Jubiläum

25 Jahre Förderverein Kittersburger Dorfleben

Autor: 
Michael Müller
Lesezeit 3 Minuten
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28. Juli 2020

Der Vorstand des Fördervereins „Kittersburger Dorfleben“ ©Michael Müller

Ein in jeder Hinsicht ausgefallenes Jubiläum erlebt der Förderverein „Kittersburger Dorfleben“. Der Verein besteht seit 25 Jahren – aber die Feier muss wegen Corona auf 2021 verschoben werden.
 

„Normalerweise wären wir jetzt schon am Aufbauen fürs Dorffest“, erzählt Eberhard Bartmann, Vorsitzender des Fördervereins „Kittersburger Dorfleben“. Eigentlich war alles schon fertig, sekundiert Stellvertreter Daniel Berl: Die Werbe-Flyer waren druckfertig, die Bla-Bli-Bla-Blasmusik, die am Sonntagabend für Stimmung auf dem Dorfplatz hinter dem Gemeinschaftshaus sorgen sollte, war gebucht, der Smoker für die Grill-Leckereien war organisiert, Bühnentechnik und Beleuchtung waren bestellt. Doch dann kam die Corona-Pandemie – und der Verein musste wegen der von der Politik erlassenen Beschränkungen und der fehlenden Zeitperspektive für deren Aufhebung das Ende Juli geplante Dorffest schließlich absagen.
Nun soll das Dorffest vom 31. Juli bis 2. August 2021 stattfinden. Zum Glück sind wohl alle Sponsoren, denen der Verein für dieses Jahr natürlich auch absagen musste, im kommenden Jahr wieder dabei. „Alles auf Kulanz geregelt“, ist Bartmann erleichtert. 

Alle fünf Jahre 

Das Dorffest ist die Veranstaltung, mit der der Förderverein in größerem Rahmen in Erscheinung tritt. Es findet alle fünf Jahre statt – ein engerer Turnus ist für den kleinen Verein nicht zu stemmen, sagt Bartmann. Denn die Mitglieder machen sich dafür enorme Mühe und stecken viel Liebe zum Detail in die Gestaltung des Festplatzes. Die lauschigen Lauben mit ihren Strohdächern laden zum gemütlichen Verweilen ein – es gibt weit und breit kaum ein schöneres Ambiente für ein Dorffest.
Gegründet wurde der Förderverein am 12. Juni 1995. Anlass war die Fertigstellung des heutigen Dorfplatzes mit dem Brunnen. Damals hatte sich im Vorfeld der Einweihungsfeier eine Arbeitsgruppe gebildet, deren Mitglieder das Backhiesli erbauten, das auch heute noch den Dorfplatz prägt und Zentrum der Vereinsaktivitäten ist. Die Einweihung wurde mit dem ersten Dorffest gefeiert. Die damaligen Aktiven entschlossen sich schließlich, einen Verein zu gründen, um das Ganze auch finanztechnisch ordnungsgemäß abwickeln zu können.

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Seitdem findet das Dorffest alle fünf Jahre immer am ersten Sommerferien-Wochenende statt. Vom Erlös wurden immer wieder kleinere Projekte zur Dorfverschönerung finanziert – etwa die Sitzbank an der Straße raus zur Kittersburger Mühle oder der Matschbrunnen und die Tischtennis-Platte auf dem Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus. Auch an den Feierlichkeiten zum 725-jährigen Bestehen der Ortschafts Goldscheuer 2008 beteiligte sich der Förderverein. Vom Erlös wurde die Weihnachtsbeleuchtung angeschafft, die an der Giebelseite des Dorfgemeinschaftshauses angebracht wurde und deren technische Betreuung in den Händen des Fördervereins liegt. Regelmäßige Veranstaltungen sind das Maibaumstellen und das Adventsbasteln.  

Neuestes Projekt

Jüngstes Vorhaben des Fördervereins ist ein Rundwanderweg rund um Kittersburg mit mehreren Stationen. Auch der sollte eigentlich zum 25-Jährigen fertig sein. Allerdings gibt’s noch Probleme mit der Genehmigung durch die Stadt Kehl. Aber „wir bleiben dran“, so Eberhard Bartmann.

Seinen Hauptsinn sieht der Förderverein aber darin, das Dorfleben aufrecht zu erhalten und die Neubürger einzubinden. Und das funktioniere auch, meint Schriftführerin Lucia Marrone. Sie selbst ist das beste Beispiel. 2018 ließ sie sich nach mehreren „Lehr- und Wanderjahren“ in Kittersburg nieder – und damals wurde sie mit einem vom Förderverein organisierten Umtrunk begrüßt. „Es ist nicht schwierig, in die Dorfgemeinschaft reinzukommen“, so ihre Erfahrung. „Kittersburg ist ein sehr offenes Dorf.“ 
 

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