Oberkirch

Wilde Bereiche im Garten als Lebensraum für Insekten erhalten

red/rüd
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06. Juli 2020

Im Rahmen der Blühenden Naturparke wird auch für Insekten-Lebensraum in privaten Gärten geworben. ©Naturpark

Blühende Naturparke: Die Biologin Julia Mack wirbt für heimische Gärten als fairen Kompromiss zwischen Erholungsmöglichkeiten für Menschen und Lebensraum für heimische Insekten.

. Die sieben Naturparke Baden-Württembergs engagieren sich im Rahmen des Projekts Blühende Naturparke für den Insektenschutz, indem Wildblumenwiesen durch eine Neuansaat oder eine Pflegeumstellung geschaffen werden. Artenreiche Wiesen gebietsheimischer Pflanzen bieten Insekten Lebensraum, Nahrungsquellen und Überwinterungsmöglichkeiten. In einem neuen Flyer informieren die Naturparke jetzt, worauf Gartenbesitzer bei der Schaffung insektenfreundlicher Strukturen achten müssen – von der Auswahl geeigneter Samen und Pflanzen über natürliche Nisthilfen bis hin zu Tipps für einen naturnahen Nutzgarten.

„Ein Garten sollte ein fairer Kompromiss aus Erholungsmöglichkeit für uns Menschen und Lebensraum für wilde Besucher sein“, erklärt Biologin Julia Mack, die das Projekt Blühende Naturparke federführend betreut. Auf kurz geschnittenen Rasen sowie Gemüse- und Kräuterpflanzen müsse dabei niemand verzichten. Wichtig sei es jedoch, ausreichend wilde Bereiche mit heimischen Arten im Garten zu belassen. 

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Diese sorgen für genug Nektar- und Pollenquellen. Viele Insekten sind auf diese heimischen Blühpflanzen angewiesen. Viel Potential bieten auch Gemüse- und Kräuterbeete, wenn Insekten genug Raum gelassen wird. Mack rät: „Verzichten Sie auf chemische Hilfsmittel und lassen Sie regelmäßig einige Gemüsepflanzen und Kräuter in die Blüte gehen.“

Auch bei der Abgrenzung des Gartens gibt es ökologisch wertvolle Lösungen. So gibt der Flyer „Insektenfreundliche Lebensräume gestalten“ auch Denkanstöße zu Trockenmauern aus Natursteinen, Totholzhecken und lebendigen Weidenzäunen. Insbesondere beim Thema Nisthilfen für Insekten gebe es noch Aufklärungsbedarf, so Mack. „Nur etwa ein Viertel aller Wildbienen nistet in Nisthilfen, drei Viertel nisten im Boden.“ Hier gelte es, geeignete Nistplätze zu schaffen beziehungsweise zu belassen – etwa Sandhaufen oder kahle Hänge. Wer die Tipps beachtet, leistet einen großen Beitrag für den Erhalt der heimischen Insekten. 

Für Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad und Vorsitzender des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, sind die sieben Naturparke im Land die idealen Ansprechpartner beim Thema naturnahes Gärtnern: „Naturschutz, Nutzung und Erholung schließen sich nicht aus, sondern passen im Gegenteil sehr gut zusammen. Hier leisten die Naturparke wichtige Aufklärungsarbeit, damit ein Miteinander von Mensch und Tier gelingt.“

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