Osterlämmer sind der Renner

Wie Ostern im Renchtal kulinarisch gefeiert wird

Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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31. März 2018
Eierkauf direkt bei den Hühnern: Die dreijährige Amelie (links) und ihre Schwester Marlene haben von Wilma Hildenbrand noch ein paar Ostereier dazu bekommen.

(Bild 1/2) Eierkauf direkt bei den Hühnern: Die dreijährige Amelie (links) und ihre Schwester Marlene haben von Wilma Hildenbrand noch ein paar Ostereier dazu bekommen. ©Katharina Reich

Osterhase, Eier und das Lamm: Die Ostersymbolik findet sich an diesem Wochenende auch auf manchem Teller wieder. Die Acher-Rench-Zeitung hat sich im Renchtal umgehört, was an Ostern kulinarisch geboten ist.

 Kein Osterfest ohne Eier: Bevor der Osterhase die Eier versteckt, sind erstmal die Hühner gefragt, beispielsweise die vom Bottenauer Bächlehof. Seit etwa 20 Jahren halten Wilma und Joachim Hildenbrand auf ihrem Hof Hühner. Angefangen hat alles mit einem leeren Saustall und 40 Hennen. Inzwischen scharren rund 3000 Hühner in der Erde rund um den Bächlehof. Die Eier verkaufen die Hildenbrands auf den Wochenmärkten in Achern, Oberkirch und Oppenau, sowie in den lokalen Edeka-Märkten und in Hofläden. Vor Ostern bemerkt Joachim Hildenbrand einen Anstieg der Nachfrage – grundsätzlich und nach weißen Eiern, die man besser färben kann. Und natürlich hat der Bächlehof auch bereits gefärbte Eier im Angebot.

Ein wichtiges Symbol des Osterfests ist das Lamm. Das kommt nicht nur an Ostern im Oppenauer Restaurant »Rebstock« auf die Karte. Bis es bei Küchenchef Jean-Luc Ohlmann in der Pfanne brutzelt, hat es eine weite Reise hinter sich. Das Fleisch stammt nämlich aus Neuseeland, wo es laut Ohlmann mehr Schafe als Menschen gebe. In unserer Region gebe es kaum Lammfleisch zu kaufen, zumindest nicht in den Mengen und zu dem Preis, dass es für den »Rebstock« infrage käme. Für die richtige Zubereitung von Lammfleisch hat Jean Luc Ohlmann noch ein paar Tipps parat: »Erstens darauf achten, Fleisch eines jungen Tieres zu kaufen. Dann das Fleisch kurz scharf anbraten und anschließend bei niedriger Temperatur im Ofen ziehen lassen.«
 

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Hase auf Italienisch

Lamm gibt es auch bei der Metzgerei Bohnert in Oberkirch. Die Genusswerkstatt bezieht es aus der Hohenlohe. Außerdem hat Jochen Bohnert auch Hasenkeulen in seinem Osterangebot – und zwar fix und fertig, um sie nur noch in den Ofen zu schieben. Für alle, die den Hasen selbst zubereiten möchten, hat der Metzgermeister einen Tipp für die Zubereitung italienischer Art: »Das Hasenfleisch zerkleinern, scharf anbraten und dann in einem Tomatensugo schmoren lassen. Dazu gehören noch Oliven, Kapern und frische Kräuter.«

Auch für Vegetarier geeignet sind die Lämmchen, die in den letzten Tagen in der Backstube der Bäckerei Schmiederer in Bad Peterstal entstanden sind. Insgesamt 1500 Biskuit-Lämmer hat Claudius Schmiederer gebacken. Das Rezept stammt noch von seinem Ur-Ur-Großvater und wurde nicht verändert. Die Lämmchen aus Eiern, Zucker, Mehl und Butter werden in einer Form gebacken, die vorher gründlich mit Butter eingepinselt werden muss. »Das ist sehr viel Arbeit. Deshalb muss die ganze Familie ran«, erklärt Claudius Schmiederer. Neben den Osterlämmern gibt es einen weiteren Renner aus der Backstube: die Osterhasen aus Hefeteig mit viel Butter.

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