Friedemann und Marzena Treiber in Peterstal

Zwei Geigen füllen Klangraum in der Kirche

Autor: 
Jutta Schmiederer
Lesezeit 2 Minuten
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13. Februar 2020

Marzena und Friedemann Treiber konzertierten in der Kirche in Bad Peterstal. ©Jutta Schmiederer

„2020 ist das Jahr der Violine“, begrüßte Marion Ferrein die Besucher des Eröffnungskonzert der diesjährigen Saison der Konzertreihe Klangraum Kirche am Sonntag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bad Peterstal. „Zufall hin oder her“, wie sie bekannte, stand ein „Virtuoses Violinkonzert“ auf dem Programm.

 Und dass Virtuosität an diesem Abend nicht nur ein Wort in der Ankündigung war, davon konnten sich die Besucher überzeugen. Musik der Klassik und der Neuzeit wechselten sich beim Konzertabend ab. 

Friedemann Amadeus Treiber begann den Abend solistisch mit einer auswendig gespielten Sonate von Johann Sebastian Bach. Ob Adagio, Fuga oder Presto, alle Teile hatte durch die verwendete Molltonart einen melancholischen Unterton. Treiber bewies meisterlich, dass die Geige viel mehr ist, als ein Melodieinstrument. Mehrstimmig, sich selbst begleitend erfüllte sie das Kirchenschiff mit Musik. Der Künstler zeigte dabei eine unglaubliche Geschmeidigkeit der Finker und absolut sichere Bogenführung. Auch die Sonata von Sandor Veress aus dem Jahr 1935 intonierte er allein. Während des Spiels waren hier immer wieder gezupfte Elemente eingeflochten. 

Dabei wirbelten die Finger nur so über die Seiten und entlockten der Violine die höchsten Töne. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Marzena Treiber-Toczko ließ Friedemann Treiber eine moderne „Balada“ von György Ligeti erklingen. Perfekt aufeinander eingespielt ergänzten sie sich im Zusammenspiel, dynamisch sehr fein abgestimmt. 

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Mozartklänge

Für typische Mozartklängen wechselte Friedemann Treiber von der Violine zur Viola, deren etwas tieferer Klang perfekt das Geigenspiel von Marzena Treiber unterstrich. Alle Instrumente des Abends bestachen durch reinen weichen Klang, durch die beiden Virtuosen hervorgezaubert. 

Die Eigenkomposition „Chwila“ von Friedemann Treiber nach einem Gedicht der polnischen Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska schloss den Abend ab. Charakteristisch war der fließende Übergang vom Stimmen der Instrumente über das Interludium mit fast zitternd kurze Bogenstrichen und das hohe Sirren der Elegia. 

Wie verwegene Wassertropfen perlten die Töne bei der abschließenden Toccata notturna. Als Zugabe wiederholten die Künstler die Balada von Ligeti für das begeisterte Publikum.

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