Beratung im Ortschaftsrat

Wie läuft die Entwässerung im Bühli in Mösbach?

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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13. Februar 2020

Die Entwässerung der Niederschläge im künftigen Baugebiet „Bühli“ sind ein Problem, das nun mit unterirdischen Rigolen gelöst werden soll. ©Roland Spether

Auf alle planerischen und technischen Fragen der Mösbacher Ortschafsräte zum Thema „Entwässerungsplanung für das Baugebiet Bühli“ hat Michael Kaiser vom Büro RS Ingenieure qualifiziert geantwortet, nur eine Frage von Walter Schwenk wollte und konnte er nicht beantworten: „Wie lange dauert es?“ 

Es wurden seit über zehn Jahren zum Thema „Bühli“  schon zu viele „Zeitpläne“ genannt, die wegen der komplexen Situation auch in Sachen Ableitung des Oberflächenwassers immer wieder verworfen wurden. „Wenn die Variante feststeht, dann gehen wir mit dieser in das Bebauungsplanverfahren“, so Michael Kaiser. Dies kann nun erfolgen, denn die Ortschaftsräte votierten einstimmig für die „Variante 3“, die auch die Stadt als sinnvollste Lösung ansieht. Hierbei geht es um die Zwischenspeicherung des Regenwassers in geschlossenen Rigolen-Füllkörpern, die unterirdisch eingebaut werden und in Kombination mit einem Schachtbauwerk („Drossel“) nur so viel Wasser in den Graben einleiten, wie dies im unbebauten Zustand geschieht.

„Wie wird das Bühli entwässert?“ Diese Frage stand bereits in der Sitzung am 8. April 2008 im Mittelpunkt, als erste Planungen vorgestellt wurden. Damals wurde die grundsätzliche Entscheidung getroffen, „das Regenwasser nicht über die Renchtalstraße und die Önsbacher Straße in den Pelzbach einzuleiten, sondern im Baugebiet selbst zwischen zu speichern und dann gedrosselt an den vorhandenen Graben abzugeben“, so eine Aussage der aktuellen Sitzungsvorlage. 

Als Gewässer eingestuft

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Wie Michael Kaiser darlegte, wurden die jetzigen Planungen mit dem Landratsamt Offenburg abgestimmt und von dort kam die klare Aussage, dass der vorhandene Graben als Gewässer einstuft sei und von der Ableitung des Regenwassers getrennt werden muss. Denn eine erste Variante sah vor, dass der Graben durch das neu zu bauende Regenrückhaltebecken fließt. Die Ablehnung dieser Variante  hängt mit den unterschiedlichen   Bemessungsmengen für Niederschläge („Jährlichkeiten“) in Außen- und Siedlungsgebiete zusammen. Auch die zweite Variante wurde verworfen, bei der der Graben verlegt und mit einigen Kurven um das Rückhaltebecken herum.

Die einzig praktikable Lösung ist die mit einem geschlossenen Rigolensystem (1000 Kubikmeter), die unterirdisch rechts und links des Grabens eingebaut und miteinander verbunden werden. Dadurch kann der fünf Meter breite Gewässerrandstreifen eingehalten werden. Wie Michael Kaiser darlegte, wird das zu speichernde Regenwasser in der Rigole zurückgehalten und diese werde so groß bemessen, dass bei einem zehnjährigen Bemessungsregen nicht mehr Wasser in den Graben eingeleitet wird als bisher. Das anfallende Regenwasser aus den Außengebieten wie den oberhalb gelegenen Rebbergen würde wie bisher auch durch das Gewässer abfließen, zur weiteren Ableitung in den Kanal würden Rohre mit einem größeren Durschnitt gebaut. 

Was kostet das Projekt?

Seitens der Gemeinderäte und rege mitdiskutierender Bürger gab es viele Fragen. Nicht exakt beantwortet ist die Frage, wie viel die Regenrückhaltung mit Rigole kostet. Von Gabi Bär wurden 200 000 Euro genannt. 

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