei man unvergessliche Eindrücke erleben konnte.

Der Einstieg in das Wellensystem war sehr turbulent. So musste sich jeder Segelflieger mühsam durch extrem starke Rotorwolken im Kinzigtal oder Renchtal kämpfen – das ist nur was für sehr erfahrene Piloten. Im aufsteigenden Bereich der Rotorwolke ging es dann, wie im Fahrstuhl, rassent schnell nach oben – machmal bis zu zehn Metern pro Sekunde. Schließlich erreichte der Pilot dann die laminare Strömung der Welle – hier ist völlig ruhiges Dahingleiten mit traumhaften Ausblicken möglich. So sieht man die Alpen zum Greifen nahe und schneebedeckten Gipfel verschwinden am Horizont erst ganz weit im Osten.

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An der Hornisgrinde liegt das Wellengebiet etwa über der Schwarzwaldhochstraße – je nach Windstärke und Richtung, mehr oder weniger versetzt. Im Wellenfluggebiet Murgtal, das ist grob der Großraum mittlerer Schwarzwald, gab die Flugsicherung Einzelfreigaben für die Segelflugzeuge bis Flugfläche FL120, das sind rund 3650 Meter Höhe. Der Pilot musste dazu in permanenter Hörbereitschaft auf der Frquenz der Flugsicherung bleiben.

Normalerweise fliegen die Privatpiloten im unkontrollierten unteren Luftraum FL100, also bis 3048 Meter und benötigen dafür auch keine spezialle Freigabe durch die Flugsicherung. Joachim Treier, Fluglehrer der Fliegergruppe, hob in Offenburg zweimal mit wechselnden Copiloten im doppelsitzigen Duo Discus XL ab. Sein Vater und Vereinsvorsitzender Ludwig Treier schleppte mit dem moderenen Motorsegler Super Dimona am 50 Meter langen Seil die Segler in die Luft.

Joachim Treier und  Martin Kiefer bewältigten die Rotorwalzen im Renchtal bei Oppenau. Vom Feldberg ging es direkt wieder zurück ins Simonswäldertal. Seine Eindrücke brachte Treier auf den Punkt: »Schöner zuverlässiger und spannender Tag mit Traumsicht und sehr entspannenden Momenten. Segelfliegen ist einfach wunderschön.«

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