Trinkwasser-Versorgung

1,5 Millionen Euro für die Sanierung des Wasserwerks in Kehl

Autor: 
Redaktion
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10. Oktober 2017

TDK-Mitarbeiter Ulrich Heppner weiß: Die neuen Pumpen sind deutlich wirtschaftlicher als ihre Vorgängermodelle. ©Stadt Kehl

Damit die Trinkwasser-Grundversorgung für die Kehler nachhaltig gewährleistet werden kann, investieren die Technischen Dienste Kehl (TDK) rund 1,5 Millionen Euro in die grundlegende Sanierung des Wasserwerks. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Baubürgermeister Harald Krapp machte sich jetzt bei einer Vor-Ort-Begehung ein Bild von den Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im Wasserwerk, das täglich rund 36 000 Kehler mit sauberem Wasser versorgt.

Wassermeister Karl-Friedrich Jockers, der für die Überwachung und Steuerung der Technik in dem Anfang der 1980er-Jahre erbauten Gebäude zuständig ist, erläuterte die Notwendigkeit der Sanierung: »Die elektronischen Steuerungen sowie die elektrischen Schalter und Einbauten sind mittlerweile mehr als 30 Jahre alt, für viele Elemente gibt es keine Ersatzteile mehr.« Weil auch die Pumpen und die Regelarmaturen noch aus der Bauzeit stammten, sei es zwingend notwendig, die gesamte Technik zu erneuern. »Seit dem Frühjahr 2017 wird die Steuer- und Regelungstechnik (EMSR-Technik) ausgetauscht, die den Wasserdruck im Netzwerk selbstständig erkennt und automatisch reguliert«, erklärt TDK-Mitarbeiter Ulrich Heppner, zuständig für die Wasserversorgung in der Stadt.

Vorteile

Mit neuen Reinwasserpumpen werde die Verrohrung so umgebaut, dass einzelne Leitungsabschnitte bei Reparaturen außer Betrieb genommen werden können, ohne dass dafür das gesamte Werk abgeschaltet werden muss. »Vor dem Umbau waren Reparaturen nur unter großem Zeitdruck möglich«, so Heppner. Denn schon wenn die Arbeiten nur wenige Minuten länger dauerten als geplant und das Wasser nicht mehr fließen konnte, habe die Gefahr bestanden, dass die Bevölkerung von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten wird. 

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Projekt des Klimaschutzkonzeptes

»Mit den neuen Grundlastpumpen haben wir eine Maßnahme des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt«, wird Krapp in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Die Pumpe könne im Vergleich zum Vorgängermodell pro Jahr bis zu 10 000 Kilowattstunden Strom einsparen und sei dadurch wirtschaftlicher.

Kosten/Zeitplan 

Die Umbauarbeiten und Erneuerungen der Pumpen und Rohrleitungen schlagen mit 350 000 Euro zu Buche. Eine neue Trafostation, die seit Sommer 2016 fertig ist, sowie die Leistungen des Ingenieurbüros für bauliche Maßnahmen sind ebenfalls in der Investitionssumme von mehr als 1,5 Millionen Euro enthalten. Inzwischen ist die Hälfte der Leitungen und Rohre erneuert worden, wie die Stadt mitteilt. Sobald die gesamte Technik – voraussichtlich im Frühjahr 2018 – erneuert ist, steht noch die Sanierung der Filteranlagen an. Auch das Behältervolumen des Reinwasserbeckens soll in den kommenden Jahren von 1000 auf 3000 Kubikmeter erweitert werden. Damit kann in Extremsituationen – wie zum Beispiel bei einem Großbrand – sichergestellt werden, dass jederzeit ausreichend Wasserreserven vorrätig sind. 
 

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