Gründer aus Oberkirch
Dossier: 

Wie Schüler im Renchtal jetzt digital lernen können

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 3 Minuten
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25. März 2020

Laszlo Csorba, Alia Echle und Laetitia Csorba lernen in der Zeit ohne Schule zu Hause mit dem Material von SchulLV. ©Mathias Junker

Die Idee für das digitale Lernangebot kam den Gründern Oliver Witt und Mathias Junker, die beide aus Oberkirch stammen.

Tausende Schüler gehen gerade nicht in die Schule. Lernen steht trotzdem  auf dem Programm. Besonders für die Schüler, die vor der einer Abschlussprüfung stehen. Hilfe  gibt es vom digitalen Lernangebot des Portals SchulLV. Das Unternehmen wurde 2008 von den  beiden Oberkirchern Mathias Junker und Oliver Witt gegründet und erlebt gerade einen Boom. Das Unternehmen SchulLV mit Sitz in Karlsruhe bietet Schulen und Schülern auf ihrem Portal  Lernmaterialien zum Vertiefen und Üben sowie Lektürehilfen und Prüfungsaufgaben  vergangener Jahre samt Lösungen.

Die Idee für das digitale Lernangebot kam den Gründern  Oliver Witt und Mathias Junker 2008, als sie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg als  Hilfswissenschaftler tätig waren sowie am Oberkircher Hans-Furler-Gymnasium Abi-Crashkurse gegeben haben. „Da haben wir schnell gemerkt, dass man mit Büchern nicht weiterkommt“,  berichtet Matias Junker. Was fehlte, waren Verlinkungen, eine Suchfunktion und eine  Möglichkeit, Inhalte zu teilen. Eine Marktlücke war entdeckt.

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Inzwischen beschäftigt das Portal  SchulLV zehn Mitarbeiter. Bis zu 50 Autoren sorgen als freie Mitarbeiter für die Inhalte. 350 000 Schüler und Lehrer nutzen die Lerninhalte. Es gibt sie für acht Fächer, zugeschnitten auf die Lernpläne der Bundesländer.  Auch Schüler der Realschule Oberkirch lernen gerade mit den Materialien von SchulLV auf ihre  Abschlussprüfung. Der 15-jährige Laszlo Csorba nutzt das digitale Lernangebot bereits seit der  siebten Klasse. Er schätzt das flexible Lernen: „Das geht am PC, aber auch am Tablet oder auf  dem Handy“, berichtet er. Auch mit den Lernvideos oder den Extra-Übungsaufgaben bereitet er  sich nun auf die Prüfungen in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch vor. 

Alia Echle,  ebenfalls 15 Jahre alt, ist über Laszlo Csorba auf SchulLV aufmerksam geworden. Sie nutzt es  vor allem, um sich auf die Matheprüfung an der Realschule vorzubereiten. „Es gibt eine  Unmenge an Übungen und die Prüfungsaufgaben der Vorjahre mit Lösungen“, schildert sie. Sie  rät allen Schülern, in der aktuellen Situation nicht zu viel Angst zu haben und einfach trotzdem  zu lernen und sich gut auf die Prüfungen vorzubereiten.

Das Unternehmen SchulLV entwickelt auch digitale Schulbücher. Gerade hat das erste digitale Schulbuch die Zulassung des rheinland-pfälzischen Kultusministeriums erhalten – als erstes  digitales Schulbuch überhaupt. Durch die Corona-Krise erfährt das Unternehmen viele Anfragen  von Lehrern, die das Material für ihre Schüler nutzen möchten. Um den Schülern in dieser Ausnahmesituation weiterzuhelfen, bietet SchulLV seine Inhalte bis Ende April kostenlos an.

Stichwort

Lernmaterial

Wegen der Coronakrise und den dadurch geschlossenen Schulen bietet SchulLV die Inhalte den Schülern bis Ende April kostenlos zur Verfügung. Der kostenfreie Zugangscode lautet: ZZQ876EJ Einzulösen unter www.SchulLV.de/Schullizenz

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