Mögliche Planung vorgestellt

Wie kann in Achern die Wärmewende geschafft werden? - prev

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16. Mai 2021
Die Wäremplanung soll nicht nur die städtischen Einrichtungen, sondern auch Private und Betriebe betreffen.

Die Wäremplanung soll nicht nur die städtischen Einrichtungen, sondern auch Private und Betriebe betreffen. ©ULRICH MARX

Die Klimaneutralität soll in Achern bis 2050 hergestellt werden. Doch wie kann das umgesetzt werden? Dies erläuterte Nina Weiß (bnNetze) vor dem Acherner Bau- und Umweltausschuss am Montag.

Mit dem neuen Klimaschutzgesetz habe das Land die größten Städte zu einer kommunalen Wärmeplanung verpflichtet. Bis Ende 2023 muss die Planung, die vom Land bezuschusst wird, vorliegen, erläuterte Nina Weiß.

Fünf Maßnahmenpakete sind vorgesehen. Das sind die Aktualisierung der Energie- und Treibhausgasbilanz, Erstellung eines digitalen Zwillings der Stadt Achern, Eine Potentialanalyse und Ermittlung der Abwärempotentiale, Erstellung von Klimaszenarien bis 2030 und bis 2050 sowie die Entwicklung einer Wärmewendestrategie.

Bald erste Ergebnisse

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So sollen bis Herbst bereits erste Ergebnisse vorliegen, was die derzeitige CO2-Bilanz Acherns betrifft. Wie Nina Weiß auf Anfrage aus dem Rat erklärte, gehe es nicht nur um die Wärmeoptimierung bei der Stadtverwaltung, sondern in der gesamten Stadt, also auch bei Private und Betrieben. Es gehe unter anderme darum, das Wäremnetz zu erweitern oder das Abwärmepotential zu nutzen. Karl Früh (CDU) wollte wissen, wie die neuen Quartiere sei es „Wohnen an der Acher“ oder dasalte Süwag-Areal oder auch das Lott-Gelände einbezogen werden. Gebhard Glaser (Freie Wähler) kündigte an, dass die Freien Wähler es für zwingend notwendig halten, die Energie- und Klimaschutzmaßbnahmen der Stadt Achern ganzheitlich zu betrachten. Deshalb beantragen die Freien Wähler die Einrichtung eines Qualitätsmanagementsystems, wobei die Energie- und Klimaschutzaktivitäten erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden. Die Freien Wähler schlagen vor, am Programm „European Energy Award“ teilzunehmen. Dabei werde in den Kommunen eiu Energieteam aus Mitarbeitern der Verwaltung und auch ehrenamtlichen Vertretern gebildet, das den Prozess begleitet, Maßnahmen entwickelt und umsetzt, unterstützt durch einen externen eea-Berater, so die Freien Wähler.

OB Klaus Muttach erläuterte, dass die Stadt einen Manager einstellen wolle, der ab 1. Juli beginnt. Das Thema „European Management Award“ wolle er solange zurückstellen, bis der Klimaschutzbeauftragte kommt. Die Verwaltung könne derzeit keine weitere Arbeit mehr übernehmen.

Freude bei den Grünen

Der von der grünen Fraktion gleich nach ihrem Einzug in den Gemeinderat Achern 2019 gestellte Antrag auf eine hauptamtliche Stelle einer Klimaschutzmanagerin oder eines Klimaschutzmanagers werde nun nach fast zwei Jahren endlich Wirklichkeit, teilt dazu die Acherner Grüne-Fraktion mit. Nach einer langen Phase der Bewerbungen werde nun zum Juli 2021 ein Klimaschutzbeauftragter seine Tätigkeit für Achern aufnehmen. „Den Acherner Grünen war eine solche Stelle von Anfang an sehr wichtig“, betont die Fraktion.
Das Ganze sei ein spannendes Thema, betonte Jutta Römer (ABL), zudem sehr komplex. „Dass wir etwas machen müssen, ist keine Frage“, meinte sie. Wichtig ist nun erst einmal, so Nina Weiß, eine CO2-Bilanz zu erstellen. Die weiteren Maßnahmen, die dann folgen, seien auch für private Wohngebäude möglich, erläuterte sie auf Frage von Gabriele Hoggenmüller (ABL).

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