Oberkirch/Offenburg

Wohnanlage der Lebenshilfe soll Ende 2021 fertig sein

Autor: 
Christian Wagner
Lesezeit 3 Minuten
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04. Juli 2020

Präsentierten die Pläne (von links): Markus Dauber (Volksbank), Thibaud Bry (Lebens­hilfe, Projektleiter für europäische Projekte), Achim Feyhl (Lebenshilfe), Thomas Ganter (Hurrle Immobilien), Reinhart Kohlmorgen (Aktionsgemeinschaft Stegermatt), Simone Krippl-Ketter (SFZ Stegermatt), OB Marco Steffens und Bürgermeister Hans-Peter Kopp. ©Peter Heck

Ein „Gewinnerprojekt“ für die Stegermatt in Offenburg: In einem zweiteiligen Gebäudekomplex mit Café und Boccia-Platz sollen Behinderte und nicht Behinderte in 58 Wohneinheiten zusammenleben. 

Die Sympathie für das Vorhaben war am Donnerstag beim Pressegespräch zum Inklusionsprojekt in der Stegermatt allen Beteiligten anzumerken. „Egal, mit wem wir sprechen, ob Planer oder Baufirmen, es ist eine Herzensangelegenheit – auch für mich selbst“, bekannte Thomas Ganter von Hurrle Immobilien (Oberkirch). Die Sympathien für das Projekt seien so groß, dass viele Steine aus dem Weg geräumt worden seien. Selbst davon, dass man zu einem Besprechungstermin bei der L-Bank Karlsruhe versehentlich  zunächst nach Stuttgart gefahren sei, habe man sich nicht aufhalten lassen, schmunzelte Bürgermeister Hans-Peter Kopp. Das sei sinnbildlich für die Beharrlichkeit aller Beteiligten bei dem Projekt.

Baustart Ende 2020

Seit 2016 habe man sich überlegt, wie man das Vorhaben auf den Weg bringen könne, sagte Achim Feyhl, Geschäftsführer der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch, und wandte sich an Ganter: „Dann haben wir Gott sei Dank mit Ihnen einen guten Partner gefunden.“

Es sei „wirtschaftlich kein einfaches Projekt“, sagte der Hurrle-Immobilien-Geschäftsführer. Aber am Montag könne man nun den Bauantrag einreichen. Im Herbst soll Baubeginn sein. Nach zwölf bis 15 Monaten Bauzeit soll Ende 2021 Einweihung gefeiert werden. 58 inklusive Wohnungen (38 Quadratmeter groß) für Behinderte und nicht Behinderte sollen zwischen den Straßen Steinfirst und Fröbelweg entstehen. Zu den Baukosten machte Ganter bis auf die Aussage „Millionenprojekt“ keine präzisen Angaben.

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Boccia-Platz und Beete

In der Mitte des zweiteiligen Baukörpers gebe es eine­ inklusive Zone mit Cafeteria, Boccia-Platz, Hochbeeten und Sinnesgarten-Elementen. „Da können alle zusammenkommen und gemeinsam etwas machen“, sagte Feyhl. Drei bis fünf Arbeitsplätze würden durch das „Gewinnerprojekt“ entstehen, um Waschsalon, Cafeteria, Hausmeister- und Chauffeurdienste sowie Service-Desk anbieten zu können.

„Für uns war es sehr wichtig, dass auch altersgerechte Wohnungen integriert werden“, betonte Reinhart Kohlmorgen von der Aktionsgemeinschaft Stegermatt. Ältere Leute könnten jetzt im Stadtteil bleiben.
„Das passt perfekt“, freute­ sich OB Marco Steffens für den Stadtteil, der auch von der neuen „großen Naherholungslunge“ an der Kinzig profitiere, sollte Offenburg den angestrebten Zuschlag für die Landesgartenschau bekommen.

„Wir sind froh, dass wir unseren Beitrag leisten können. Es macht richtig Spaß und ist mehr als ein Job“, sagte Markus Dauber, Vorstandsvorsitzender der Volksbank in der Ortenau. Gemeinsam mit Hurrle Immobilien hat das Kreditinstitut die Projektgesellschaft „Füreinander. Miteinander. Stegermatt“ gegründet. 

Sie hat das Grundstück der Lebenshilfe in Erbpacht für 99 Jahre übernommen und setzt das Projekt um, das wohl weiter eine Herzensangelegenheit bleiben wird: Für den Spatenstich kündigte Ganter einen besonderen Schirmherrn an.

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