Ein „Wahnsinnsaufwand“

Wie es der Schule und der Kita in Fautenbach derzeit ergeht

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 3 Minuten
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26. September 2020

In der Schule in Fautenbach gelten derzeit besondere Regeln. ©Michael Karle

Rektorin Viktoria Weber schildert dem Fautenbacher Ortschaftsrat, welche Herausforderungen der Umgang mit dem Infektionsschutz an der Grundschule auslöst. In der Kita gibt es ein Problem.

Die aktuellen Herausforderungen in der Grundschule Fautenbach führte Rektorin Viktoria Weber den Ortschaftsräten am Mittwoch vor Augen. Wichtig sei, regelmäßig Infos in der Schulkonferenz, aber auch direkt an die Eltern zu geben. Innerhalb der Klassen gebe es keinen Abstand, wohl aber von Klasse zu Klasse.

Den Pausenhof habe man nun so umgestaltet, dass der Schulbeginn gut funktioniert. Nur eine Hofpause gebe es zu unterschiedlichen Zeiten für Grund- und Achertalschüler. Die Schulkindbetreuung soll übergangsweise in die Gymnastikhalle verlegt werden. Schwierig sei auch, die Querlüftung einzuhalten.

Ihr Fazit: Corona bringe einen „Wahnsinnsaufwand“, Lehrer und Schüler machten jedoch sehr gut mit. Sehr positiv sei die Einschulungsfeier unter besonderen Bedingungen wahrgenommen worden, bestätigte Verena Huber. 

Ein konkretes Ergebnis brachte der offene Austausch am Mittwoch: Der Ortschaftsrat will das Ratszimmer für Lehrerbesprechungen zur Verfügung stellen. „Das wäre sehr hilfreich“, dankte die Schulleiterin. Ebenso will man im Gespräch bleiben hinsichtlich eines Türöffners und einer Plexiglasscheibe im Rektoratszimmer. Die Digitalisierung laufe. „Der Medienentwicklungsplan ist fertig. Jetzt sind wir intensiv dabei, das Fernlernen über die Plattform Padlap zu üben.“ Ortsvorsteher Rainer Ganter und die Räte würdigten: „Danke für Ihre Beharrlichkeit.“

Staub im Hof der Kita

Denselben Dank hatten die Räte für Stefanie Jochim, Leiterin der Kita St. Bernhard, und Frank Hogenmüller von der kirchlichen Verrechnungsstelle. Auch in der Kita klappe die Umsetzung weitgehend. Aber: „Wir sind sehr viel draußen, haben hier aber ein großes Problem mit dem Staub“, weiß Jochim. Mittlerweile sei auch der Betriebsarzt im Einsatz. Für eine Lösung mit neuer Eindeckung wäre wohl ein größeren Einsatz nötig.

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Froh ist das Erzieherinnenteam, dem starken Platzmangel im Innern durch Ausweichmöglichkeiten im Pfarrsaal begegnen zu können. Dennoch freut man sich, wenn das Schwesternhaus bald für Eltern- oder Teamgespräche und fürs Bistro dazu kommt.
Frank Hogenmüller erklärte, dass die Genehmigungsformalitäten noch einige Wochen dauern. Dann werde man zuerst das Ober- und danach das Erdgeschoss umbauen.

Zustimmung gab es für den vorgelegten Plan mit 30,5 Schließtagen. „Bei der Stadt haben wir in der Regel zwei Tage weniger“, bemängelte allerdings Ortschaftsrätin Verena Huber.

Ohne Aussprache war man sich einig, das Angebot der Baden-Badener Firma Werth für eine Ersatzpflanzung der abgängigen Thujahecken am Friedhof anzunehmen. Die Firma soll die Anlage für knapp 21 000 Euro neu bepflanzen. 

Birken werden weichen

Nach der von Rainer Ganter vorgestellten Rückmeldung des Bauhofs, dass die Birken entlang des Fautenbachs wegen des Klimawandels zunehmend anfälliger sind, gab es grundlegende Diskussion. Der Bauhof schlägt Ersatzbeflanzungen abgehender Birken durch Feldahorn, Kupferbuche oder eine Erlenart vor, erklärte der Ortsvorsteher und ergänzte Säulenhainbuchen, die Clemens Schindler vorgeschlagen hatte. Für Kurt Wild gehören Bach und Birken zur Idylle von Fautenbach. Das Gremium entschied bei einer Gegenstimme von Kurt Wild, künftig bei Ersatzpflanzungen offen zu sein für klimatisch passendere Baumarten. 

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Ortsvorsteher bekannt, dass der Ortschftsrat das neue Buch „100 Jahre Fautenbach“ aus den Ortsmitteln unterstützt. „Wir sind sehr froh über dieses Engagement.“

Hintergrund

Kein Parkverbot am Eichberg

Zur diskutierten Beschilderung an der Straße am Eichberg verkündete Ortsvorsteher Rainer Ganter die Rückmeldung des Ordnungsamts, dass dort nach wie vor keine Veranlassung für ein Parkverbotsschild gesehen wird. Zuletzt war durch parkende Kirchenbesucher auch die Feuerwehr an der Durchfahrt zum Einsatzort behindert gewesen.
Thomas Merkt hatte in einem Schreiben an den Ortsvorsteher die Kette kritisiert, die bei der alten Kirche nach wie vor den Durchgang versperrt. Hier signalisierte Ganter einen Besprechungstermin mit der Besitzerin.

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