Jagdpächter werden aktiv

Zu hoher Bestand: Schwarzwildjagd im Acher- und Renchtal

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 3 Minuten
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10. November 2018
Mit Drückjagden soll gegen eine Erhöhung des Schwarzwildbestands angegangen werden.

Mit Drückjagden soll gegen eine Erhöhung des Schwarzwildbestands angegangen werden. ©Archivfoto: Willi Rolfes

Der Schwarzwildbestand nimmt Überhand. Entsprechend groß sind die Schäden. Jäger aus dem Acher- und Renchtal wollen Konsequenzen ziehen und gehen heute, Samstag, auf die Jagd.

 Der Schwarzwilddruck und damit die Schäden in Wald, Wiesen und Reben in der Region sind aktuell groß. In der Waldulmer Jagd wurden daher in diesem Jahr bereits 18 Sauen erlegt. Aber das ist nicht genug, um die Schäden durch das Schwarzwild zu reduzieren. 

An vielen Stellen haben die Wildschweine ihre Wühlarbeit verrichtet. Die Jagdpächter der Waldulmer Jagd –  Klaus Hodapp, Marius Hodapp und Gerhard Maier – haben vor, das Schwarzwild in weiteren Drückjagden zu dezimieren. »Es hilft nur eine strenge Bejagung«, lassen Klaus Hodapp und Gerhard Maier wissen und blicken voraus: »Da dieses Jahr ein Vollmastjahr ist und die Wildschweine Kastanien, Buchen und Eicheln in Hülle und Fülle finden, ist mit einer 300-prozentigen Reproduktionsrate zu rechnen.«

Deshalb ist jetzt am Samstag eine Drückjagd am Vormittag im Revier Ulmhardt von Klaus Brodbeck und im nicht einfachen Rebgebiet Scherdt angesetzt, am Nachmittag wird in der Lautenbacher Jagd bei Rolf Frenk gejagt. Entsprechende Warnhinweise werden aufgestellt und die Jäger werden selbstverständlich eingewiesen. Aber die Jagdpächter und Jäger bitten Waldnutzer, Mountainbiker, Wanderer und Spaziergänger auch, das Gebiet während der Jagdzeit zu meiden. Am 1. Dezember ist dann eine revierübergreifende Schwarzwildjagd geplant. 

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140 Jäger im Einsatz

Die Pächter der Waldulmer Jagd haben diese bereits initiiert und organisieren sie, die Pächter Alfred Benz (Furschenbach), Jörg Marx (Ottenhöfen), Rolf Frenk und Martin Braun (Lautenbach) sowie Hubert Graf (Oberkirch) wirken dabei mit. Insgesamt werden an dieser großen Jagd 140 Jäger und 30 Treiber teilnehmen. Auch Landwirte haben sich bereit erklärt, als Treiber mitzumachen. »Darüber sind wir sehr glücklich, denn nur gemeinsam sind wir stark genug, dem Schwarzwild zu Leibe zu rücken«, ist Klaus Hodapp überzeugt und freut sich mit Gerhard Maier, dass das gegenseitige Verständnis zwischen Landwirten und Jägern wächst. Nicht zuletzt dadurch, dass ihnen die Jagdpächter vermitteln konnten, dass das Schießen zwar ein wichtiger, aber bei weitem nicht der Hauptteil einer Jagd ist. 

Bessere Sicht

»Manche fragen sich vielleicht, warum wir Jäger erst so spät im Jahr intensiv zu jagen anfangen«, teilt Gerhard Maier noch mit, »aber erst mit der Entlaubung in Wald und Flur bieten sich die Sichtverhältnisse, die der Jäger benötigt, um sicher das Wild klar identifizieren zu können.« Daher hoffen er und Klaus Hodapp auf Schnee im Winter, denn der ermöglicht, das Schwarzwild an seinen Spuren zu lokalisieren und zu bejagen. Insofern werden, sobald sich in den Revieren Schnee auf Wald und Flur gelegt hat, weitere Drückjagden folgen. 

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