Keine große Arena wie in Achern

Wirte in Bühl bieten WM-Fußball fast rund um die Uhr

Autor: 
Holger Siebnich
Lesezeit 3 Minuten
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15. Juni 2018
Mitarbeiterin Nathalie Cléro schmückt den »Platzhirsch« in Bühl für die WM, die gestern gestartet ist.

Mitarbeiterin Nathalie Cléro schmückt den »Platzhirsch« in Bühl für die WM, die gestern gestartet ist. © Holger Siebnich

In Bühl gibt es anders als in Achern keine große Arena zum gemeinsamen Fußballgucken. Stattdessen hoffen die Gastronomen auf viele Fußball-Fans, die sich beim Mitfiebern gerne bedienen lassen.

Gino Pin wird in seinem Eiscafé Venezia am Johannesplatz in Bühl alle WM-Spiele live servieren, obwohl sich seine Italiener nicht für das Turnier qualifizieren konnten. Auch die benachbarten Lokale laden wieder zum Rudelschauen ein.
Fußballgroßereignisse haben sich für die Bühler Wirte zu einem entscheidenden Faktor im Sommergeschäft entwickelt. Raffaele Sassano vom »Italia« meint: »Das bringt richtig Umsatz.« Er und seine Kollegen sind deshalb gern bereit, einigen Aufwand zu betreiben, damit die Fans für den kollektiven Fußballspaß in die Bühler Innenstadt pilgern. Am Johannesplatz gibt es die volle Dröhnung: Die Gastronomen zeigen alle Spiele, alle Tore.

Aus Sicht der Stadtverwaltung steht der Party in Schwarz, Rot und Gold nichts im Weg. »Von den Anstoßzeiten her ist das Turnier unproblematisch«, sagt Ordnungsamtsleiter Andreas Bohnert. Bis auf eine Ausnahme ist der Anpfiff spätestens um 20 Uhr. Eine Verkürzung der Sperrstunde sei nicht notwendig: »Bis um 23 Uhr sollte in der Regel wieder Ruhe eingekehrt sein.«

Freibier bei Jogi-Sieg

Zumindest nach Siegen des deutschen Teams wird es im »Café Q« von Jörg Fitze allerdings hoch hergehen. Fünf Kästen Freibier verspricht er seinen Gästen nach jedem Triumph von Jogis Jungs. Sollte die Mission Titelverteidigung erfolgreich sein, will er sogar zehn Kästen springen lassen. 

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Sassano vom »Italia« drückt jetzt dem deutschen Team die Daumen – nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen: »Wir leben hier und sind immer für Deutschland, außer, wenn sie gegen Italien spielen«, betont er. Um seinen Gästen einen guten Blick aufs WM-Spektakel zu bieten, stellt er täglich mindestens vier Fernseher auf, bei Spitzenspielen eventuell noch mehr. 

Auch der »Platzhirsch« nebenan kann bei Deutschlandspielen sechs Fernseher auffahren. Alle anderen Begegnungen will Sergio Corsano auf drei Bildschirmen zeigen. 

Wer es abseits des Bühler Fußball-Epizentrums ein wenig beschaulicher mag, kann im »Schwanen« einkehren. Philippe Schutzenbach zeigt in der Vorrunde die deutschen Begegnungen, ab der KO-Runde dann ebenfalls alle Spiele. 

Im Biergarten

Sein Bühlot-Nachbar Martin Foshag vom »Badischen Hof« will seinen Gästen beste Fußballstimmung bieten. Bei Deutschlandspielen verwandelt sich der Biergarten mit drei großen Displays in eine Fußball-Arena, alle anderen Begegnungen laufen in kleinerem Rahmen auf einem Bildschirm. Die Fußballfans der Zwetschgenstadt werden also auf ihre Kosten kommen. Außer, ihr Herz schlägt für Holland oder eben Italien.

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