Willstätt - Eckartsweier

48. Prunksitzung des Narrenrats »Wölfe«

Autor: 
Klaus Elff
Lesezeit 4 Minuten
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19. Februar 2019

(Bild 1/2) Schon der Aufzug der »Wölfe« und »Rotkäppchen« bei der Prunksitzung in Eckartsweier war farbenprächtig. Vielfältig und ebenfalls bunt war das Programm. ©Klaus Elff

Mit einem farbenprächtigen Aufzug begann am Samstagabend die erste Ausgabe der 48. Prunksitzung des Narrenrats »Wölfe« in Eckartsweier.

Die recht große neue Gruppe der »Rotkäppchen« bestimmte beim Einzug der Narren am Samstagabend das Bild in der Eckartsweierer Halle. Das Rot überwog und machte Laune auf einen erfrischenden Abend. 
Narrensitzungspräsident Edgar Reuter konnte eine Reihe Gäste an diesem Abend begrüßen, allen voran den künftigen Bürgermeister von Willstätt, Christian Huber. Und der hielt auch gleich seine erste Büttenrede in Eckartsweier, die er mit Bravour bestand und wofür er anhaltenden Beifall bekam. Zuvor gab Elvira Walter-Schmidt, als seine Vize, ihren Senf zu ihrer »schweren Aufgabe als Sekt trinkende Stellvertreterin« und musste sich dann gleich in einem tiefen Sessel in den Ruhestand begeben. 

Begonnen hat das Programm mit dem Auftritt der Jüngsten, dem »Narresome«, die als »Panzerknacker« wie ein Wirbelwind über die Bühne tobten, geleitet von ihren Trainerinnen Natalie Lutz und Isabel Schulz. Brausender Beifall war der Lohn für Idee und Ausführung des Spektakels.

Doch was wäre eine Prunksitzung ohne Gardetanz? Den absolvierten die jungen, Beine schwingenden Gardistinnen mit Grazie und Eleganz und bekamen dankbaren Beifall, besonders aus Herrenhänden. Am späteren Abend hatten sie einen zweiten Auftritt als Boxsportlerinnen, bei dem sie zeigten, dass schöne »Mädle« diesen Sport auf ihre Weise ausüben. 

Mit ganz viel Wucht

Nicht ganz so elegant, aber mit viel Wucht kamen anschließend die Wölfe und zeigten mit einem beeindruckenden Tanz, wie ein Bagger arbeitet. Der Beifall war ihnen sicher, mehr davon jedoch erhielten sie am Ende des Programms am späten Abend mit ihrem Tanz der Wilden von der Trauminsel, den sie bei der Trainerin Lisa Hanbacher einstudiert hatten. Da konnten sich die Augen der Besucherinnen satt sehen. 

Auch die Politik kam an diesem Abend nicht zu kurz. Vizepräsident Dietmar Zapf machte sich in seiner traditionellen Büttenrede so seine Gedanken über Prominente wie Helene Fischer und hatte viele Lacher zu verbuchen. Über die Umweltprobleme hatte er ebenso zu lamentieren wie über die Parteien im Bundestag und ihre Politik und Kapriolen. 

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Zwei nordic-walkende Damen, Petra Lutz und Martina Baaß, trafen sich am neuen Radweg Eckartsweier-Marlen. Sie wussten so manches vom Weg, über das sie sich ereifern konnten und argwöhnten, der Weg werde wohl erst nach dem Berliner Flugplatz fertig werden. Viel verständnisvolles Lachen und entsprechender Beifall waren ihr Lohn. 

Der Elferrat hatte sich mit der Fernsehübertragung eines Interviews mit einem ganz verwirrten Lottogewinners etwas ganz besonderes ausgedacht. Witzig, spritzig und voller Anspielungen auf das »ganz normale« Leben zu Hause – in Eintracht und sicher verteilten Aufgaben. 

Es folgte der Tanz der »Rotkäppchen«, doch die Gruppe war zu groß, als dass alle auf einmal auf die Bühne konnten; insbesondere weil sie auch noch Besuch von den »Wölfen« bekamen. Das Stichwort »Kleine Bühne« nahm Narrenpräsident Reuter gleich zum Anlass, dem neuen Bürgermeister eine Aufgabe zu erteilen: für eine größere Bühne für die Eckartsweierer Narren zu sorgen.

Unvergleichlich

Bevor die »Wölfe« mit dem Tanz der Wilden das Programm beendeten, kam mit den  »Drei Gesellen« einer der Höhepunkte. Sie brachten die »Eggertswierer Puppenbühne« auf die Bühne. Da gab es viel zu hören und zu sehen. Glänzen konnte bei den Dreien eigentlich jeder, wobei Hubert Benz mit seinen Rollen als Storch, Rotkäppchen oder Rapper in Kehl, eindeutig die meisten Lacher verzeichnete. Die »Drei Gesellen«: unvergleichlich, und eigentlich schon allein ein Grund, Eckartsweierer Prunksitzungen zu besuchen. 

Die anschließende lange Nacht wurde vom Finale auf der Bühne eingeleitet, vier Rotkäppchen brillierten mit einem Abba-Song, und anhaltender Beifall leitete dann über in Tanzmusik und lange Bar-Besuche. 

Stichwort

Helfer und Mitwirkende

Narresome: Jennifer Blank, Janina Hillert, Kyla König, Sophie Lutz, Rico Schäfer, Lucy Weinhold, Kristina Scholl, Joshuo Vogeley, Jana Walter, Louis Walter, Morris Walter, Fabienne Scheer, Laura Sasse, Hannah Sasse, Linda Isenmann, Leitung Natalie Lutz, Isabel Schulz. 
Garde: Isabel Göpper, Carmen Göpper, Isabel Schulz, Christina Springmann, Felicia Perisa, Sarah Stadtmüller, Noelle Mehne, Meira Roth, Lotta Rüber, Louisa Kehret, Leitung Stefanie Vahlenkamp, Sonja Walter. 
Wölfe: Manuel Walter, Manuel Klumpp, Pascal Bornefeld, Nicolai Jatz, Pascal Örtel, Florian Kramer, Julian Baaß, Marvin Wernicke, Marius Blank, Ramon Walter, Philipp Stadtmüller, Andreas Hetzel, Markus Keller, Tanzleitung Lisa Hanbacher. 
Elferrat: Edgar Reuter, Dietmar Zapf, Ralf Schäfer, Nicole Schäfer, Volker Baaß, Tanja Hartmann, Kendra König-Mätz, Petra Baass, Rudi Baass, Christian Walter, Reinhold Riebel, Martin Kramer, Dieter Lutz, Roland Boschert, Julian Baaß, Stefan König, Jörg Walter, Reinhold Walter. 
Rotkäppchen: Sarina Baaß, Kendra König-Mätz, Natalie Walter, Bärbel Baaß, Amalia Lindt-Herrmann, Sabrina Walter, Astrid Heubach, Melina Blank, Rebecca Trautmann, Sonja Walter, Petra Baass, Natalie Lutz, Sylvia Kessler-Strosack, Hanna Altmann, Tanja Hartmann, Dascha Terzidi, Barbara Sauer, Stephanie Hetzel, Anette Ohnmacht, Dominique Hügel, Doris Riehle-Flaschka, Fabienne Hügel, Verena Walter, Esther Facco, Tanzleitung Regine Kehret. 
Drei Gesellen: Reiner Hetzel, Hubert Benz, Alexander Stöckel. Nordic Walking ◼ Damen: Martina Baaß, Petra Lutz, Sylvia Kessler-Strosack. 

Regie: Werner Weinhold, Kulisse; Niklas Hetzel, Ray Mätz, Philipp Trautmann, Luca Herrel, Sammy Massano. Musik: MVE, Leitung René Cristina, Bilder, Video: Ingo Hentschel, Bühnentechnik: Ralf Sauer, Werner Weinhold, Tontechnik: DB-Veranstaltungstechnik Christian Wacker, Beleuchtung: Norbert Geiger, Sebastian Kuhnert, Maske: Sara Nalesini, Adelina Haag.

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