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Lautenbach

Windenergie: »Pauschale Ablehnung wäre falsch gewesen«

Gemeinderat Lautenbach stimmt für Einstellung der kommunalen Windkraftplanung / Bürgermeister Krechtler: Erkenntnisse für die Zukunft gewonnen
13. September 2017
&copy Peter Heck

Die Gemeinden Oberkirch, Renchen und Lautenbach werden ihre Windkraftplanungen wegen mangelnder Erfolgsaussichten einstellen. Für diese Entscheidung gab es im Gemeinderat Lautenbach Verständnis, aber auch Enttäuschung. 

Die Population der vier geschützten Vogelarten auf der Schwend hat sich seit 2015 noch erhöht. Der Bau von Windrädern wird an diesem Standort deshalb wohl nicht möglich sein. Das gab das Regierungspräsidium Freiburg den in der Verwaltungsgemeinschaft Oberkirch, Renchen, Lautenbach mit der Planung von Windkraftstandorten Beschäftigten am 19. Juni unmissverständlich zu verstehen. Auf dieser Grundlage wollen die drei Gemeinden ihre Standortplanungen auf der Schwend und dem Kutschenkopf nun einstellen (die ARZ berichtete am Dienstag ausführlich). 

Die im Laufe der Planungen gewonnenen Erkenntnisse »gäben für alle Beteiligten Sicherheit«, betonte Martin Müller am Dienstagabend in der Sitzung des Gemeinderats Lautenbach. »Abzuwarten bis ein Investor kommt und dann erst das ganze Prozedere loszutreten, wäre falsch gewesen.«

Das Verfahren habe die Grenzen der Windkraftplanungen aufgezeigt, es sei gut, dass nun ein Strich darunter gezogen werde. Zuvor hatte sich bereits Bürgermeister Thomas Krechtler für das nun vor der Einstellung stehende Planungsverfahren ausgesprochen. »Eine pauschale Ablehnung der Windenergie an den Standorten wäre der falsche Weg gewesen.« Dass spätere Erkenntnisse nun die Einstellung notwendig machten, sei Teil des Abwägungsergebnisses. 

Hans-Friedrich Huber empfand es als »enttäuschend, wie alles verlaufen ist«. Es habe von der Landesregierung eine klare Anweisung gegeben, Windkraftstandorte auszuweisen, nun würden diese Anstrengungen abgebügelt. »Dafür stehen wir zu sehr hinter der Windenergie.« Hubert Busam sah den Fehler in der Wirtschaftlichkeit der Standorte.

Die Bewertungskriterien seien heruntergesetzt worde, außer dem Mooskopf und der Hornisgrinde gebe es keine wirtschaftlichen Standorte in der Region. Dem widersprach Krechtler. Die Prüfungen seien auf der Basis einer Windhöffigkeit von 5,5 m/s vorgenommen worden. Das innerhalb der zurückliegenden drei Jahre zusammengetragene Material könne zudem für die Zukunft genutzt werden.

Autor:
Simon Allgeier

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