Nach umstrittenem Beschluss

Wieder Gottesdienste in der Oberkircher Martin-Luther-Kirche

Autor: 
red/RK
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13. Januar 2021

Ab sofort öffnet auch die Martin-Luther-Kirche in Oberkirch wieder ihre Tore für Präsenzgottesdienste. ©Keller

Der evangelische Kirchengemeinderat Oberkirch hat in einer Sondersitzung per Videokonferenz mehrheitlich beschlossen, dass ab kommenden Sonntag um 10 Uhr wieder Präsenzgottesdienste in Anwesenheit der Gemeinde in der Martin-Luther-Kirche stattfinden sollen.

Der Beschluss war umstritten, er wurde von den Befürwortern der Öffnung unter anderem auch damit begründet, dass die Inzidenzwerte im Ortenaukreis inzwischen deutlich unter 200 gesunken sind, schreibt der Kirchenrat in einer Pressemitteilung . Ab diesem Wert aufwärts sollten die Kirchengemeinde möglichst auf digitale Angebote umstellen, so war es von der Kirchenleitung in Karlsruhe kurz vor Weihnachten vorgegben worden. Bei Werten, die darunter liegen, bleibt die Entscheidung für oder gegen Präsenzgottesdienste den Leitungsgremien der einzelnen Kirchengemeinden überlassen.

 
Für die Öffnung der Gottesdienste spricht auch der Umstand, dass momentan nicht abzusehen ist, wie lange die Einschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich noch andauern werden.

Auch unter ökumenischen und regionalen Gesichtspunkten will man durch die Öffnung der Gottesdienste ein gemeinsames Zeichen setzen. Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Renchtal feiern ab 11. Januar wieder Präsenzgottesdienste. Am Donnerstag, 21. Januar wird auch das ökumenische Taizé-Gebet um 19 Uhr in der Martin-Luther-Kirche stattfinden.

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36 Besucher erlaubt

Nun können wieder maximal 36 Personen die Gottesdienste in der Martin-Luther-Kirche besuchen. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, werden die Gottesdienstbesucher auf die Einhaltung der Corona-Schutzverodnung für Gottesdienste hingewiesen. Wie bisher ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz auch während des Gottesdienstes vorgeschrieben und auf Abstand zu achten.

Der Gottesdienst soll nur etwa 30 Minuten dauern. Gemeindegesang ist auch weiterhin nicht erlaubt.

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